Hilfe und Dokumentation zu WdK-Explorer

Diagramm für Aktuelle Auwahl statistik

1. Geschichtsbilder aus den Reichen der Langobarden und merowingischen Franken - S. 44

1892 - Gütersloh : Bertelsmann
44 Die Langobarden bis zum Verlust ihrer Selbständigkeit. Weiler aber darf man nicht gehen; von einer wirklichen Verknechtung aller Römer im Reich ist nie, auch in den Stürmen der ersten Jahre nicht, die Rede gewesen. Auch geschahen die späteren Ausbreitungen nicht mehr gewaltsam. Es kam vielmehr jetzt zu einer geordneten Landteilung, wie sie auch bei Ost- und Westgoten und andern germanischen Völkern vorgenommen worden war, nach den Grundsätzen der sogenannten „Gastfreundschaft" (hospitalitas); d. H. jeder römische Grundbesitzer war als Wirt gezwungen, einem langobardischen selbständigen Freien als seinem Gast ein Dritt-teil seines Landbesitzes abzutreten. Doch auch diese Abtretung fand oft nicht wirklich statt; vielmehr begnügten sich die Langobarden, abgesehen von den ersten Eroberungen, bei ihrer späteren Ausbreitung damit, statt des Eigentums an Grund und Boden nur ein Drittel des Ertrags, der Früchte, zu erlangen; und da thatsächlich die römischen Großgrundbesitzer schon seit Jahrhunderten ihre Landgüter nicht selbst bewirtschafteten, sondern sie an Kolonen (persönlich freie, aber an die Scholle gebundene Zinspflichtige, die nur einen Teil des Ertrags für sich behielten, das Meiste dem Herrn ablieferten) zur Bewirtschaftung verliehen, so gestaltete sich das Verhältnis zwischen Wirt und Gast, Römer und Langobarde, meist so, daß der Römer dem Langobarden den dritten Teil seiner Kolonen, also auch den dritten Teil seiner Ansprüche gegen die Kolonen abtrat. Daher erklärt es sich auch, daß wir häufig Langobarden in den Städten lebend finden. Es war nicht notwendig für sie, auf dem Lande zu wohnen und selbst den Acker 31t bestellen; ihre Kolonen hatten ihnen den vertragsmäßigen Teil des Ertrags, in Früchten oder in Geld, abzuliefern. Freilich eignete sich der Langobarde solche Anteile an Früchten oder Kolonatsrechten oft noch außer dem Grundbesitz an, den er bei der ersten Ansiedelung als seinen ursprünglichen Anteil vom eroberten Lande erhalten hatte. Ging es auch sicher nicht ohne vielfache Bedrückung und Vergewaltigung der römischen Bevölkerung ab, so wurden doch nur die im Kriege gefangenen und nicht ausgelösten Römer verknechtet, alle übrigen blieben frei und lebten unter sich nach römischen und zwar justinianischen Gesetzen, während bei den Langobarden natürlich langobardisches Recht galt. In gemischten Fällen, d. h. überall, wo Verhältnisse zwischen Römern und Langobarden obwalteten, wurde, mit einigen notwendigen Änderungen und Zusätzen (die aber erst feit 584 festgestellt wurden), auch nach langobardischem Rechte verfahren. Daß inan den Römern ein Wergelt) zubilligte, das Recht der Fehde aber untersagte, ist selbstverständlich. Von einer Verschmelzung von Römern und Langobarden zu dem Mischvolke der Lombarden konnte natürlich erst die Rede fein, als die Einwanderer allmählich das katholische Bekenntnis annahmen, was erst im zweiten Viertel des siebenten Jahrhunderts geschah. Von den Schichten 6er langobardischen Bevölkerung stand der alte Volksadel oben an; ihm

