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1. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums, Lebensbilder aus der deutschen Geschichte - S. 47

1913 - [s.l.] : Hirt
12. Friedrich I. Rotbart. 47 hatte jener Otto von Wittelsbach erhalten, dem Friedrich die Rettnng ans Gefahr nicht vergessen hatte.) < Aber wenigstens die Lnder Braunschweig und Lneburg lie er ihm und' seinen Kindern. So war der Friede auch in Deutschlemd wiederhergestellt, und der Kaiser stand geachtet und gefrchtet b&s Als er einen Reichstag (1184) nach Mainz berief, um die Schwert-leite feiner beiden ltesten Shne zu feiern, da versammelten sich zahl- Ruhnes, reich die Fürsten und die Blte des Adels (40000 Ritter) um ihn. Snger und Dichter wetteiferten, den groen Kaiser zu preisen. Pracht-volle Turniere fanden statt, ja der Kaiser selbst zeigte hier seine ritterliche Geschicklichkeit. Das Haus der Staufer schien dauernd seine Macht in Deutschland begrndet zu haben. Fnf blhende, hochbegabte Shne um-gaben den Herrscher/ j Der lteste (Heinrich Vi.) war schon zu seinem Nachfolger gewhlt. Dieser hatte Aussicht, ganz Italien zu gewinnen; denn Konstanze, die Erbin des Knigreichs Sizilien und Neapel, war seine Gemahlin geworden. So lchelte dem vielgeprften Fürsten ein friedlicher Lebensabend. Da kam pltzlich die Kunde, Jerusalem, die heilige Stadt, die $eu3ne vor etwa einem Jahrhundert (1099) auf dem ersten Kreuzzuge den Un-glubigen, den Trken, entrissen worden war, sei den Christen wieder ver- . loren gegangen. Nun glaubte der Kaiser als hchster Herr der Christen- 4 ' 1 heit sich berufen, trotz seines Alters diese Schmach zu rchen,' Mit V jugendlicher Frische trat er, der als Jngling sich schon auf dem zweiten Kreuzzuge Ruhm erworben hatte, den langwierigen und gefhrlichen Zug an. Die Donau abwrts ging es der Konstantinopel nach Kleinasien. Mhselig genug war der Marsch durch die wasserlosen Steppen, wo manch braver Reitersmann den Trunk sich abgewhnte und sein er-mdetes Rlein am Zgel fhrte. Aber es gelang deutscher Tapferkeit und Ausdauer trotz der Angriffe der Trken, diese Schwierigkeiten zu berwinden. Fast war man an der Grenze des Heiligen Landes ange-langt, da stellte sich ein reiender Gebirgsflu dem Vormarsch seines Heeres entgegen. Ungeduldig warf sich der greise Held auf seinem Schlacht-ro in die Fluten, um die Seinen durch Vorbild und Beispiel anzufeuern. Die Strudel wirbelten das Pferd herum: der Kaiser ertrank angesichts seines Heeres (1190) fern von der Heimat, die aber ihren groen Kaiser nicht verga. Bald erzhlte man sich, der Kaiser sei nicht gestorben, sondern sitze Die agc_ in dem Kisfhuser, einem Berge in der Goldenen Aue; er habe die Herr- Rotbart, lichkeit des Deutschen Reiches in das verzauberte Schlo mit sich hinabgenommen. Dort msse er schlafen und trumen, solange die Raben um den Berg Herumstgen. Sein Haupt sttze er auf einen runden steinernen

2. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums, Lebensbilder aus der deutschen Geschichte - S. 51

