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Diagramm für Aktuelle Auwahl statistik

1. Bodenständiger Unterricht - S. 32

1913 - Leipzig : Dürr
— 32 — 2. Spaziergang: Schulhof. Gesichtskreis. Stand der Sonne. Bestimmung der Lage des Schulhauses und der Nachbargebäude, der Windrichtung nach dem Hahn der Münster- und Neustädter Kirche und dem Rauch aus Stüssels und Kopkas Fabrikschornstein. „Sieben Sonnen" an der Münsterkirche und ihre Sage. Grabsteinplatten mit Figuren in den Mauern der Kirche. Spitz- und Rundbogen. Wolderuskapelle. Efeu daran. Zigarrenfabrik von Böckelmann (jetzt Rathaus Iii). Färberei von Höpker. Blick durch die halbgeöffneten Fenster in die Färbebottiche. Post; Uhr, Hermes, Turm für die Fernschreib- und Fern- sprechleitungen. Herforder Bank. Gesichtskreis. Bowerre: Flußlauf, Ufer; Gang in den Hof der Höpkerfchen Fabrik; Ausnutzung der Wasser- kraft durch Caafe Nachfolger. Auf der andern Seite der Hämelinger brücke, neben Steinmeier: Mündung der kleinen Werre. Neustädter Kirche: Spitzbogen, Wasserspeier, Glocke über dem Zifferblatt, Schall- löcher; die Giebel der alten Häuser von Titgemeier aus dem Jahre 1695, von Ellersiek (zwischen Titgemeier und Kaiserhof), Biermann und Recken- dorf (Ratskeller). Große Fuhrwerkswage vor Biermann. Eßwaren- gefchäft von Maßmann. Ledergeschäft von Weingarten. Altes Haus von Schlachter Reckendorf in der Komturstraße. Katholische Schule und Kirche. Synagoge. Katholisches Waisenhaus. Gegenüber altes Haus von Bäcker Titgemeier aus dem Jahre 1731. Bowerre: Blick von der Brücke auf den Fluß hinter dem katholischen Waisenhaus: Hinweis auf die Wasserstraßen in Venedig; Blick nach der Abzweigung der Bowerre und der kleinen Werre. Menckhoffs Leinenfabrik. Wäscherei von Landre. Gesichtskreis. 3. Spaziergang: Stand der Sonne. Aufsuchen eines Buchfinken- nestes, das ich an der Vlothoer Straße — sie läuft von der Abzweigung der Waldfriedenstraße an etwa 300 m ziemlich genau nach Osten — wußte. Zuerst fanden es zwei Knaben, beide vom Lande; zuletzt blieben noch fünf Schüler übrig, die es überhaupt nicht finden konnten, darunter aber auch einer vom Lande. Schutzfarbe. Art des Nestes. Beobachtung eines Buchfinken, seine Farbe; wie er von einem Baume Raupen absuchte. Nutzen der Vögel. — Wasserbehälter des Städtischen Wasserwerks. Wasserleitung. Gesichtskreis. Steingrube, Schichtenlagerung. Ver- Witterung der Steine durch Sonne, Frost, Waffer. Bei Steinmeier: Holztauben, Kaninchen, Lachtauben. Prachtvolle Aussicht nach Westen und Süden. — Steinbruch: wieder Schichtenlagerung, Verwitterung; viele Quellen aus den Wänden; Entstehung dieser Quellen. Feuer- salamander. — Gang am Oberlauf des Baches, von der Quelle bis

