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1. Lehrbuch der allgemeinen Erdkunde - S. 202

1836 - Leipzig : Schumann
202 Allgemeine Erdkunde. (Malaya) auf Neu-Seeland und die bei weitem überwiegende Mehr- zahl der Südsee-Insulaner. $.863. Die äthiopische oder Neger-Rasse. Sie hat schwarzes wolliges Haar, schwarze Augen, stumpfe Nase, wulstige Lippen, vorwärtsstehende Kiefern und zurückstehenden Vorderkopf. Als Typus dieser Rasse erscheinen die Neger im Süden der Sahara, in Ober- und Nieder - Guinea und in Nubien. Sie sind im All- gemeinen nicht groß. Die Jaloffen in Senegambien und die Käfern an der Südostküste Afrika's gehören ebenfalls der Negerrasse an, sind aber schlanker, besser gebaut, nähern sich der kaukasischen Rasse etwas mehr als die übrigen. Die Kasern sind auch mehr dunkelbraun als schwärzlich. Die Fulahs im westlichen Afrika stehen zwischen Negern und Mauren mitten inne, ihre Farbe ist dunkel, keineswegs schwarz und das Haar nicht wollig, sondern weich und glatt. §. 864. Die Hottentoten haben eine schmuzig gelbbraune Farbe, platten Vorderkopf, wulstige Lippen und geplätschte Nasen; das Haar ist wollig, die Kiefern stehen vor und das ganze Gesicht hat, besonders wegen des spitzigen Kinns, eine Art von dreieckiger Gestalt. §. 865. Ähnlichkeit mit den afrikanischen Negern haben die Australneger auf Neu-Holland, Neu-Britannien, Neu-Jreland, den neuen Hebriden, Neu-Kaledonien rc. und die Papus auf Neu-Guinea." Dieser Stamm, zu welchem die ins Innere ge- drängten Urbewohner der großen malayischen Inseln Borneo, Cele- des , Sumatra k. und einige Stämme auf der Halbinsel Malakka gehören, werden von den Meisten als eine Nebenart der Negerrasse betrachtet und stehen auf der tiefsten Stufe menschlicher Gesittung. Ihr Haar ist übrigens nicht immer wollig, die Kiefern ragen aber meist so weit vor, daß der Auslralneger viel Aehnlichkeit mit dem Oran^-Utang hat. Die Küstenbewohner auf den meisten der ge- nannten Inseln sind aber Malayen. tz. 866. Durch die Vermischung dieser Nassen untereinander entstehen eine große Menge von Varietäten. So zeugt der Weiße mit dem Neger den Mulatten, mit einem Weibe ameri- kanischer Rasse den rothen Mestizen, mit einer Hindu den gel- den Mestizen. Die Mulatten zeugen unter einander Kasten, der Europäer mit der Mulattin einen Terzeron, mir dem Terzeron, einen Quarteron, der fast gar nichts Negerartiges mehr an sich hat, und schon beim Terzeron ist das Haar mehr schlicht als wollig. Ein Kind, das ein Chinese mit einer Malayin erzeugt, heißt in Malaya Teko; Kinder eines Hindu und einer Negerin nennt man Buganesen, die eines Hottentoten mit einem Weißen Baster. , , 867. Uebrigens ist nicht nothwendig, daß jedes irgend einer Rasse angehörende Individuum gerade alle oben angegebenen Eigenthümlichkeiten und besonderen Merkmale in sich vereinige; denn häufig sind nur allgemeine, obwohl immer schon auf den ersten Blick zu erkennende Verschiedenheiten vorhanden. Die Mannig- faltigkeit im Gepräge der einzelnen Physiognomien ist unendlich,
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