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1. Bilder aus Frankens Vergangenheit - S. 158

1914 - München : Oldenbourg
— *58 — Medaillen, ^ Kreuze der Ehrenlegion, darunter drei an Gemeine, und sechs nachträgliche Belobungen durch den König von Bayern. Nur fünf Tote ließen die Würzburger Lbevaulegers auf den Feldern der Schlachten — ein rühmlicher Beweis für ihre Gewandtheit im (Einzel-gefecht. (Ehre den braven Reitern aus fränkischen Gauen! 21. Die Sachsengräber bei Miltenberg und Kleinheubach. Kaum war das unter den gewaltigen Tritten des Kriegsfürften jener Zeit hart bedrängte Land der Sachsen nach der Schlacht bei Leipzig von der Fremdherrschaft befreit, so schloß es sich der deutschen Volkserhebung an. wie überall in Deutschland wurden auch hier Linienmilitär, Freiwillige und Landwehr organisiert zur Verfolgung des über den Rhein geflüchteten Kriegsmeisters. Das „Banner der freiwilligen Sachsen", ein Korps von zwei Jägerbataillonen, einem Reiterregiment, einer Abteilung Schanzgräber und einer fahrenden Batterie in der Gesamtstärke von 5000 Mann, marschierte im Frühjahr durch Thüringen nach Würzburg. £ner teilte es sich. Die Reiterei ging auf Aschaffen bürg, das Jägerregiment über Wertheim und Freudenberg nach Itc iltenberg, wo es am \2. April nachmittags ankam. Die z. und 4. Schützenkompagnie des ersten Bataillons wurden nach dem Miltenberg schräg gegenüberliegenden Dorfe Großheubach kommandiert. Die 3. Kompagnie war bereits zum größten Teile übergesetzt, der Rest und ein Teil der 4. Kompagnie bestieg eine zweite Fähre. Der wasserstand des Maines war sehr hoch, der Tag für diese Jahreszeit ungewöhnlich heiß. Ls wurde ernstlich gewarnt, das Fahrzeug nicht zu überfüllen; die zurückbleiben mußten, sollten nachher abgeholt werden; auch wurde geraten, Tornister und Waffen abzulegen. — Warnung und Rat blieben jedoch erfolglos. Alle eilten der Fähre zu und überfüllten sie, alle behielten Tornister und Waffen. Die braven Schiffer stießen das überladene Fahrzeug mit Vorsicht und Kraft vom Lande ab. (Es ging schwerfällig in bedenklicher Bewegung. Da eilten noch zwei zurückgebliebene Schützen mit einem kleinen Nachen der Fähre nach, erreichten sie, wobei es dem einen gelang, durch einen Sprung auf dieselbe zu kommen. Der andere sprang zu kurz und fiel ins Wasser. Der Versuch, ihn in die Fähre zu ziehen, mißlang. Viele Leute im Fahrzeug drängten sich zur Rettung an eine Stelle, andere liefen hin und her. Dadurch ging das Gleichgewicht verloren; die Fähre schlug um und die Insassen versanken in den Wellen. Drei Schiffer und 62 Freiwillige, unter ihnen ßauptmann von pausen, ertranken im wirren, verzweifelten Kampfe mit den wogen. Unglückliche, die sich schwimmend retten wollten, wurden von anderen in die Tiefe gezogen. Wohl eilten vom Ufer zahlreiche hilfsbereite Leute