2. Bodenständiger Unterricht - S. 45

1913 - Leipzig : Dürr
— 45 — Eroberung der Burg. Lage der Burg. Eingangstor. Hinweis auf Zugbrücken. Dicke Burgmauern. Torwächter in der mittelalterlichen Burg. Burghof. Kurfürstendenkmal. Erinnerungsplatten an den beiden Standorten Kaiser Friedrichs Iii. und Kaiser Wilhelms Ii. und Gemahlin gelegentlich der Entgegennahme der Huldigung. Museum. In der völkerkundlichen Abteilung: Einbaum, geflochtene und ge- webte Matten, Pfeile, Musikgeräte und Götzen von Bewohnern der Südsee. Kopra. Indische Webereien. Japanische Ritterrüstung. — Mittelalterliche Stein- und Eisenkugeln, die man auf der Burg ge- funden hat. Unterirdische Gänge: Burgverlies, Ausfalltore, Schieß- scharten, Küche, Backofen, Weinkeller, Rauchfänge, Luft- und Licht- schächte, „Fallen", Wasserleitung von Quell- und Regenwasser. Blick in den Paß von Bielefeld zwischen Sparren- und Johannisberg; Bedeutung für den Verkehr: Straßen, Eisenbahn, Lutterbach. Übungen im Zurechtfinden. Himmelsrichtungen. Bethel. Spinnerei Ravensberg. Kalkofen halbwegs Brackwede; links von der Straße. Kalksteine: Art der Steine, Lagerung in dem Bruche. Kalkofen. Versteinerungen gesucht, nur eine gesunden. Rückmarsch: Kaserne, Neustädter Kirche mit dem Doppelturm — an der Münsterkirche in Herford fehlt der zweite Turm! —, gotische Fenster. Landgericht. Ulmenstraße. Schiller- platz: Büsten von Schiller und Goethe vor dem Theater. Beachtung des Sonnenstandes auch bei der Rückkehr 1. vom Vorplatz des Bahnhofs in Bielefeld aus, 2. in Herford. 18. Spaziergang (Turnfahrt): Sonnenstand am Morgen gegen 6 Uhr. Fahrt mit der Kleinbahn bis Wehrendorf. Bahnhöfe bis dahin. Marsch über Steinbrünndorf nach dem Bornstapel. Richtung. Hohe, starke und besonders schöne Erlen, ihr Standort. Birken, Kopfweiden. Entstehung der Moore. Wiese mit Findlingen, wie Heuhaufen anzusehen, Steinbruch, ganz schräg liegende Schichtungen, Täler, Laub- und Nadelwald. Risse und Spaltungen auf den Wegen infolge der Trockenheit. Hinweis auf die Erdrisse in Südwestafrika und Australien bei der Dürre und ihre Bedeutung als Verkehrs- Hindernisse. Spiel am Bornstapel. Schöne Lage. Gesichtskreis. Himmelsrichtungen. Sage. Vogelnest mit drei Jungen. Weg über Bentorf nach Calldorf. Stand der Sonne um 12 Uhr. Außer- ordentlich tiefes Tal mit sehr steilen Ufern an den beiden Seiten. Hohe Bäume an den Ufern. Lichthunger der Pflanzen. Zahlreiche Quellen in Calldorf; eine besonders starke; Klarheit und Kälte des Wassers. Landstraße an der Weser entlang nach Vlotho. Richtung. Eisenbahnbrücke über die Weser. Fahrt über die Weser und sofort