2. Geschichtsbilder aus den Reichen der Langobarden und merowingischen Franken - S. 179

1892 - Gütersloh : Bertelsmann
Rückblick und Vorschau, zugleich Einleitung in die fränkische Geschichte. 179 manen zur römischen Bevölkerung, die ihre neuen Herren verhältnismäßig früh zu romanisieren wußte. Obgleich sich ihre Lage in den einzelnen Staaten verschieden gestaltete, so behielt sie doch allenthalben ihre persönliche Freiheit, ihr Recht und ihr bewegliches Vermögen. Und wenn sie sich auch eine Landteilung gefallen lassen mußte, so erfolgte diese doch im Anschluß an Grundsätze des römischen Verwaltungsrechtes, nämlich nach dem Vorbilde des römischen Einquartierungssystems, welches kennen zu lernen die Germanen im römischen Dienste reichliche Gelegenheit gefunden hatten. Und auch die innern Einrichtungen der neuen Reiche knüpfen in wesentlichen Punkten an die vorgefundenen römischen Institutionen an. Die Bur-gunden, Westgoten und Wandalen haben sie freilich bald in selbständiger Weise umzubilden begonnen. Dagegen fungierte in Italien die alte römische Verwaltungsmaschine bis zur langobardischen Eroberung ohne erhebliche Störungen fort. Odowakar ließ den Senat und den ganzen römischen Beamtenapparat bestehen, und Theoderich liebte es, die althergebrachten Formen fast mit Ängstlichkeit zu wahren. Sieht man aber nicht auf die Formen, sondern auf das Wesen der Dinge, so wird man sich freilich der Wahrnehmung nicht verschließen, daß sich nichtsdestoweniger mit dem Entstehen der ostgermanischen Staaten eine Veränderung von weltgeschichtlicher Tragweite vollzogen hat. Der springende Punkt ist, daß in ihnen zuerst der römische Westen neue Herren empfangen hat. Das haben die Römer lebhaft empfunden, und die Germanen haben es ihnen deutlich zum Bewußtsein gebracht. Und wenn der germanische König von jenen „der Herr des Staats" genannt wird, so haben sie damit eben den Widerspruch ausgedrückt, der zwischen dem wahren Sachverhalt und dem abgelebten Gedanken des römischen Imperiums obwaltete. Übrigens bildeten die Staaten der Ostgermanen nur den Übergang zu einer gründlichen Umformung der abendländischen Welt, welche durchzuführen den Franken befchieden war. In Italien wurde den Franken durch einen andern westgermanischen Stamm, die Langobarden, tüchtig vorgearbeitet, ein schneidiges Volk aus härterem Stoff als die bildsamen und duldsamen Ostgoten. (I) Die Langobarden. Die Langobarden, deren Geschichte, wie wir annehmen dürfen, noch frisch vor dem Gedächtnis unsrer Leser steht, sind das einzige westgermanische Volk, das sich, wie die gotisch-wandalischen, bei seiner Wanderung zuerst nach Südosten wandte,*) ja das einzige, das überhaupt völlig aus- *) Von den Markomannen abgesehen, die hier nicht in Betracht kommen, weil sie in viel frühem Zeit wanderten und ihre Wanderung aus ein viel kleineres Gebiet beschränkten. 12*

3. Geschichtsbilder aus den Reichen der Langobarden und merowingischen Franken - S. 180

1892 - Gütersloh : Bertelsmann
180 Die Franken bis zum Untergange der Merowinger. gewandert ist und die deutsche Erde ganz verlassen hat; denn die Alamannen blieben auf ursprünglich germanischem Boden, die Besetzung Britanniens geschah nicht auf einmal, durch ein Volk in seiner Gesamtheit, sondern allmählich, durch einzelne Scharen drei verschiedener Stämme, die größtenteils in ihren alten Sitzen verharrten, und die Franken haben wohl Gallien erobert, dabei aber ihre Stammländer am Rhein nicht aufgegeben und den Zusammenhang mit der deutschen Muttererde nie verloren. Zeigten die Langobarden sich darin den Ostgermanen ähnlich und hat ihr Reich in Italien mit den Reichen der Wandalen, Burgunden, Westgoten und Ostgoten auch das gemeinsame Merkmal, daß in ihm von Anfang an außer dem nationalen Gegensatz zwischen der germanischen und der ihr an Kopfzahl überlegenen römischen Bevölkerung auch ein folgenschwerer konfessioneller Zwiespalt obwaltete, so sind doch die Verschiedenheiten bedeutender als das Gemeinsame. Schon bei der Gründung des Reiches treten die widerstandskräftigen Langobarden ganz anders auf als z. B. die milden Oftgoten; das zeigt sich namentlich in ihrem Verhältnis zu den Römern und zu den römischen Institutionen. Wo die Langobarden festen Fuß fassen, da fegen sie das römische Verwaltungssystem und die römische Ämterverfassung hinweg; sie schaffen nicht einen Zwitterstaat, sondern ein rein nationales Staatswesen. Die Römer wurden nicht als gleichberechtigtes, sondern als unterjochtes Volk behandelt. Noch um die Mitte des siebenten Jahrhunderts ^ ist das Volksrecht frei von römischen Einflüssen. Erst als der Staat eine feste volkstümliche Grundlage gewonnen hatte, begann eine maßvolle Anlehnung an römische Einrichtungen und die staatsrechtliche Gleichstellung der römischen Bevölkerung sich anzubahnen. Die Reiche der Burgunden, der Wandalen und der Ostgoten sind als arianische Reiche im Kampfe mit katholischen Mächten untergegangen. Die Westgoten traten allerdings länger als ein Jahrhundert vor ihrem Untergang zum Katholizismus über; aber der Klerus gewann bei ihnen so weitgehenden Einfluß auf die Leitung der öffentlichen Angelegenheiten, daß er die Staatsgewalt untergrub und dem Reiche die Kraft raubte, sich gegen die Angriffe des Islam zu wehren. Dagegen war bei den Langobarden seit ihrem Übertritt zur römischen Kirche an die Stelle des überwundenen konfessionellen Zwiespaltes ein politischer Gegensatz^ getreten, nämlich der Gegensatz gegen die weltliche Machtsphäre des Papsttums; eine dritte Macht — das fränkische Königtum — mußte eingreifen, um diesen Konflikt zum Austrag zu bringen. Dabei kamen die Langobarden um ihre Selbständigkeit und wurden zu einem Gliede des großen Frankenreichs, womit sie das Schicksal aller westgermanischen Völker und der Burgunden teilten.

