Anfrage in Hauptansicht öffnen

Dokumente für Auswahl

Sortiert nach: Relevanz zur Anfrage

1. Außereuropäische Erdteile - S. 189

1914 - Leipzig : Wunderlich
— 189 — 41/2 Mill. Stück Zigaretten her, vier Jahre später, 1902, bereits über 700 Millionen! b. Japan hat einen aufblühenden Bergbau. Sind doch seine Gebirge reich an Steinkohlen, Kupfer und Porzellanerde. Eisen freilich wird nur in geringer Menge gefunden und mnß daher eingefahren werden. c. Japan treibt wie Großbritannien einen regen Handel. Dieser Handel wird im Innern durch gute Straßen und Eisenbahnen, nach außeu durch eine stattliche Handelsflotte unterstützt.') Die Ausfuhr erstreckt sich besonders auf Rohseide, Seiden- und Baumwollwaren, Reis und Tee, Porzellanwaren, Lackwaren, Strohgefleäite, Kohle und Kupfer. Die wichtigsten Einfuhrartikel fiud Eisen und Eisenwaren, Maschinen, Zucker, Getreide, Petroleum. Deutschland bezieht aus Japan Haupt- sächlich Seide, Kupfer und Reis und Strohbänder zur Hutfabrikatiou. — Die wichtigsten Handelsstädte sind Jokohama und Nagasaki. d. Japan' hat wie Großbritannien einen sorgfältig geregelten Ackerbau. Es ist infolge seines wertvollen Bodens und seines milden, feuchten Klimas eins der fruchtbarsten und Wohlangebautesten Länder der Welt. Jedes nutzbare Fleckchen Erde wird angebaut. Niedrige Berge siud vom Fuße bis zu ihrer Spitze, Felsen wenigstens auf dem Scheitel urbar gemacht. Die wichtigsten Erzeugnisse sind Reis, Tee, Baumwolle und Tabak. Außerdem zieht man Maulbeerbäume zum Zwecke der Seidenraupeuzucht und der Bastgewinnung. Unser Bild (S. 190) zeigt uns eine japanische Landschaft. Jm'schutze einer mächtigen Eiche stehen leicht gebaute Bauerhütten,' deren Bewohner auf den umliegenden Feldern beschäftigt sind. Jenseits des fischreichen Flusses, der auf einer geschwungenen Brücke überschritten wird, liegt auf einer Anhöhe, halb von Pinien verdeckt, ein Tempel, und dahinter erhebt sich das schneebedeckte Haupt des Fuschijama. Auf Grund der angestellten Betrachtungen gelangen wir zu einer dritten Hauptfrage: Iii. Worauf ist es zurückzuführen, daß Japan ein so blühender Staat ist? Die Gründe hierfür sind folgende: 1. Die Japaner sind ein sehr gut beaulagter Volks- stamm. Körperlich ähneln sie zwar in vielen Dingen den Chinesen (Gesichtsfarbe, hervorstehende Backenknochen, scheinbar schiefliegende Augen, schwarzes, straffes Haar!), aber sie zeichnen sich vor ihren Nach- barn durch Ordnungsliebe, Tatkraft, Kunstsinn und durch das Strebeu *) 1912 zählte Japans Handelsflo tte 21735 Seeschiffe einheimischer und 10767 Seeschiffe europäischer Bauart, darunter 2789 Dampfer. Die Leistungs- fähigkeit der jungen Kriegsflotte zeigte sich in überraschender Weise im Russisch- japanischen Kriege (1904 05).
   bis 1 von 1
1 Seiten  
CSV-Datei Exportieren: von 1 Ergebnissen - Start bei:
Normalisierte Texte aller aktuellen Treffer