3. Bodenständiger Unterricht - S. 34

1913 - Leipzig : Dürr
— 34 — Hause, Übung im Zurechtfinden, auch nach dem Stande der Sonne; weiterer Verlauf der kleinen Werre an der Bergertormauer. — Vorderansicht des Hauses von Sanitätsrat Dr. Nolting: Leggehaus, seine Bedeutung, Hinweis auf die Bauart: Fachwerk, malerisch, vor- springender 1. Stock beim Anbau, Rolle, Tür und Boden zum Hinauf- ziehen und Verstauen der Waren; Erklärung der Sinnbilder an der Vorderseite von links nach rechts: 1. Lippische Rose: fünfblättrig, rot. 2. Taube mit Zweig im Schnabel = Friede. 3. Knabe mit einem Füllhorn in der linken Hand, aus dem Blumen fallen, und mit einem Kranz in der rechten ^Frühling. 4. Knabe mit einer Sichel in der linken Hand und mit einer Roggengarbe in der rechten — Sommer. 5. Sonnenuhr. 6. Knabe mit einem Weinglas in der rechten und mit einer Traube in der linken Hand — Herbst. 7. Knabe mit Schlittschuhen und Muff = Winter. 8. Preußischer Adler. 9. Wage = Gerechtigkeit. 10. Zwei Äskulapschlangen = Heilkunde. 11. Eule = Weisheit. 12. Wappen von Herford (rot). 13. Spinnrad: Erinnerung an die Flachsspinnerei, Leggehaus. 14. Geschnürter Ballen, Tonne, Anker — Handel. 15. Zahnrad, zwei sich kreuzende Hämmer, zwei Sicherheitsventil- kugeln — Industrie. 16. Ähren, Spaten, Sense, Beil — Landwirtschaft. 17. Anker, Herz, Kreuz = Glaube, Liebe, Hoffnung. 18. Springendes, weißes Westfalenroß auf rotem Felde. ' 19. vierblättriges Kleeblatt = Glück. Blick in die Johannis-, Creden- und Komturstraße, Vorderseite und Stand der Häuser, Fluchtlinie. Bestimmung der Richtung. — Leinenverein. Blick auf die Bowerre aufwärts nach der Brücke und Abzweigung der kleinen Werre, wo wir eben vorher waren. Nist- gelegenheit im Gebüsch. Beobachtung der Vögel. — Schecke = buntes Pferd vor einem Wagen. — Brücke über die Bowerre in der Johannis- straße, Blick von da die Bowerre abwärts, die Häuser an beiden Ufern: Hinweis auf den Spreewald, Venedig, Fleets in Hamburg. — Gang nach der Bergertorinfel: Akzisehaus, Bauart, Bedeutung, jetzt Polizei- wache. Die beiden Bergertorbrücken. Aufstauung des Wassers: Zweck.

4. Landeskunde der Provinz Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Lübeck mit ihrem Gebiete - S. 43

1910 - Breslau : Hirt
X. Die Bevölkerung, ihr Leben und Treiben. 43 dem Herd die Wohn- und Schlafräume. Der Boden über der Diele diente bis zur Dachfirst zur Aufbewahrung des Getreides. Die alten Häuser haben fast überall Neubauten Platz machen müssen, die den Ansprüchen der Neuzeit mehr entsprechen, dabei aber die wesentlichen Eigenschaften der alten Bauart beibehalten haben. Im N Schleswigs besteht das Bauerngehöft aus mehreren niedrigen Gebäuden, die in der Mitte den Hofplatz einschließen, wobei das Wohnhaus von den Gebäuden für Vieh und Getreide getrennt ist. In den Marschen siuden wir vielfach den Hauberg. S. Abb. 11. Im 0 Holsteins und Laueuburgs weisen die sogenannten Rundlinge, wo die Bauernhäuser rings um einen freien Dorfplatz mit einem Teich gebaut fiud, auf wendischen Ursprung hin. Die Laugdörfer sind sächsisch. 6. Viehzucht. Im Jahre 1907 waren vorhanden in abgerundeten Zahlen: in Pferde Rinder Schafe Schweine Schleswig-Holstein. 190000 1050000 220000 1130000 Preußen..... 3 000000 12000000 5400000 15000000 Deutschland . . . 4350 000 20600000 7 700000 22000000 Auf 1 qkm kamen 1907 (die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf den Bestand von 1897): in Pferde Rinder Schafe Schweine Schleswig-Holstein. (9) 10 (46) 55 (13) 11 (25) 59 Preußen .... (8) 8,5 (30) 34 (22) 15,5 (27) 43 Deutschland . . . (7,5) 8 (34) 38 (20) 14 (26) 41 In unserer Provinz zeigt sich, wie in Preußen und ganz Deutschland, ein starker Rückgang der Schafzucht. Noch 1883 kamen auf den qkm in Schleswig-Holstein 17, in Preußen 42, in Deutschland 35. Dieser Rückgang ist zum Teil auf die Konkurrenz zurückzuführen, die auf dem Gebiete der Schafzucht Länder wie Australien und Südafrika machen, teils auf die erfreuliche Tatsache, daß immer mehr Land in Kultur genommen, dem Ackerbau und der Rindviehzucht überwiesen und so ertragfähiger gemacht wird. Die Pferdezucht dagegen, besonders aber die Rindvieh- und Schweinezucht haben in demselben Zeitraum eine beträchtliche Steigerung erfahren. In bezug auf die Rindviehzucht stand unsere Provinz stets höher als das Reich und Preußen, und in den letzten Jahren ist dies Übergewicht noch mehr hervorgetreten. Noch viel günstiger stellt sich dies Verhältnis für unsere Provinz, deren Be- Völkerungsdichte nur etwa 2/4 von der durchschnittlichen Dichtigkeit Preußens ausmacht, wenn der Viehstand mit der Bevölkerungszahl verglichen wird.