1913 - [s.l.] : Hirt
51 Da tat denn jeder, was ihm beliebte; die Starken und Mchtigen be-fehdeten die Schwachen und Friedlichen; es herrschte das Faustrecht, weil kein Richter da war, Freveltaten zu bestrafen. Es wtete blind der eiserne Speer, Es frchtet der Schwache, der Friedliche sehr, Des Mchtigen Beute zu werden." Dieser Znstand (Zwischenreich oder Interregnum genannt) dauerte beinahe zwanzig Jahre. Schwer litten besonders die Schwachen darunter, die nicht Gewalt mit Gewalt vergelten konnten^---^ Da rief der Erzbischof von Mainz me zur Wahl berechtigten Suiflluirb Fürsten zusammen und schlug ihnen vor, den Grafen Rudolf von Habs-brg zum Könige zu kren. Es war ein kluger Vorschlag. Htte er einem mchtigen Herzoge die Krone verschaffen wollen, so wrden sich die anderen Groen gestrubt haben, zuzustimmen, ans Furcht, da der neue König ihnen die Vorrechte nehmen knnte, die sie sich mit der Zeit an-geeignet hatten. Das schien bei dem Grafen von Habsburg, der nur verhltnismig kleine Besitzungen um seine Stammburg iu der Schweiz und im Elsa hatte, ausgeschlossen. Aber wenn er auch durch seine Hansmacht den groen Fürsten nicht gefhrlich werden konnte, so brgte doch seine Tapferkeit und Gottesfurcht dafr, da er dem Unrecht und den Gewalttaten steuern und der Ge-rechtigkeit wieder zu Ansehen verhelfen werde. Diese Eigenschaften kannte der Erzbischof ans eigener Erfahrung. Er hatte einst nach Rom zum Papste ziehen mssen und gefrchtet, er werde auf dem Wege der die Alpen ausgeplndert werden. Da hatte ihn Graf Rudolf, der am Fue des Gebirges (bei Zrich) die Habsburg besa, mit groer Umsicht ungefhrdet hinbergeleitet und ebenso tapfer auf dem Rckwege geschirmt. In der Umgebung des Erzbischofs war ein Priester, der einen schnen Zug von der Gottesfurcht Rudolfs zu erzählen wute. Er war einmal in frheren Jahren, als er in der Schweiz Seelsorger war, zu einem Sterbenden gerufen worden, um ihm das heilige Abendmahl zu reichen. Da war er an einen reienden Wildbach gekommen, der alle Brcken und Stege weggerissen hatte; eben hatte er sich angeschickt, die Schuhe abzulegen, um das Wasser zu durchwaten, als der Graf Rudolf herangesprengt kam, der mit seinem Knappen auf die Jagd geritten war. Als er die Absicht des Priesters erfuhr, setzte er ihn sogleich auf sein eigenes Ro und -fhrte es selbst durch den hochgehenden Bach, damit jener ungesumt seine Pflicht erfllen knnte. Das Pferd aber, das die geweihte Hostie. 4*

3. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums, Lebensbilder aus der deutschen Geschichte - S. 58