4. Geschichtsbilder aus den Reichen der Langobarden und merowingischen Franken - S. 43

1892 - Gütersloh : Bertelsmann
König Kleffo, etwas über langobardische Verfassung, Abzug der Sachsen rc. 43 Seitenzweig der im Mannesstamm ausgestorbenen Lethinge, welcher mit Audoin zur Herrschaft gelangt war, schon nach einem Vierteljahrhundert wieder ab. Bei der hohen Machtstellung der Herzoge lag die Gefahr nahe, daß das eben gegründete, aber noch nicht ausgebaute Reichsgebäude, dem auf einmal der Hausherr fehlte, in eine Anzahl Herzogtümer zerbröckle. Aber die Volksedlen und Freien erkannten selbst einmütig, daß der junge Staat einer einheitlichen Leitung, eines mächtigen Königtums bedurfte; deshalb traten sie in Pavia zusammen zur Wahl eines neuen Oberhauptes und erkoren einen aus ihrer Mitte. Kleffo. den Herzog von Bergamo, aus dem altedlen Geschlechte des Beleos, einen tapfern und thatkräftigen Mann. Die spärlichen Nachrichten, die uns über seine kurze^ Regierung überkommen sind, lassen erkennen, daß Kleffo irrt ganzen auf dem von Alboin betretenen Weg in äußerer Ausdehnung und innerer Ausgestaltung des Reiches fortschritt; doch war er rauher und willkürlicher als jener. Zweierlei wird aus seiner Regierungszeit besonders hervorgehoben: die harte Behandlung der römischen Bevölkerung und — damit zusammenhängend — die Ergreifung festen Grundeigentums durch die Langobarden. Die Langobarden in Italien waren, außer den Wandalen in Afrika, die einzigen Germanen, die ihr Reich auf altrömischem Boden ohne irgend welchen Vertrag mit einem Kaiser, einem Statthalter oder der Einwohnerschaft lediglich als Eroberer begründeten. So geschah denn das erste Eindringen und auch die erste Niederlassung sehr gewaltsam; gar viele vornehme, reiche Römer, welche sich durch die Flucht in den Süden nicht retten konnten oder wollten, wurden erschlagen, kriegsgefangen, also verfechtet, ihre ländlichen Besitzungen, wie selbstverständlich die des römischen Fiskus, als erobertes Land vom König und dem Volksheer angeeignet. Das gleiche Geschick traf aber auch die Stadtgemeinden; wohin die Eroberer drangen, da hoben sie die städtische Verfassung auf. Das war aber ein ganz besonders harter Schlag; denn die ganze antike, zumal römischitalische Kultur und das Kulturleben beruhte auf der Stadt, war ein städtisches. Auch die Ländereien der Stadtgemeinden verfielen der Verteilung, und schlimm erging es im Anfang auch den Kirchen und Klöstern, sowie den einzelnen Priestern bis gegen Mitte des stebenten Jahrhunderts. Die Einwandrer waren zum Teil noch Heiden, zum größern Teil Arianer, und als solche unzweifelhaft nicht ohne Erbitterung gegen die Katholiken, obgleich diese bei den Langobarden lange nicht so leidenschaftlich war wie etwa bei den Wandalen. Der Hauptgrund, daß vorzugsweise Klöster und Kirchen angegriffen und beraubt wurden, lag gewiß darin, daß hier die meisten Reichtümer geborgen waren. So wurden denn die Priester, wenn sie sich der Beutegier der Eroberer widersetzten, natürlich nicht geschont, die Kirchen geplündert, die Ländereien derselben von der Krone eingezogen oder verteilt.