5. Landeskunde der Provinz Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Lübeck mit ihrem Gebiete - S. 59

1910 - Breslau : Hirt
Xiii. Schleswig-Holstein, meerumschlungen. 59 Wegen der strategisch sehr wichtigen Lage sind auf dem Oberlande mächtige, mit Geschützen schwersten Kalibers versehene Panzertürme und Mörser- batterien mit unterirdischen Kasematten errichtet worden. Die Insel dient daher jetzt auch als Marine - Garnisonort und bildet einen befestigten Vorposten zum Schutze der Elbe- und Weser-Mündnngen sowie des Jadebusens gegen überraschende Angriffe von der Seeseite. Xiii. Schleswig-Holstein, meerumschlungen. 1. Schleswig-Holstein, meernmschluugen, Deutscher Sitte hohe Wacht, Wahre treu, was schwer errungen, Bis ein schönrer Morgen tagt! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Wanke nicht, mein Vaterland! 2. Ob auch wild die Brandung tose, Flut auf Flut, von Bai zu Bai: O, laß blühn in deinem Schöße Deutsche Tugend, deutsche Treu! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Bleibe treu, mein Vaterland! Z. Doch wenn innre Stürme wüten, Drohend sich der Nord erhebt, Schütze Gott die holden Blüten, Die ein milder Süd belebt! Schleswig-Holstein, stammverwandt, Stehe fest, mein Vaterland! 4. Gott ist stark auch in den Schwachen, Wenn sie gläubig ihm vertrauen; Zage nimmer, und dein Nachen Wird trotz Sturm den Hafen schauen. Schleswig-Holstein, stammverwandt, Harre aus, mein Vaterland! 5. Von der Woge, die sich bäumet Längs dem Belt am Ostseestrand, Bis zur Flut, die ruhlos schäumet An der Düne flüchtigem Sand: Schleswig-Holstein, stammverwandt, Stehe fest, mein Vaterland! 6. Und wo an des Landes Marken Sinnend blinkt die Krnugsau, Und wo rauschend stolze Barken Elbwärts ziehn zum Holstengau, Schleswig-Holstein, stammverwandt, Bleibe treu, mein Vaterland! 7. Teures Land, du Doppeleiche Unter einer Krone Dach, Stehe fest und nimmer weiche, Wie der Feind auch dräuen mag. Schleswig-Holstein, stammverwandt, Wanke nicht, mein Vaterland! M. F. Chemnitz.