1913 - [s.l.] : Hirt
58 Ii. Lebensbilder aus der Deutschen Geschichte. liefern, wenn er nicht gehorche. Nach hartem Seelenkampf ergriff Tell, weil er keinen anderen Ausweg sah, die Armbrust und legte auf das ge-liebte Haupt an. Und siehe da: der mutige Knabe hatte im Vertrauen auf die sichere Hand des Vaters nicht gezittert, und den Tell hatte seine Kunst im entscheidenden Augenblick nicht im Stiche gelassen; er hatte sein und des Sohnes Leben durch den glcklichen Schu gerettet. Aber der argwhnische Landvogt hatte beobachtet, wie Tell zwei Pfeile seinem Kcher entnommen hatte. Er fragte, fr wen das zweite Gescho bestimmt gewesen wre. Als Tell gegen seine Gewohnheit mit der Sprache nicht heraus wollte, sicherte er ihm feierlich das Leben zu, wie auch immer der Bescheid lautete. Nun brach der lange verhaltene Groll aus dem Herzen des gemarterten Vaters heraus: Herr Landvogt, mit diesem zweiten Pfeile durchscho ich Euch, wenn ich mein liebes Kind getroffen htte. Und Euer wahrlich hntt7 ich nicht gefehlt!" ^fangenge-^' Dieses Gestndnis hatte Geler ja hervorsocken wollen, um Tell mttommi bd) noch verderben zu knnen. Wohl, Tell, das Leben habe ich dir ^La!dvgt^zugesichert," rief er aus, aber in ewiger Gefangenschaft will ich dich halten, um mich vor dir zu schtzen!" Die Knechte sollten ihn fassen und biuden. Die groe Aufregung, in die das Volk bei diesem Gewalt-streich des Landvogtes geriet, lie befrchten, da schon jetzt ein unvor-bereiteter Aufstand ausbreche^ mchte. Doch gelang es den Fhrern, die Meuge zurckzuhalten/So konnte Tell von den Schergen Gelers ans ein Schiff gebracht werden, das ihn der den Vierwaldsttter See nach der festen Burg Knacht berfhren sollte. Der Landvogt wollte ihn persnlich in Gewahrsam bringen. Aber unterwegs entstand ein furcht-barer Sturm, der alle zu vernichten drohte. In dieser Not gab Geler zu, da Tell, der fr den tchtigsten Steuermann galt, von seinen Fesseln befreit werde, das Steuer ergreife und die Rettung versuche. Bis zu einem Felsvorsprnnge lenkte Tell das Fahrzeug, dann griff er schnell nach seiner Armbrust und gewann mit einem khnen Sprunge das Land; das Schiff aber mit dem Landvogt stie er in die tobenden Fluten zurck. Bald darauf lie der Sturm nach; Geler entging dem drohenden Ver-derben. Nunmehr war Tell seines Lebens nicht mehr sicher; da stellte er sich in einem Hohlwege bei Knacht, durch den der Landvogt reiten mute, auf und scho Geler vom Pferde herunter. So befreite er das Volk von seinem gefhrlichsten Feinde. Befre?ungder Diese Tat strkte den Mut der Verschworenen. Am Neujahrstage Schweiz. 1308 begegneten Laudenberg, als er seine Burg Sarnen verlassen hatte, um die Kirche zu besuchen, zwanzig Landleute, die nach alter Sitte Klber, Lmmer und Ziegen zum Geschenk brachten; nichts ahnend gestattete er

4. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums, Lebensbilder aus der deutschen Geschichte - S. 6

1913 - [s.l.] : Hirt
6 I. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums. eii!ecfiotte* Der Fhrer seiner Gegner war der angesehene Aristides, den man in Athen den Gerechten nannte. Als Landmacht haben wir bei Marathon gesiegt, und eine Landmacht wollen wir bleiben", sagte er. Bei solch ent-gegengesetzten Anschauungen mute das Volk entscheiden, welchem Fhrer es folgen wollte. Es entschied fr Themistokles. Aristides mute in die Verbannung gehen; er schied mit dem Gebet, da die Götter von Athen die Zeit fernhalten mchten, da man seine Vertreibung bereuen knnte. In wenigen Jahren baute sich Athen eine mchtige Flotte. Die Athener besaen ein groes Silberbergwerk. Der Ertrag wurde bisher unter ' die Brger verteilt; jetzt verzichtete man darauf, und das Geld wurde zum Flottenbau verwendet. Xerxe?gegen i Se^n Jahre waren seit Marathon verflossen, da hrte man wieder ^chen- vort gewaltigen Rstungen des Perserknigs Xerxes. Diesmal erfolgte der Angriff von Norden. Von Asien setzte das gewaltige Heer viel der eine Million Soldaten sollen es gewesen sein der den Hellespont. Als die Schiffsbrcken vom Sturme zer-strt wurden, lie der erzrnte König das bse Meer peitschen. Mehrere Tage brauchte der Heerzug zum Hinbermarsch. Da sah man Meder und Perser in Rcken mit langen rmeln, mit kurzen Speeren, Bogen und Pfeil bewaffnet, dann aber auch thiopier aus Afrika im Schmucke von Panther- und Lwenfellen, Inder auf Streitwagen, die mit Eseln bespannt waren, und Araber auf Kamelen reitend. Die stattlichste Truppe war die Leibwache des Knigs, die zehntausend Unsterblichen in ihren schimmernden Rstungen. Als die Nachricht von dem furchtbaren Heerzug nach Griechenland gelangte, schlssen zwar Athen und Sparta mit einigen anderen Staaten ein Abwehrbndnis, aber viele, wie die Thebaner, wollten keinen Wider-stand wagen. Auch das Orakel zu Delphi gab schlechte Aussichten fr die Zukunft; geringen Trost gab den Athenern das Wort des Gottes, da die hlzerne Mauer der Athene fr die Perser unberwindlich sein solle. Den Versuch der Abwehr wenigstens wollten die Griechen wagen. Thermom Engpa der Thermopylen erwartete Leonidas, König von Sparta, mit dreihundert Spartanern und vielen Verbndeten den Feind. Terxes schickte Boten mit der Aufforderung, die Waffen auszuliefern. Komm und hole sie!" lautete die Antwort. Wir sind so zahlreich," warnte einer der Gesandten, da die Menge unserer Pfeile die Sonne verdunkelt." So werden wir im Schatten fechten", antwortete der Spartaner. Beim Kampfe zeigte sich nun, da in dem Engpasse die groe ber-zahl den Persern wenig half. Drei Tage schon dauerte der unentschiedene

5. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums, Lebensbilder aus der deutschen Geschichte - S. 9

1913 - [s.l.] : Hirt
3. Alexander der Groe. 9 3. Alexander der Grohe. Im Norden von Griechenland lag das Knigreich Mazedonien. Hier Maz^omer. herrschten Könige, die sich rhmten, von Herakles abzustammen. Einem der Könige, Philipp (etwa 350 v. Chr. Geb.), war es gelungen, aus den Bauern und Edelleuten Mazedoniens ein tchtiges Heer zu bilden und mit diesem sogar die Athener und andere griechische Staaten zu besiegen. Er wollte dann gemeinsam mit den Griechen einen Krieg gegen die Perser beginnen. Er zwang die Griechen, sich mit ihm zu verbnden, und rstete sein Heer; da traf ihn der Dolch des Mrders. Sein Sohn Alexander aber fhrte den Plan seines Vaters aus. Alexander war auf das sorgfltigste erzogen worden. Sein Vater @r^eung hatte ihm als Lehrer den berhmtesten griechischen Gelehrten jener Zeit, d?G?en. Aristoteles, ausgewhlt. Er schrieb an diesen schon bald nach der Geburt des Prinzen einen sehr freundlichen Brief. Ich freue mich der die Ge-burt meines Sohnes auch deshalb, weil er zu deuten Lebzeiten geboren ist, fo da du, Aristoteles, fein Lehrer fein kannst." Aristoteles interessierte seinen Schler besonders fr Naturgeschichte, und als Alexander auf feinem Kriegszuge viele fremde Tiere kennen lernte, schickte er sie seinem Lehrer fr dessen Tiergarten zu. Unter den Helden der Vorzeit, von deren Taten er hrte, hatte er sich Achill zum Vorbilde gewhlt. Mit Stolz und doch mit Sorge hrte er von den Kriegstaten feines Vaters. Mein Vater wird mir nichts mehr zu tun briglassen", klagte er, als wieder eine neue Siegesnachricht eingetroffen war. Einmal wurde seinem Vater ein schnes Pferd zum Kauf uge-boten, doch war es so scheu, da es auch dem geschicktesten Reiter nicht gelang, es zu besteigen. Schon wollte es der König wegfhren lassen, da bat Alexander, noch einen letzten Versuch machen zu drfen. Er hatte bemerkt, da das Pferd vor feinem Schatten scheue, er fhrte es daher aus der Sonne heraus, lie es sich erst beruhigen, schwang sich dann auf feinen Rcken, und bald erkannte das Tier seinen Meister. Es wurde spter sein Schlachtro. Frh lernte er den Krieg kennen. Er war erst achtzehn Jahre alt, als ihm sein Vater in der Entscheidungsschlacht gegen die verbndeten Athener und Thebaner den Befehl der einen Flgel des Heeres bertrug. Der strmische Angriff des tapferen Kronprinzen entschied den Sieg. Zwei Jahre danach berief ihn der Tod des Vaters zur Regierung.

6. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums, Lebensbilder aus der deutschen Geschichte - S. 11

1913 - [s.l.] : Hirt
3. Alexander der Groe. 11 Zwar war das Perserreich der zwanzigmal so groß wie Mazedonien, aber fast alle Jahre emprten sich einzelne Völker des Reiches gegen den gegenperslen, König, und wo immer Griechen und Perser im Kampfe sich gegenber-gestanden hatten, waren die Griechen Sieger geblieben. So hielt Alexander ein Heer von dreiigtausend Kriegern fr groß genug, um den Kampf wagen zu knnen. Im Jahre 334 fhrte er sein Heer der den Hellespont. Am Granikns erwartete ihn ein persisches Heer. Der erfahrene Feldherr Parmenion warnte vor dem Angriff, da der Flu reiend war und steile Ufer hatte. Alexander meinte aber, der Hellespont, den sie glcklich berschritten htten, msse sich ja schmen, wenn sie sich vor dem Flchen hier scheuten. Der khne Angriff gelang. Im Handgemenge geriet Alexander selbst in Lebensgefahr. Schon hatte ihm ein Schwerthieb den Helm zerschmettert, schon holte der Perser zum tdlichen Schlage aus, da trennte ihm das Schwert des Mazedonenhelden Klitns den erhobenen Arm vom Rumpfe. Nach dieser Schlacht begann der Siegeszug des Knigs durch Kleinasien. In der Stadt Gordium wurde ihm ein Wagen gezeigt, an dessen Deichsel sich ein sehr knstlicher Knoten befand. Ein altes Orakel sagte, wer diesen Knoten lsen knne, dem wrde die Herrschaft der Asien zufallen. Alexander versuchte erst vergeblich seine Geschicklichkeit, dann zog er kurz entschlossen sein Schwert und zerhieb den Knoten. So erfllte er den Spruch des Orakels. Der Weitermarsch fhrte an der Stadt Tarsns vorbei. Durch ein ,^","^.1 Bad in dem kalten Bergstrom zog sich der König eine furchtbare Er-kltung zu. Die rzte gaben ihn auf; da wollte einer mit Namen Philipp noch einen Versuch wagen. Ein Brief des treuen Generals Parmenion warnt den König: Philipp ist vom Perserknig Darms bestochen, dich zu tten." Der König hlt den Brief in der Hand, als der Arzt mit der Me-dizin herantritt. Alexander reicht ihm den Brief, sieht ihn kurz an und trinkt den Trank. Der Arzt war nicht nur treu, er war auch klug, und der König wurde gesund. Bei Jssns trafen die Heere, jedes von seinem Könige gefhrt, anf- 6ct einander. Den Sieg errangen die Griechen, Darias war der erste, der floh. Sein groes Lager, in dem sich auch seine Mutter, seine Gattin sowie seine Kinder befanden, fiel in die Hnde der Sieger. Alexander besuchte die gefangenen kniglichen Damen mit feinem Freuude Hephstion. Die Perserinnen warfen sich nach orientalischer Sitte vor den Siegern nieder und erwiesen Hephstion diese Ehre. Da

7. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums, Lebensbilder aus der deutschen Geschichte - S. 38