2. Bilder aus Frankens Vergangenheit - S. 175

1914 - München : Oldenbourg
Hier sahen wir einen neuen (Eilwagen, der täglich zwischen Berlin und Potsdam verkehren sollte, wenn man sich drei in gerader Linie aneinandergebaute, in sehr guten Stahlfedern hängende elegante Ballonwagenkästen denkt, welche zur Beherbergung von \6 Reisenden eingerichtet sind und von denen jeder oben mit einer seichten Lade zur 2luf-bewahrung leichten Gepäckes versehen ist, dann sich das Ganze auf einem verhältnismäßig langen Gestelle vorstellt, so hat man einen ungefähren Begriff von dem Gefährte. Allerdings glaubte ich bet Betrachtung des Wagens annehmen zu dürfen, daß der Koloß sich sehr leicht zum Umfallen neige. Kamen doch derartige Unfälle besonders in der Zeit nach den Franzosenkriegen, wo alle Straßen schrecklich zugerichtet waren, und auf schlechten Gebirgswegen recht häufig vor. 9. Das Jahr 1848 in Unterfranken. wie auf Sturmwindes Schwingen schritt von Frankreich her eine neue Zeit durch die Lande. Aus langem Schlummer machten Deutschlands Völker auf und forderten, was ihnen im wiener Kongreß für die vielen Opfer an Gut und Blut, die sie in den Kriegen gegen Napoleon gebracht hatten, versprochen worden war. 3n allen Städten fanden Volksversammlungen statt und diese faßten ihre wünsche in Entschließungen zusammen, welche der Regierung und dem Landesherrn vorgelegt wurden. Auch in würzburg tat man nach dem Beispiele der übrigen größeren Städte. Am 7. März j,8^8 beriet man in einer Bürgerversammlung den Inhalt einer Adresse, die an den König abgehen sollte. Befreiung der presse aus den Fesseln der Zensur, Freiheit der Meinungen und Bekenntnisse, Wahl der Standschaft aus allen Klassen der Staatsbürger, Erweiterung der Hechte des Landtages, Verantwortlichkeit der Minister, Freiheit des Hechtes der Vereinigung, Gleichberechtigung aller Glaubensbekenntnisse, Öffentlichkeit und Mündlichkeit der Hechtspflege, (Einführung der Schwurgerichte, ein neues Polizeistrafgesetzbuch und Überweisung der Polizeistrafgewalt an die Justiz, gerechte Besteuerung, Ablösung der Grundlasten, Vereidigung des Heeres auf die Verfassung, Unterstützung der (Einberufung eines Heichsparlamentes —-das waren die wünsche des Volkes, die in der Würzburger Adresse niedergelegt waren. Bereits am nächsten Tage waren mehr als jooo Unterschriften beisammen. Noch vor der Überreichung des Schriftstückes an den König traf die Nachricht in der Frankenstadt ein, daß König Ludwig I. eine Proklamation erlassen habe, welche die (Erfüllung des größten Teiles der Volksforderungen enthalte. Im Theater las ein Studierender die Königliche Botschaft von der Tribüne laut vor und es folgte ein allgemeines Hoch. Die Straßen waren ungemein belebt, die Häuser wurden schnell erleuchtet und eine freudige Menge zog vor das Schloß um der Kronprinzessin ein stürmisches Vivat zu bringen. Sie erschien mit dem