5. Die alten Deutschen während der Urzeit und Völkerwanderung - S. 155

1893 - Gütersloh : Bertelsmann
21. Die Schlacht bei Adrianopel und weitere Kämpfe. 155 im Westen des Reiches, an Feldherrntüchtigkeit nicht nach- stehe, und womöglich die Goten bezwingen, ehe Gratian ihm zu Hülfe käme. Ebenso eifrig wünschte Frid igern eine Schlacht zu liefern, bevor Verstärkung für die Feinde einträfe. Am 9. August brach das kaiserliche Heer mit Sonnen- aufgang auf, die Goten aufzusuchen. Das Gepäck ließ man dicht bei Adriauopel zurück. Anderthalb Meilen mußten die schwergewappneten Krieger auf schlechtem Wege im Schnell- sckiritt marschieren, und dabei stieg die Sonne immer höher und schien heiß herab. Es war um Mittag, als sie die kreisförmige Wagenburg des gotischen Heeres erblickten. Unter dröhnendem Kriegsgesang ordneten sich die Goten. Die rö- mischen Feldherrn stellten ihre Reihen so auf, daß die Reiter das Vordertreffen bildeten und dahinter erst das Fußvolk stand. Da, als die Römer das Signal zum Beginn des Kampfes jeden Augenblick erwarteten, schritt aus dem gotischen Heerhausen eine Gesandtschaft hervor, die um Frieden bat. Dem Kaiser erschienen aber die Gesandten nicht vornehm genug, er verlangte, daß die edelsten Fürsten selbst kämen als Bürg- schaft, daß das Anerbieten ernsthaft gemeint sei. Die Ge- sandten kehrten um. Es verging wieder eine Zeit. Mittler- weile standen die ermüdeten Legionen im Sonnenbrände hung- rig und mit trocknen Kehlen da. Der schlaue Fridigern ver- zögerte nämlich nur darum den Ansang des Kampfes, weil er erst die Ankunft einer ostgotischen Reiterschar, die ihm Hülfe zugesagt hatte, abwarten wollte. Daher entsandte er noch einmal einen Boten, mit der Bitte, der Kaiser möchte etliche vornehme Männer ins Gotenlager schicken, die er seinem Volke gegenüber für Geiseln ausgebeu könnte; die Bürgschaft dafür, daß sie unversehrt blieben, nehme er auf sich; anders könne er den Wunsch des Kaisers nicht erfüllen. Jetzt siegte bei dem wankelmütigen Valens die Bedenklichkeit über die Ent- schlossenheit. Er zeigte sich bereit, wenigstens einen seiner Großen hinübergehen zu lassen, und der kühne Richomer, ein Franke von Geburt, erbot sich dazu freiwillig. Während er aber auf das gotische Lager zuschritt, änderte sich plötzlich die Sachlage durchaus. Die beiden Führer der römischen

6. Die alten Deutschen während der Urzeit und Völkerwanderung - S. 287

1893 - Gütersloh : Bertelsmann
36. Totila, der große Gotenheld. 287 Dieser kam den Flüchtigen ganz nahe und holte auf Totila aus, um ihm den Speer in den Rücken zu stoßen. Ein junger Gote aber sah dies und schrie voll Entsetzen und Angst für den geliebten Fürsten: „Hund, was beginnst du? Wagst du, die Hand wider deinen Herrn zu erheben?" Kaum hörte Asbad, daß er den König vor sich habe, so holte er mit aller Kraft aus und bohrte ihm den Speer zwischen die Schulter- blätter tief in den Rücken hinein. Der Stoß war tödlich. Aber zwei der treuen Goten ritten rechts und links dicht an den wunden König heran und nahmen ihn so in die Mitte. Auf diese Weise setzten sie mit ihm die Flucht fort, obwohl er kaum noch ein Lebenszeichen gab. Asbad erhielt von dem Goten Skipuar einen Hieb ins Bein. Da gaben seine Ge- fährten die Verfolgung auf und kehrten mit ihm um. Des Königs Getreue aber glaubten im Dunkel der Nacht, die Ver- folger seien ihnen noch auf den Fersen, und flohen weiter. Endlich gelangten sie in ein Dörslein mit Namen Caprä. Hier rasteten sie, hoben den König vom Roß, trugen ihn in die Hütte einer armen Frau und verbanden ihm die schreckliche Wunde. Er aber starb ihnen unter den Händen. Ein edles Herz stand still. Da beweinten die treuen Männer ihren geliebten Herrn, gruben ihm schnell ein Grab, zimmerten einen einfachen Sarg und bargen den teuern Leichnam in die Erde. Dann wichen sie von dannen. Die Kaiserlichen wußten nicht, daß Totila gestorben sei, bis ihnen die Frau, in deren Hütte er seine Heldenseele aus- gehaucht hatte, es milteilte und sein Grab zeigte. Trotzdem wollten sie nicht daran glauben und gruben an der Stelle nach. Da fanden und öffneten sie den Sarg mit der Leiche des Königs. Selbst den Feinden flößte der ernste Anblick Ehrfurcht und Trauer ein. Sie wagten es nicht, den toten Helden zu beschimpfen. Nur den blutigen Mantel und den edelsteingezierten Königshut nahmen sie ihm, um diese Gegen- stände dem Narses zu überbringen. Dann gaben sie ihn dem Schoß der Erbe wieder. So verlor Totila Thron und Leben, nachdem er elf Jahre lang König der Goten gewesen war. Selbst der feindliche