1913 - [s.l.] : Hirt
38 Ii. Lebensbilder aus der Deutschen Geschichte. er siechte hin und starb in jungen Jahren. Auch Konrad shnte seine Tat durch den Tod. ^Stsouf5 Im Jahre 955 fielen nmlich die Ungarn mit gewaltiger Heeres-demlechfeld-^acht jn Deutschland ein. Augsburg wurde von ihnen hart bedrngt. Da zog Otto mit der Macht aller deutschen Stmme herbei. Vor dem König flatterte eine Fahne, geziert mit dem Bilde des Erzengels Michael. Hei war der Kampf. Tapfer hatte vor allem Konrad gestritten. Erschpft von dem Kampf und dem Sonnenbrande es war im August hatte er den Helm gelftet, da durchschnitt ihm eut/Pfeil den Hals. M?'b Adelheid bewies sich als treue Gattin und kluge Ratgeberin. Mit ihrer Hilfe gelang es Otto (962), sein hchstes Ziel zu erreichen: er wurde in Rom vom Papste zum Kaiser gekrnt. Nun war er der mchtigste Fürst in Europa. Von Dichtern und Geschichtschreibern gepriesen, blieb das Andenken an Otto den Groen" im Gedchtnis des deutschen Volkes lebendig erhalten. In Magdeburg, das durch ihn zur Hauptstadt eines Erzbistums geworden war, von wo Missionare zu den Slawen gingen, um das Christentum zu verbreiten, liegt er begraben. 10. Konrad Ii. (102439). Die Wahl Der letzte Kaiser aus dem Hause Heinrichs I. war gestorben. Jetzt fanden sich die deutschen Stmme an dem Ufer des Rheins in der Nhe von Worms zusammen, um sich einen neuen König zu kreit. Bayern, Schwaben. Sachsen, Franken und Lothringer so verschieden an An-^-^7vcysehen, Tracht, Sitte, Mundart , alle fhlten sie sich jetzt als Brder, als Shne des groen deutschen Volkes. Auf zwei Männer ans dem Herzogshanse der Franken fiel die Wahl. Es waren Vettern, beide hieen sie Konrad. Aber nur einer konnte die Knigskrone tragen. Da fiel auf Vorschlag des Erzbischofs von Mainz die Wahl auf den lteren der beiden. Als erster huldigte ihm sein jngerer Vetter. Die Wahl htte keinen Wrdigeren treffen knnen. Dic scgcns- Konrad hat die Grenzen seines Reiches nicht nur geschtzt, er hat gierung des guh erweitert. Polen und Ungarn erkannten die Hoheit des Deutschen Suims' Kaisers an. Der Kirche setzte er die Bischfe, die Macht der Herzge hielt er in Schranken, und der kleine Adel verdankte dem Kaiser ein Gesetz, das den Shnen das Gut des Vaters nach seinem Tode sicherte. Bisher hatte der Herzog oder Graf, von dem der Ritter sein Gut zu Lehen erhalten hatte, es nach dem Tode des Inhabers, auch wenn

8. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums, Lebensbilder aus der deutschen Geschichte - S. 28