6. Landeskunde der Provinz Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Lübeck mit ihrem Gebiete - S. 66

1910 - Breslau : Hirt
66 Landeskunde der Freien und Hansestadt Lübeck, Aus 3 Teilen, der herzoglichen Stadt iin N um die Burg, der bischöflichen im S um den Dom und der bürgerlichen Stadt in der Mitte um den Markt ist die Stadt zusammengewachsen und hat sich erst allmählich über den ganzen Hügel aus- gedehnt. Zwei Plätze, der Koberg (Geibelplatz) iin N und der Klingenberg im 8, bezeichnen den Übergang von der Kaufmannsstadt zu den beiden anderen Teilen. Eine Straße, die man jetzt in dem Straßenzuge Große Altefähre, Geibelplatz, Königs- straße, Mühlenstraße zu erkennen glaubt, durchzog mit Vermeidung der Höhe die Halbinsel und führte bei der jetzigen Mühlenbrücke über die Wakenitz nach Mecklenburg hinein. Die Kaufmannsstadt erstreckte sich von der Trave zur Wakenitz. Auf der Höhe, aber näher der wichtigeren Trave, wurde der Markt angelegt. Ihn berührte die Breitestraße, die von dem Geibelplatz ziemlich steil ansteigt und auf dem höchsten Rücken des Höhenzuges bis zum Klingenberg führt. Jetzt ist sie durch das Rathaus und einige andere Häuser vom Markt getrennt. Der Marktplatz war früher viel größer als jetzt, er umfaßte das ganze Viereck, das von der Breitenstraße, Schüsselbuden, Holstenstraße und Mengstraße begrenzt wird. Auf ihm stand die Marienkirche und das Rathaus. In neuester Zeil ist er durch den Bau des Reichspostgebäudes noch verkleinert worden. Von der Breitenstraße ziehen die Straßen nach W zur Trave, nach 0 zur Wakenitz hinunter. Unter den Namen der zur Trave hinabführenden Straßen findet sich ost die Bezeichnung Grube, diese Straßen führen gleich von ihrem Beginn ziemlich steil hinab. Andere Namen sind wieder, wie in anderen alten Städten, von dem Handwerk entlehnt, das wohl früher besonders in diesen Straßen ausgeübt wurde. Deu Verkehr uach außen vermittelten 3 Tore, das Mühlentor, das Burgtor und das Holstentor (Abb. 28); ein viertes, das Hüxtertor, führte nur ans Ufer der Wakenitz. Sie bestanden aus mehreren hintereinander liegenden Türmen. Erhalten sind das Burgtor und das innere der 3 Holstentore mit der lateinischen Inschrift: Concordia domi, foris pax (Eintracht int Innern, draußen Frieden) und 8. ?. Q. L. (Senatus Populusque Lubecensis, Senat und Volk Lübecks). Von den Bauten fallen zunächst ins Auge die Kirchen mit ihren hochragenden Tünnen, die aus dem 12.—14. Jahrhundert stammen und Zeugnis ablegen von dein damaligen Wohlstand der Stadt. Es sind von 8 nach N der Dom, die Ägidien- kirche, die Petrikirche, die Marienkirche und die Jakobikirche. Der Dom, 1173 von Heinrich dem Löwen gegründet, mit zwei 120m hohen Türmen, zeigt in seinen ältesten Teilen den romanischen Stil, in den Anbauten den Übergangsstil des 13. Jahrhunderts. Er war die Bischofskirche Lübecks; in seiner Umgebung der Bischofshof und Wohnungen für die Domherren, die 1803 in den Besitz der Stadt übergingen. Die protestantischen Bischöfe wohnten in Eutin. Die Marienkirche, ebenfalls mit 2 Türmen, ein einheitlicher gotischer Backsteinbau, um 1300 erbaut, verdankt ihre Entstehung dem Selbstgefühl der Kaufherren, die im Wetteifer mit dem bischöflichen Dom ihrer Pfarrkirche auch den Schmuck zweier Türme gaben. Höhe des Schiffes 38 V2 «1, der Türme 124 m. Sie war im Gegen- fatz zu dem Dom die Kirche der Laien, der Bürger, besonders der Kanslente, bildete auch deu Mittelpunkt des städtischen Verkehrs. Die Kirche ist reich an Kunstwerken:

7. Landeskunde der Provinz Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Lübeck mit ihrem Gebiete - S. 72

1910 - Breslau : Hirt
Viii. Aus der Geschichte. 1143 Gründung Lübecks durch Adolf Ii. vou Holstein. 1159 Zweite Gründung durch Heinrich den Löwen. 1163 Verlegung des Bischofssitzes von Oldenburg nach Lübeck. 1188 Freibrief Friedrich Barbarossas. 1226 Lübeck Freie Reichsstadt. 1329 Erwerbung von Travemünde. 1398 Eröffnung des Stecknitz-Kanals. 1530 Einführung der Reformation. 1803 Auflösung des Domkapitels. 1896 Eroberung durch die Franzosen. 1819 Einverleibung in Frankreich. 1848 Nene Verfassung. 1851 Eröffnung der ersten Eisenbahn Lübeck—buchen. 1865 Eröffnung der Bahn Lübeck— Hamburg. 1867 Militärkonvention mit Preußen. 1868 Anschluß an den Deutschen Zoll- verein. 1871 Eintritt in das Deutsche Reich. 1872 13. November Sturmflut. 1999 Eröffnung deselbe-Trave-Kanals. Ix. Literatur über Schleswig-Holstein und Lübeck. Gemeiude-Lexikou für die Provinz Schleswig-Holstein auf Grund der Volkszählung von: 1. Dezember 1995. Königs statist. Bureau. Berlin 1908. Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. Statistisches Jahrbuch für deu Preußischen Staat. Berufs- und Gewerbezählung 1907. v. Schröder und Biernatzki, Topographie derherzogtümerholsteinuudlauenburg. 1856. v. Schröder, Topographie des Herzogtums Schleswig. Oldekop, Topographie des Herzogtums Holstein usw. 2 Bände. 1908. Oldekop, Topographie des Herzogtums Schleswig. 1906. S a ch, Geographie der Provinz Schleswig-Holstein u. des Fürstentums Lübeck. 9. Aufl. 1901 v. Osteu, Schleswig-Holstein in geogr. n. geschichtl. Bildern. 5. Aufl. 1906. Haas, Krumm, Stoltenberg, Schleswig-Holstein meernmschlungeu in Wort und Bild. Jausen, Poleographie der Cimbrischeu Halbinsel. 1886. Haas, Die geolog. Bodenbeschaffenheit Schleswig-Holsteins. Meyn, Die Bodenverhältnisse der Provinz Schleswig-Holstein. Sach, Das Herzogtum Schleswig iu seiner ethnographischen und nationalen Entwicklung. Träger, Die Halligen. 1892. Wahn schaffe, Die Ursachen der Oberflächengestalt des nordd. Flachlandes. 2. Aufl. 1901. Linde, Die Niederelbe. Lindemann, Die Nordseeinsel Helgoland. Lindemann, Helgoland einst und jetzt in „Himmel und Erde". 1905. Lukas, Helgoland in der „Geographischen Zeitschrift" 1905. Knuth, Schulflora der Provinz Schleswig-Holstein. Bänsch, Der Nord-Ostsee-Kanal. Friedrich, Der geolog. Aufbau der Stadt Lübeck; Programm des Katharineums, dein deutschen Geographentag gewidmet. 1909. Holm, Lübeck die Freie und Hansestadt. Bielefeld n. Leipzig. 1900. Hoffmann, Geschichte der Freien und Hausestadt Lübeck. 1889—1892. Hoffmann, Chronik der Stadt Lübeck. Lübeck 1908. Hoffmann, Freie und Hansestadt Lübeck. Heft 27 der Landes-und Provinzialgeschichte. Leipzig, Voigtländer. 1909. Bödeker, Geschichte der Freien und Hausestadt Lübeck. Ii. Aufl. Lübeck 1900. Adreßbuch von Lübeck. 1910. Rehder, Der Elbe —Trave-Kanal. Zur Eröffnungsfeier. 1900. Statistisches Taschenbuch für die Freie und Hansestadt Lübeck. Lübeck 1909. Hartwig, Enklaven der Freien und Hansestadt Lübeck in Oldekop, Topographie des Herzogtums Holstein usw. Bd. Ii. Kiel 1908. Ohuesorge, Überblick über die Topographie des baltischen Höhenrückens von Lauen- bürg bis Travemünde, über Lage und Entstehung Lübecks in den Verhandlungen des 17. Geographentages. Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft und des Natnrhistorischen Museunis. Zeitschrift des Vereins für lüb. Geschichte und Altertumskunde.