3. H. G. Bohrs Lehrbuch der Geschichte des Mittelalters - S. 38

1853 - Kopenhagen : Gyldendal
38 476 — 1100. nigs waren höher, als die feindlichen, weshalb die Norweger ihre Spieße mit größerer Kraft werfen, und leichter die eisernen Haken befestigen konnten, womit man die Schiffe festzuhaltcn suchte, bis man die Mannschaft durch Kampf vom Verdecke aus niedcrgemetzelt hatte. Nach einem hartnäckigen Kampfe mußte die dänische und schwedische Flotte sich zurückziehen. Allein nun kam Erich Jarl mit seinen Normännern hinzu und räumte allmählich auf König Olufs Schiffen, „Ormen hin Lange" ausgenommen, auf. Allein auch diesem Schiffe wurde von den es umzingelnden Schiffen mit Schwertern, Spießen und Pfeilen hart zugesetzt; viele von König Olufs Mannen sprangen auf den Rand des „Orm", um die tiefer liegenden Schiffe mit dem Schwerte erreichen zu können, und in der Hitze des Gefechts gingen sie in's Wasser, gleich als stritten sic auf dem Lande, und sanken vermöge ihrer schweren Rüstung unter. Erich Jarl stand im vorderen Raume seines Schiffes, von einer Schildburg umschlossen. Allein Einar Thambeskjwlver, der tüchtige Bogenschütze auf „Ormen hin Lange" zielte auf ihn und schoß einen Pfeil ab, der dicht über den Kopf des Jarls wegflog und sich so tief in's Steuer hineinbohrte, daß er grade in das Tau hincinging, welches um den Schaft gewunden war. Der Jarl sah sich nach dem Pfeile um und fragte, ob ihm Jemand sagen könne, wer das sei, der so stark schösse; im selben Augenblicke sandte Einar einen zweiten Pfeil ab, der dem Jarl zwischen dem Arm und der Seite hindurchfuhr und sich durch die Ruderbank bohrte, so daß die Spitze an der andern Seite zum Vorschein kam. Da sagte der Jarl zu einem seiner Leute: „Schieß mir den großen Mann dort mit dem Bogen!" Einar schickte sich grade an, seinen drit- ten Pfeil abzusenden, als sein Bogen in der Mitte von Erich Jarls Bogenschützen getroffen wurde, so daß Ei- nars Bogen mit Geräusch zerbrach. „Was zerbrach da?" fragte Oluf. „Norwegen in Eurer Hand, König! " antwortete

4. H. G. Bohrs Lehrbuch der Geschichte des Mittelalters - S. 167

1853 - Kopenhagen : Gyldendal
1100 — 1517. 167 nur in seiner eignen Einbildung cxistirte. Kolumbus war fast immer auf dem Verdecke, feine Instrumente in der Hand, er schlief nur wenig und zeichnete alle feine Beobachtungen aufs Genauste auf. Es war ihm eine wunderbare Macht gegeben, die trotzigen Gemüther zu beherrschen, die Verzagten zu trösten und alle durch die Hoffnung auf Neichthum und Ehre aufzumuntern. Sie erreichten nun den östlichen Passat und in mäßiger Fahrt glitten die Schiffe nun zum Schrecken der Seefahrer vor- wärts, welche meinten, daß dieser beständige Ostwind sie für immer an der Heimkehr hindern werde; allein Kolumbus, der einzige Mathematiker am Bord, gab den zurückgelegten Weg ab- sichtlich kürzer an, als er wirklich war. Große Massen schwim- mender Seepflanzen schienen das schiffbare Meer zu begränzen, selbst die Magnetnadel zeigte eine westliche Abweichung, welche auf einer gewissen Länge und Breite einzutreten pflegt, damals jedoch noch nicht bekannt war. Kolumbus suchte den Muth der Andern aufrcchtzuerhalten, obwohl dieser letztgenannte Um- stand ihn selbst in Verwirrung fetzte; man sah Vögel ihren Flug nach Südwesten richten, die Flotte veränderte ihren Cours und steuerte eben dahin. Endlich bemächtigte sich die vollstän- digste Verzweiflung des Schiffsvolkes, die Lebensmittel verdarben und jede Hoffnung schien eitel zu sein; Kolumbus sagte, er wolle nicht von seinem Vorhaben abstehen, bevor er mit Gottes Hülfe Indien gesunden habe. Und es gelang, die Ungeduld des Schiffsvolkes zu beschwichtigen, indem er sie aus unzweifel- hafte Spuren des nahen Landes aufmerksam machte: man sah Vögel, deren schwerfälliger Flug verrieth, daß sic keinen langen Weg würden zurücklegen können, man fischte einen kunstvoll ge- . schnittenen Stock und einen Zweig mit frischen Beeren auf. Die Sonne ging den Ilten October unter und Kolumbus befahl, die Schiffer beilegen zu lassen und gut auszupassen, damit man nicht in der Dunkelheit auf Klippen triebe. In der Nacht
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