7. Die alten Deutschen während der Urzeit und Völkerwanderung - S. 156

1893 - Gütersloh : Bertelsmann
156 21. Die Schlacht bei Adrianopel und weitere Kämpfe. Vorhut Hutten sich thöricht genug in ein Handgemenge mit den gegenüberstehenden Feinden eingelassen und mußten sich » mit blutigen Köpfen zurückziehen, ein übles Vorzeichen für den Erfolg der Schlacht. Das Getümmel hinderte Richomer weiter vorzuschreiten; und in demselben Augenblicke sausten auch die ostgotischen Reiter aus den Bergschluchten schnell wie der Blitz herbei. Fridigern hatte seinen Zweck erreicht, die Römer hatten durch nutzlose Verhandlungen die beste Zeit verloren. Von allen Seiten begann nun die Schlacht. Vor dem furchtbaren Anstürmen der Goten wichen gleich anfangs die Römer zurück. Aber die ermutigenden Zurufe der Feldherren brachten sie wieder zum Stehen, und das Schlachtgewühl schwoll wie eine Feuersbrunst an. Wütend stießen die feind- lichen Reihen aufeinander. Der linke Flügel der römischen Reiter drang fast bis zur Wagenburg vor, aber er blieb ohne Unterstützung und wurde deshalb von den allenthalben ein- stürmenden Goten erdrückt. Das Fußvolk stand nun ohne Deckung da, und so eng waren die Scharen zusanimengedrängt, daß die Soldaten kaum das Schwert ziehen und die Hände rühren konnten. Der Himmel war von Staubwolken ver- hüllt, betäubendes Geschrei erfüllte die Luft. Überall brachten die Geschosse Verderben, weil keiner sie kommen sah und sich decken konnte. Flucht war in der fürchterlichen Enge un- möglich. Die Felder füllten sich mit Leichenhaufen. Die Seufzer der Sterbenden klangen schrecklich an die Ohren der Gesunden. Schwarzes, geronnenes Blut bedeckte den Boden weithin, und der Fuß der Streiter glitt auf dem schlüpfrigen Schlamm aus. Die Sonne neigte sich zum Untergang. Mit neuer Wut stürmten die Goten heran, da war es mit der Widerstands- kraft der unglücklichen Römer zu Ende. Wem seine Glieder noch gehorchten, der wandte sich zur Flucht. Es waren nur elende Trümmer des Heeres, die flohen. Die ganze Armee war nicht nur geschlagen, sie war vernichtet. „Seit dem Un- glückstage von Cannä," ruft der Geschichtschreiber Ammian aus, „hat unser Staat keine größere Niederlage erlitten." Kaiser Valens, der tapfer mitgesochten hatte, wurde in der

8. Kurze Darstellung der deutschen Geschichte - S. 217

1872 - Gütersloh : Bertelsmann
Französische Revolution. 1848. Barrot bemühte sich, die Volksvertreter zur Anerkennung des jungen Königs und der Regentschaft seiner Mutter, die bei der Nation beliebt war, zu bewegen. Viele Stimmen rufen Beifall, aber von den Galerien, wo sich viel Volk gesammelt, ertönt das Wort: „Es ist zu spät!" Dieses verhängnisvolle Wort, welches in Europa wiederhallte und für viele Verhältnisse von nun an das Losungswort werden sollte, verändert die Stimmung der Versammlung. Die Reden hervorragender Repräsentanten, wie Lamartine's, Cremieux's, Ledru-Rolliu's, die eine provisorische Regierung verlangen, bringen durch. Der Saal füllt sich inbeß . immer mehr mit Bewaffneten, die Herzogin von Orleans mit ihren Kmbern muß durch eine Seitenthür weggeführt werben, und auf den Spitzen der Bajonette werden im Saale die Namen der Mitglieder der provisorischen Regierung, die im Tumulte und in der Aufregung des Augenblicks zum Vorschein kommen, herumgereicht, so daß niemand sagen kann, wer eigentlich die Wahl vollzogen habe. Darauf eilt alles unter dem Rufe: „Es lebe die Republik!" zu dem (Stadthause, um die neue Regierung einzusetzen. Es waren, nebst einigen anbem unbebeutenben Namen Lamartine und Ledru-Rollin, welche von nun an für die französische Republik bebeutenb werben sollten. Mit diesem Acte war die neue Revolution entschieden. Die königliche Familie entfloh aus Paris und sammelte sich in England wieder; die Herzogin von Orleans ging mit ihren Kindern nach Deutschland. Die Generale, die höheren Staatsbeamten, die städtischen Obrigkeiten in Frankreich, erklärten ihre Zustimmung zu dem, was in Paris geschehen war, und unterwarfen sich der neuen republikanischen Regierung. Und die übrigen Mächte Europas erkannten ebenfalls die Republik an, nachdem der Minister der äußern Angelegenheiten, Lamartine, die friedlichen Absichten Frankreichs in einer Note an alle Höfe bezeugt hatte. Aber für einen großen Theil Europas und namentlich für Deutschland, war der Anstoß zu gewaltsamen Ausbrüchen der Unzufriedenheit und des stürmischen Verlangens nach Veränderungen gegeben. Preßfreiheit, Aufhebung der Feudallasten und aller Standesvorrechte, Volksbewaffnung und Verminderung der stehenden Heere sowie der Abgaben, Oeffentlichkeit des gerichtlichen Verfahrens und Gefchwornengerichte, Aenderung der bisherigen Ministerien, vor allem aber eine Nationalversammlung zur Vertretung des deutschen Volkes, das waren die Forderungen, welche fast überall einstimmend an die Regierungen gestellt wurden. Neben dem Verlangen nach größerer Freiheit ging die öffentliche Stimme vor allen Dingen auf eine kräftige Einheit Deutschlands, damit Deutschland diejenige Stellung unter den Völkern einnähme, die ihm nach seiner Kraft und feiner Größe gebühre. Jene Forderungen wurden auch meistenteils von den Regierungen zugestanden und fast überall die Ministerien gewechselt und freisinnige Männer in dieselben berufen, um die Ausführung der Reformen zu verbürgen. In einigen deutschen Ländern war damit sogar ein Regenten-Wechfel verbunden; in Baiem entsagte der König Ludwig I. am 20. Mai der Krone und übergab sie fernem Sohne Maximilian Ii.; im Großherzogthum Hessen nahm der Großherzog Ludwig Ii. den Erbgroßherzog zum Mitregenten an, und als er schon am 16. Juli starb, folgte ihm dieser als Ludwig Iii. In den beiden größten Staaten jedoch war die Bewegung mit den ersten Zugeständnissen noch nicht beschwichtigt und es folgten blutige Empörungen. In Wien war zwar der Staatskanzler, Fürst Metternich, am 13. März