8. Landeskunde der Provinz Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Lübeck mit ihrem Gebiete - S. 3

1910 - Breslau : Hirt
I. Allgemeine Übersicht. 3 Preußen wird in 12 Provinzen eingeteilt, von denen dem Flächeninhalt nach Schlesien die größte, Schleswig-Holstein die zweitkleinste und Hessen-Nassau die kleinste ist, die Rheiuproviuz am meisten, Schleswig-Holstein am wenigsten Ein- wohner hat. 2. Die preußische Proviuz Schleswig-Holstein umfaßt die ehemaligen Herzog- tümer Schleswig, Holstein und Lauenburg. Sie nimmt zusammen mit dem znm Großherzogtum Oldenburg gehörigen Fürstentum Lübeck und den Gebieten der Freien und Hansestädte Hamburg und Lübeck die südliche kleinere Hälfte der cimbrischen Halbinsel ein, des am weitesten nach N sich erstreckenden Teiles des niederdeutschen Tieflandes. Holstein mit Lauenburg ähnelt einem rechtwinkligen Dreiecke (Hypo- tenuse an der Elbe und Nordsee), das in die Lücke zwischen Mecklenburg und Hannover eingeschoben ist. Schleswig gleicht ungefähr einem Rechteck, das nüt der kürzeren Seite an das Dreieck Holstein (an der untern Eider) angesügt ist. Eine natürliche Grenze hat das meerumschlungene Land im 0 an der Ostsee oder dem Baltischen Meere, im W an der Nordsee oder den: Deutschen Meere; das Land reicht „Von der Woge, die sich bäumet Längs dem Belt am Ostseestrand, Bis zur Flut, die ruhlos schäumet An der Düne flüchtigem Sand". Von der Travemündung bis Lauenburg an der Elbe fehlt im 0 gegen das zu Mecklenburg-Strelitz gehörige Fürstentum Ratzeburg und gegen Mecklenburg- Schwerin eiue natürliche Grenze. Die Trave und weiterhin der Elbe—trave- Kanal, der im Tal der Stecknitz und der Delvenan verläuft, zeigt wohl eine natür- liche Grenzlinie an, die aber vom lübeckischen und lanenburgischen Gebiet nach 0 überschritten wird. Eiue weitere natürliche Grenze wird gebildet im N durch die Königsau, im Sw durch die Elbe. „Und wo an des Landes Marken Sinnend blinkt die Königsau, Und wo rauschend stolze Barken Elbwgrts ziehn zum Holstengau." Die Königsau bildet im N etwa in der Mitte der Halbinsel auf eine Strecke von ungefähr 25 km die Grenze gegen Jütland, im W aber und 0 an der Nordsee und an der Ostsee springt die Grenze nach 3 zurück, so daß im W die Stadt Ripen (Ribe) südlich der Königsau zu Jütland gehört. Im 0 war seit langer Zeit die Förde von Kolding die Grenze des Herzogtums Schleswig, in: Wiener Frieden aber, 1864, wurde die Halbinsel Stenderup im S der Koldinger Förde bis zur Bucht von Heilsminde, die jetzt im 0 die Grenze ist, gegen dänische, im Gebiet des Herzog- tnms Schleswig gelegene Enklaven an Dänemark überlassen. Im 80, in den Kreisen Stormarn und Lauenburg, werden mehrfach Teile, die zu Hamburg, Lübeck und Mecklenburg-Strelitz gehören, von preußischem Gebiet eingeschlossen. 3. Die Provinz liegt zwischen 531/2° und 55 V2° n. Br. und zwischen 81/3° und liy30 östl. L. v. Gr. Genau hat der nördlichste Punkt an der Königsau 55° 28', 1*

9. Landeskunde der Provinz Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Lübeck mit ihrem Gebiete - S. 16

1910 - Breslau : Hirt
16 Lübeck. 28. Das Holstentor in Lübeck. Die Tortürme wurden von reichen Städten vielfach als Prunkbauten künstlerisch ausgebildet. Ein solcher Bau ist das aus dem Ig. Jahrhundert stammende Holstentor in Lübeck, das früher von anschließenden Mauern eingesagt war. Der umliegende Erdboden ist jetzt erhöht. 29. Lübeck. (Museum und Domkirche. Im Vordergrund der Mllhlenteich.)