1913 - [s.l.] : Hirt
28 Ii. Lebensbilder aus der Deutschen Geschichte. sich die nahe verwandten Stmme der Germanen. Um das schne Italien fr sich zu gewinnen, zogen die Ostgoten gegen Odoaker heran. An ihrer Spitze stand ein heldenhafter Fürst namens Theoderich. der, hnlich wie Armin, in seiner Jugend unter den Rmern gelebt hatte. Mit acht Jahren war er als Geisel nach Konstantinopel gekommen; der kluge Jngling hatte den Rmern ihre Bildung, ihre Knste im Kriege und im Frieden abgelauscht; daun war er zu seinem Volke zurckgekehrt, das unter innerer Zwietracht litt. Mit starker Hand einigte der junge Theoderich die Ostgoten. Dann fhrte er sie, die voll Sehnsucht nach den herrlichen Gefilden des Sdens waren, in Odoakers Gebiet. Ein harter Kampf entbrannte: Germanen gegen Germanen; endlich siegte der Gotenknig. Aber so gefhrlich erschien ihm der Gegner, dessen Treue er nicht traute, da er ihn bei einem Gelage trotz des gegebenen Wortes mit eigener Hand ttete. ^Regierung^ So gut wie unter seiner Regierung hatte es Italien lange nicht Theodcrichs. gehabt. Mit gleicher Gerechtigkeit und Milde beherrschte er die Goten wie die unterworfenen Italiener. j3)ie Rmer hatten sich in furchtbaren Brgerkriegen gegenseitig bekmpft, und die Kaiser hatten von ihren Untertanen ungeheure Steuern erhoben; jetzt endlich kehrte der goldene Friede und damit Sicherheit und Ruhe wieder ein. | Die Gerechtigkeit des Knigs wurde so geachtet und gefrchtet, da man dem Sprichwort zu-folge Gold auf den Straen liegen lassen konnte, ohne da es ge-sthlen worden wre. So wurde er geehrt, fast geliebt, und konnte es wagen, die schwere Ausgabe lsen zu wollen: die seinen Goten verwandten Stmme der Germanen zu einigen, so da sie ihre Fehden vergessen, ihre Streitigkeiten seinem richterlichen Schiedsspruch berlassen sollten. Aber viele trauten ihm nicht, hatte er doch auch dem Odoaker nicht Wort gehalten. Das erbitterte ihn, er wurde selbst mitrauisch und hat sogar seine trenesten Freunde verfolgt. Nach seinem Tode (526) brach auch bald sein Reich zusammen. bsorl 1 Wohl versuchten seine Tochter Amalaswintha und deren Nachfolger, (ttcitreid)e. ,en ^on Osten vordringenden Rmern Halt zu gebieten; die tchtigen Uyv Feldherren des ostrmischen Kaisers (Belisar und Narses) besiegten sie. Am Vesuv wurde der letzte Ostgotenknig Teja mit einem kleinen Huf-lein seiner Getreuen eingeschlossen. In einem Engpa schtzte er lange wie ein gewaltiger Turm die hinter ihm stehenden einigen. Die gegen ihn geschleuderten Pfeile und Wurfspiee fing er geschickt mit seinem Schilde auf. Als dieser von feindlichen Geschossen starrte, lie er ihn fallen und wendete sich zu seinem Waffentrger, um einen neuen in

9. Lebensbilder aus der Geschichte des Altertums, Lebensbilder aus der deutschen Geschichte - S. 60

1913 - [s.l.] : Hirt
60 Ii- Lebensbilder aus der Deutschen Geschichte. Engel erschien ihm der Bergmann, der mit eigener Lebensgefahr auf nur ihm bekannten Stegen den jungen Fürsten rettete. Ein so khner Mann wie Maximilian gehrte aber auch dazu, um Maria von Burgund vor den ueren Feinden, den Franzosen, wie vor den Gegnern im Innern des Landes, besonders den trotzigen Brgern von Gent, zu beschtzen. Ritterlich unterzog sich Maximilian diesen Aufgaben und gewann dadurch die innige Liebe seiner Gemahlin. Aber ein jher Tod vernichtete schon nach wenigen Jahren das Glck dieser Maximilian an der Markinswand. Ehe. Maria liebte die Jagd ebensosehr wie ihr Gemahl; hoch zu Ro. den Falken auf der Hand, sprengten sie einst dahin, als ihr Pferd strzte und sie sich tdlich verletzte. Mit dem Gatten trauerten zwei Kinder um die Mutter. Im Es kamen nun schwere Jahre fr Maximilian. Er war nach dem ^hre^schm seiner Gemahlin in den Niederlanden nicht der Herrscher, sondern nur fnbem. Vormund fr seinen Sohn Philipp. Deshalb glaubten die Einwohner der beiden Städte Gent und Brgge ihm trotzen zu drfen. Man warnte Maximilian vor ihren Plnen; aber hochgemut, wie er war, beschlo er, persnlich ihren Stolz zu beugen; vielleicht vertraute er auch auf sein gewinnendes Wesen, dem nicht so leicht jemand zu widerstehen vermochte.