9. Kurze Darstellung der deutschen Geschichte - S. 218

1872 - Gütersloh : Bertelsmann
*18 Iii. Zeitr. Die neuere Zeit. Von der Refor mation bis jetzt. entfernt und der Kaiser Ferdinand hatte Aufhebung der Censur und eine frei» sinnige Verfassung versprochen; allein die Gährung dauerte in drohender Weise fort und der Kaiser verließ am 18. Mai Wien und ging nach Jnspruck. Die bewaffneten Bürger, die akademische Legion und die Arbeiter waren die eigentlichen Herren in der Stadt. In Prag versammelte sich ein Congreß der slavischen Völker Oestreichs und der Haß gegen die Deutschen trat so gewaltthätig hervor, daß Waffengewalt gebraucht werden mußte und nur nach ernsthaftem Kampfe der Fürst Win-dischgrätz bett Aufruhr zu beimpfen vermochte. In Preußen stellte vorzüglich die Rheinprovinz brittgettbe Forderungen wegen einer freieren (Konstitution des preußischen Staats auf und schickte eine Deputation nach Berlin; biefer, so wie einer Deputation der Berliner Stadtverordneten, versprach der König am 18. März Aenberung des Ministeriums, Censurfreiheit, freie Verfassung mit beschließenden Stäuben uttb Bürgerbewaffnung. Großer Jubel verbreitete sich in Berlin uttb große Volksmassen strömen zum Schlosse, dem Könige zu danken, aber auch der Ruf läßt sich hören: „Fort mit dem Militär!" Der König erscheint auf dem Balkon, aber feine Stimme wird in dem Tumulte nicht verstanden. Zugleich entsteht ein Gedränge gegen die Schloßwache; es fallen einige Schüsse; Cavallerie rückt vor, den Platz zu säubern. Da erschallt, (wie am Abend des 23. Februar in Paris,) das Geschrei: „Verrath! Verrath!" und wie ein Lauffeuer geht die Bewegung durch die Stadt. Barricaden werden errichtet und gleich nach 3 Uhr Nachmittags beginnt der Kampf. Steine von den Dächern werden auf die Soldaten herabgefchleu-dert, von den Barricaden und aus den Häusern wird auf sie geschossen. Aber mit Hülfe der Kanonen werden einige Hauptstraßen, namentlich die alte Königsstraße, von den Truppen eingenommen. Der Kampf zieht sich in die Nacht hinein. Gegen Morgen tritt eine Stille ein, und an den Straßenecken liest matt eine Proclamation des Königs an die Berliner, in welcher er den Abzug der Truppen verspricht, wenn auch die Barricaden weggeräumt würden; und einer Deputation der Bürgerschaft verspricht er das gleiche, so wie auch die Freilassung der Gefangenen. Die Zusage wird ausgeführt, die Truppen verlassen die Stadt und die Bürger werden zur Auftechthaltung der öffentlichen Ordnung bewaffnet. Die Ruhe der Stadt war zwar leidlich hergestellt, selbst das Militär kehrte bald auf das Verlangen der Bürgerschaft zurück; allein die Spannung und Unsicherheit des ganzen öffentlichen Zustandes dauerte fort und mehrere aus einander folgende Ministerien vermochten nicht mit der am 22. Mai in Berlin eröffneten preußischen Nationalversammlung etwas Befriedigendes zu Stande zu bringen. Die Zuversicht auf die innere Festigkeit des preußischen Staates war eben so stark erschüttert, als auf die des östreichischen; und was war nun vollends von den kleineren deutschen Staaten zu erwarten? In dieser sorgenvollen Zeit wandten sich die Blicke aller, welchen die Rettung der gesetzlichen Ordnung int Vaterlande ant Herzen lag, nach Frankfurt hin, wo sich aus allen deutschen Ländern eine bedeutende Anzahl von Männern versammelt hatte, um die Zukunft Deutschlands zu berathen, und wo auch die Bundesversammlung, das bisherige gemeinschaftliche Organ des deutschen Bundes, vereinigt war. Schon ant 4. März hatte der Bundestag einen Aufruf an das deutsche Volk erlaffen und zum einmüthtgen Zusammenwirken der Regierungen und

