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1. Erdkunde für höhere Schulen - S. 18

1907 - München [u.a.] : Oldenbourg
18 Iii. Uberblick über die Erdoberfläche und ihre Bewohner. Menschenrassen. Mit Rücksicht auf die Hautfarbe der Menschen unter- scheidet man 5 Rassen: 1. die Kaukasier — weiß, vorzugsweise in Europa; 2. die Mongolen — gelb, namentlich in Asien; 3. die Neger —■ schwarz, in Afrika; 4. die Indianer (Rothäute) — rötlichbraun, in Amerika; 5. die Malaien — braun, auf den Inseln des Großen Ozeans. Lebensweise und Beschäftigung. Die Menschen haben nicht alle die gleiche Lebensweise und Beschäftigung; vielmehr laffen sie sich in dieser Beziehung je nach ihrer Gesittung in 3 Klassen teilen: 1. Sammel-, Jäger- und Fischervölker; sie leben von dem, was sie gerade finden oder erbeuten, und haben keine festen Wohnsitze, sind roh und unwissend. 2. Hirtenvölker oder Nomaden; sie stehen aus einer höheren Gefit- tungsftufe. Zwar sind sie nicht seßhaft, aber sie besitzen bereits Herden von gezähmten Tieren: von Rindern, Schafen und Kamelen. 3. Ackerbauer; diese haben feste Wohnsitze und bebauen den Boden. Zum Ackerbau gesellen sich dann bald Gewerbe aller Art, Bergbau, Handel, Künste und Wissenschaften. Sie stehen in der Gesittung am höchsten. Wohnplätze der Menschen. Den wilden Völkern genügen Höhlen, Laub- dächer und einfache Hütten zum Schutz gegeu Wind und Wetter und zur Pflege der nächtlichen Ruhe. Die Nomaden haben Zelte. Die gebildeteren Völker fühlen das Bedürfnis nach dauerhafteren Zufluchtsstätten, in denen sie auch arbeiten können, und die ihnen die Aufnahme von Haustieren und das Ansammeln von Vorräten gestatten. Religion. Nach der Religion scheiden sich die Völker in solche, die nur einen Gott anbeten, und solche, die mehrere Götter verehren. Erstere heißen Monotheisten, letztere Heiden oder Polytheisteu. Zu den Monotheisten gehören: die Christen, die Juden und die Mohammedaner. Land und Staat. Einen von der Natur deutlich abgegrenzten Erdraum nennt man ein Land. Natürliche Ländergrenzen bilden Gebirge, Meere, Seen und Flüsse. Ein von der Natur scharf begrenztes Land ist z. B. die Pyrenäen- Halbinsel. — Ein Staat ist die Vereinignng eines Volkes unter einem Ober- Haupte. Staaten, in welchen die Herrschergewalt in einer Familie erblich ist, heißt man Monarchien. Diese sind wieder a) absolute — der Herrscher gibt unbeschränkt Gesetze und leitet den Staat; b) beschränkte (konstitutionelle) — Vertreter des Volkes wirken bei der Gesetzgebung mit. Staaten, in denen das Oberhaupt nur auf eine bestimmte Zeit gewühlt wird, sind Republiken.
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