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1. Asien, Australien, Afrika, Die deutschen Kolonien - S. 10

1914 - Leipzig : List & von Bressensdorf
10 Abb. §241. Arbeitende Elefanten (in Indien). trtbien)1). Der Islam (180 Millionen) nimmt die ganze westliche Hälfte Asiens ein: Arabien, Kleinasien, Mesopotamien, Iran, Tnran (oder West-Turkestzu, russisch), Ost-Tnrkestan (chinesisch) und das Jndusgebiet. Christen zählt man 20 Millionen (davou die meisten in den rnssisizierten Strichen Sibiriens), Juden 1 Million. i) Der Brahmanismus, so genannt nach dem obersten Gott Brahma, ist die älteste Religion Indiens. Sie hat die Kasteneinteilung vorgeschrieben (die verachteten Paria! Fakire ^Selbstpeiniger^ sind Bettelmönche), lehrt eine die Gemüter beängstigende Seelen- Wanderung und schreibt vielerlei Reinigungen (z. B. Waschungen im Ganges) und Bußen vor. — Gegen den Brahmanismus entstand um 500 v. Chr. eine Reformbewegung, der Buddhis- mus. Ihr Urheber Buddha war ein Mitglied der Adelskaste, vielleicht ein Prinz, und wohnte am Fuße des Himalaja. Der Buddhismus verwirft die Kasteneinteilung und verlangt einen rechtschaffenen Lebenswandel. Das höchste Ziel alles Strebens muß das „Nirwana" (— Er- löschen) sein, d. h. die Erlösung vou der vom Brahmanismus gelehrten Seelenwanderung und Wiedergeburt, also das Aufhören des Lebens für alle Ewigkeit- denn „alles Leben ist Leiden". Das Nirwana ist nur zu erreichen durch Rechtfchaffenheit, Selbstbesinnung und Erkenntnis der (buddhistischen) Weisheit. — In Vorderindien wurde der Buddhismus schon im 13. Jahr- hundert verdrängt. Er ist hente — neben andern Religionsformen — die Religion Chinas, Japans und Hiuteriudieus, besteht aber für die großen Massen nur noch im Gebete- plappern.
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