10. Kurze Darstellung der deutschen Geschichte - S. 226

1872 - Gütersloh : Bertelsmann
23g 111. Zeitr. Die neuere Zeit. Von der Reformation bis jetzt. gatte sich ergeben mußte; sie ward als ein ruhmvoller Zuwachs für die deutsche Flotte aufbewahrt. Die Reichstruppen aber, aus Preußen, Hannoveranern, Bai-ern, Sachsen und Nassauern bestehend, drangen vor, erstürmten mit 13. April die Diippeler Schanzen, sielen in Jütland ein und belagerten die Festung Fri-dericia. Aber die Sorge vor einem europäischen Kriege, der sich ans diesem kleineren entspinne»! könnte, führte einen neuen Waffenstillstand herbei, der am 10. Juli für den übrigen Theil des Jahres bis zmn 1. Januar 1850 abgeschlossen wurde. Ehe er geschlossen war, am 6. Juli, benutzten die Danen einen unbewachten Augenblick des Belagerungscorps vor Fridericia, sielen mit 25,000 Mann aus der Festung aus und brachten den 16,000 Schleswig-Holsteinern, die vor derselben lagen, einen empfindlichen Verlust bei. Nach deu Bedingungen des Waffenstillstandes zogen sich die deutschen Truppeu in den südlichen Theil von Schleswig zurück und der nördliche wurde von 4000 Schweden, als neutralen Truppen besetzt. Eine Landesverwaltung, aus einem dänischen, einem preußischen und einem englischen Bevollmächtigten als Sdbmamt bestehend, sollte die Verwaltung des Herzogthmns Schleswig mährend des Waffenstillstandes führen. Aber die Eiuwohuer des deutschgesinnten Theiles von Schleswig unterwarfen sich nur mit dem äußersten Widerstreben der Landesvevvaltnng und sahen noch immer die Schleswig-Holsteinische Statthalterschaft, die ihren Sitz von Schleswig nach Kiel verlegte, als ihre rechtmäßige Obrigkeit an. Die Statthalterschaft betrachtete sich ebenfalls noch als im Kriegszustände mit Dänemark stehend, verstärkte das Heer der Herzogtümer und hielt dasselbe schlagfertig. Unter solchen Umständen nahte der 1. Januar 1850, mit welchem der Waffenstillstand ablief. Die vorbehaltene 6wöchentliche Kündigung konnte jeden Tag von dänischer Seite erwartet werden, um so mehr, als dasselbe die europäische» Großmächte, namentlich Rußland, auf seiner Seite hatte. Diese wollten die dänische Monarchie nicht durch den Verlust der Herzogtümer Schleswig und Holstein geschwächt sehen. Preußen allein konnte nicht gegen das übrige Europa für die Herzogtümer in die Schranken treten und wußte daher, nach endlosen vergeblichen Verhandlungen mit Dänemark, unter Englands Vermittlung, keinen andern Ausweg, als wenigstens den Kriegszustand zwischen Deutschland und Dänemark durch einen einfachen Frieden am 2. Jnli 1850 zu beendigen, wobei jedoch alle Rechte der Herzogtümer und diejenigen des deutschen Bundes in Bezug auf Holstein, als ein Mitglied desselben, so wie die Bestätigung dieses Friedens durch die übrige» deutsche» Regierungen, vorbehalten wurden. Die preußischen Truppen in Südschleswig und die schwedischen in Nordschleswig räumten das von ihnen besetzte Land. Nun stand den Dänen der Weg in dieses Herzogthum , welches sie als unmittelbar zu Dänemark gehörig betrachteten, offen. Von der andern Seite war aber die schleswig-holsteinische Statthalterschaft in Kiel entschlösse»!, Schleswig, welches durch alte bindende Verträge nnanslöslich mit Holstein verbunden sei, gegen die dänische Besitznahme selbst mit den Massen zu vertheidigen, »mb so rückte das schleswig-holsteinische Heer unter dem General Willis eit, sobald der Waffenstillstand durch bett preußischen Frieden aufgehoben war, bent dänischen Heere unter beut General Krogh entgegen. Bei Id sie dt, im Notbeit der Stadt Schleswig, trafen die Heere auf einander und es kam am 25. Juli zur Schlacht. Von beiden Seiten wurde mit der rühmlichsten Tapferkeit gefochten; der Kampf war heftig und blutig; bis Mittag, von Tagesanbruch an, behaupteten die Schleswig-Holsteiner ihre» Platz, da
   bis 10 von 15 weiter»  »»
15 Seiten  
CSV-Datei Exportieren: von 15 Ergebnissen - Start bei:
Normalisierte Texte aller aktuellen Treffer
Auswahl:
Filter:

TM Hauptwörter (50)50

# Name Treffer  
0 0
1 0
2 0
3 1
4 5
5 0
6 0
7 1
8 0
9 0
10 2
11 0
12 2
13 1
14 0
15 0
16 3
17 0
18 0
19 0
20 0
21 0
22 0
23 1
24 0
25 4
26 2
27 0
28 5
29 0
30 0
31 0
32 0
33 0
34 3
35 1
36 1
37 1
38 0
39 1
40 0
41 0
42 0
43 1
44 0
45 1
46 0
47 1
48 4
49 0

TM Hauptwörter (100)100

# Name Treffer  
0 1
1 89
2 0
3 5
4 3
5 4
6 2
7 7
8 7
9 22
10 0
11 0
12 1
13 1
14 0
15 3
16 48
17 136
18 2
19 7
20 3
21 10
22 2
23 66
24 0
25 3
26 0
27 0
28 11
29 2
30 0
31 1
32 0
33 3
34 9
35 3
36 5
37 7
38 5
39 8
40 0
41 8
42 4
43 32
44 9
45 28
46 1
47 0
48 1
49 0
50 1
51 7
52 11
53 0
54 10
55 6
56 4
57 2
58 0
59 7
60 29
61 2
62 1
63 0
64 0
65 227
66 0
67 3
68 11
69 0
70 8
71 17
72 5
73 1
74 4
75 9
76 8
77 34
78 1
79 0
80 2
81 3
82 27
83 18
84 0
85 7
86 13
87 4
88 16
89 6
90 3
91 2
92 72
93 3
94 20
95 1
96 6
97 0
98 84
99 3

TM Hauptwörter (200)200

# Name Treffer  
0 0
1 0
2 1
3 0
4 0
5 12
6 3
7 18
8 0
9 4
10 5
11 0
12 5
13 3
14 0
15 0
16 0
17 10
18 0
19 3
20 0
21 7
22 0
23 0
24 1
25 1
26 2
27 0
28 1
29 0
30 2
31 0
32 0
33 15
34 0
35 2
36 0
37 0
38 1
39 4
40 0
41 1
42 0
43 4
44 2
45 0
46 2
47 1
48 0
49 0
50 5
51 4
52 17
53 0
54 13
55 1
56 6
57 0
58 0
59 17
60 3
61 0
62 8
63 1
64 1
65 4
66 0
67 7
68 1
69 0
70 0
71 4
72 0
73 2
74 0
75 6
76 0
77 2
78 1
79 0
80 3
81 17
82 0
83 0
84 0
85 0
86 0
87 0
88 0
89 0
90 1
91 5
92 0
93 1
94 0
95 0
96 0
97 0
98 0
99 20
100 7
101 0
102 5
103 1
104 0
105 0
106 3
107 0
108 0
109 0
110 2
111 2
112 5
113 0
114 0
115 0
116 3
117 2
118 2
119 0
120 1
121 33
122 0
123 0
124 1
125 2
126 0
127 5
128 3
129 2
130 1
131 6
132 8
133 1
134 0
135 0
136 10
137 0
138 0
139 1
140 7
141 0
142 3
143 2
144 1
145 12
146 0
147 0
148 5
149 0
150 0
151 0
152 3
153 0
154 1
155 6
156 30
157 3
158 0
159 0
160 1
161 2
162 0
163 0
164 1
165 5
166 3
167 0
168 0
169 0
170 1
171 2
172 0
173 3
174 1
175 13
176 0
177 12
178 0
179 4
180 0
181 0
182 14
183 23
184 0
185 0
186 0
187 1
188 0
189 0
190 0
191 0
192 7
193 0
194 7
195 1
196 2
197 1
198 13
199 0