10. Bilder aus der Sage und Geschichte Roms - S. 49

1908 -
— 49 — freien Männer, bte zu bestimmten Zeiten (Vollmond oder Neumond) jährlich mehrmals zur Gauversammlung oder dem Gauthing zusammentraten. Hauptsächlich galten die Beratungen dem Ausgleich von Zwistigkeiten zwischen den Markgenossenschaften und den Sippen.] Große Bedeutung hatte die Volksversammlung oder der Volksthing, der seltener stattfand. Sein Schauplatz war ein geweihter Platz, die Malstatt oder Thingstätte, meist ein Hügel, der möglichst in der Mitte des Volksgebietes lag. Hier versammelten sich an festgesetzten Tagen die freien Männer des ganzes Volkes zu einer Heeresversammlung; man kam bewaffnet, die Versammlung stand unter dem Schutze des Kriegsgottes, und durch Waffenklang wurde abgestimmt (s. u.). Wenn die Heerschau vorüber war, kamen die Vergehn gegen die Kriegsgesetze zur Beratung und Aburteilung: Feigheit, Flucht, Verrat, Selbstverstümmelung — den Verurteilten traf unweigerlich der Tod. Hier wurde auch die Ergänzung der Heeresgemeinde durch die feierliche Aufnahme der waffenfähigen Jünglinge, die (Schwertleite, vollzogen. Wenn ein erfahrener Krieger die Bürgschaft dafür übernommen hatte, daß der junge Mann in den Waffen hinreichend geübt und mannhafter Gesinnung sei, ward dieser hereingeführt, und unter beit Beifallsrufen der Versammelten umgürtete ihn der eigene Vater ober der Sippenälteste oder ein Häuptling mit dem Schwerte; nun galt er als erwachsen, durste die Waffen tragen und ant Thing teilnehmen und wurde tnt Kriegsfall zum Heere aufgeboten. Die Regierung, ein Ausschuß der Gaufürsten, berichtete dann über die Beziehungen zu den Nachbarvölkern und machte allerhand Vorschläge über Kriegs- und Friedensfragen. Jeder konnte dazu das Wort ergreifen; die Zuhörer drückten ihren Beifall durch Klirren mit den Waffen, ihr Mißfallen durch Murren aus. Ant Schluffe fanden Wahlen statt; man wählte die Fürsten der einzelnen Gaue, aus ihnen den Regiernngsausschuß und im Kriegsfall den Herzog; für dieses Amt fiel die Wahl auf den kriegserfahrensten und tapfersten Mann des ganzen Volkes, seine Abstammung kam nicht in Frage. sanders dagegen bei der Königswahl, denn in schweren Zeiten Pflegte man einem einzigen Manne die Führung des Volkes anzuvertrauen; bei dieser Wahl war man an ein bestimmtes Geschlecht gebunden, das der Sage nach von den Göttern stammte. Bei den Ostgermanen hatten die meisten Völker Könige; trotzbent war die eigentliche Herrschaft bei der Gesamtheit der freien Männer, die ihren Willen im Thing äußerten; die Verfassung hatte also ein republikanisches Gepräge.] Jebes Volk hatte sich gegen die Nachbarvölker durch einen meilenbreiten Walb abgegrenzt, den Markwalb, durch den nur wenige Psabe führten, und biefe wurden durch die waffenfähigen Jünglinge fcharf bewacht. Zwischen den Völkern wurden häufig Kriege geführt. Tann rückten die Heere in Schlachtordnung gegeneinander. Die Angehörigen einer Sippe standen beisammen und zwar in keilförmiger Anordnung, einen Vorkämpfer an der Spitze. Die Sippenverwandten erkannten sich an demselben bunten Vogel, Geschichtsleitfaden für Quinta. 2. Aufl. 4
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