10. Landeskunde der Provinz Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Lübeck mit ihrem Gebiete - S. 32

1910 - Breslau : Hirt
32 Landeskunde der Provinz Schleswig-Holstein. 1227. 22. Juli. Sieg Adolfs Iv. im Bunde mit norddeutschen Fürsten über Waldemar Ii. von Dänemark bei Bornhöved. 1326. Die Waldemarische Konstitution. Waldemar Iii. tritt das Herzog- tum Schleswig an Gerhard den Großen ab, Schleswig soll nie wieder mit Däne- mark zu einem Staate vereinigt werden. Nach dem Tode des letzten Schauenburgers, Adolfs Viii., wurde sein Neffe, der dünische König Christian I. aus dem Hause Oldenburg, 1460 von den Ständen zum Herzog von Schleswig und Grafen von Holstein gewählt und somit die Lande durch Personal-Union mit Dänemark verbunden. Beide Länder sollten „bliveu ewich tosamende, ungedelt". Holstein gehörte nach wie vor zu Deutsch- land und wurde 1474 zu einem Herzogtum erhoben. Dithmarschen blieb noch 100 Jahre ein Freistaat, bis 1559. Frühzeitig sand die Reformation Eingang. Um ihre Einführung haben sich verdient gemacht: Hermann Taft aus Husum, Nikolaus Boje in Meldorf, Heinrich von Zütphen (Heinrich Möller aus Zütpheu) und Bugenhagen, von dem 1542 eine schleswig-holsteinische Kirchenordnuug verfaßt wurde. Bei der Säkularisation der Kirchengüter siel der größte Teil an die Landesherren, der Adel erhielt die Klöster zu Preetz, Itzehoe, Üterseu und Schleswig. Die Verbindung der Herzogtümer mit Dänemark hatte zur Folge, daß sie in die Kriege Dänemarks verwickelt wurden. So führte die Beteiligung Christians Iv. an dem Dreißigjährigen Kriege kaiserliche und ligistische Truppen: unter Wallenstein und Tilly und später Schweden unter Torstenson ins Land. Die vielfachen Teilungen unter die einzelnen Linien des Hauses Oldenburg, wobei niemals die Eider, die Grenze zwischen Schleswig und Holstein, die Grenze der Landesteile bildete, und die Einheit dadurch gewahrt blieb, daß mancherlei einer gemeinsamen Regieruug vorbehalten wurde, hatten viele Streitigkeiten zwischen den regierenden Fürsten, besonders zwischen dem König und den Gottorser Herzögen zur Folge und führten wiederholt die Herzöge auf die Seite der Feinde Dänemarks, der Schweden. 1713 Zerstörung Altonas durch deu schwedischen General Steenbock. 1721 wurde der Gottorser (herzogliche) Anteil an Schleswig, 1773 der an Holstein (Hauptstadt Kiel) mit dem königlichen Anteil vereinigt. Seitdem hatte das Land wieder einen Landesherrn. (S. die Stammtafel auf S. 34.) Die napoleonische Zeit sah Dänemark und somit die Herzogtümer aus [eitert des französischen Kaisers. Holsteinische Truppen halfen 1809 Schill in Stralsund be- siegen. So hatten die Schleswig-Holsteiner keinen Anteil an den ruhmreichen Befreiungskriegen. 1815 wurde Holstein in den Deutschen Bund aufgenommen, Helgoland kam an England. Am 1. Januar 1895 erfolgte die Aufhebung der Leibeigenschaft. Das im 19. Jahrhundert immer mehr hervortretende Bestreben der dänischen Regierung, die Herzogtümer Schleswig und Holstein enger mit dem Hauptlande zu verknüpfen, zerstörte allmählich das sonst gute Verhältnis, in dem die Schleswig- Holsteiner zu ihrem Landesherrn gestanden hatten, und erweckte das Nationalgesühl. Diese Stimmung fand einen entsprechenden Ausdruck in dem von dem Schles- wiger Advokaten Chemnitz gedichteten, von dem Organisten Bellmann komponierten
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