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1. Teil 3 - S. 1

1895 - Leipzig : Wunderlich
Srste methodische Einheit. A. klarheitsstuft. 1 Die Provinz Brandenburg. Anschauungsmittel: Schwefel, Holzkohle, Salpeter, Schießpulver. 3tcl: Wir werfen heute einen Blick auf das Stammland der Hohenzollern. Wir sprechen von der Provinz Brandenburg, die man früher des deutschen Reiches Streusandbüchse nannte. Nachdem die Kinder noch einmal alles das angegeben haben, was sie auf Grund des Geschichtsunterrichts*) von Brandenburg gelernt haben, werden gemeinsam die Fragen festgestellt, nach denen die Besprechung fortzuschreiten hat. 1. Wo liegt die Landschaft? In der Geschichtsstunde haben wir ihre Lage nur im allgemeine« festgestellt. (Nördlich von uns — Havel, Spree, Oder). Heute wollen wir genauer Verfahren. Was lehrt die Karte über die Lage der Provinz? (Sie zeigt, daß die Provinz Brandenburg sich ungefähr in der Mitte des preußischen Staates befindet und sich ausbreitet zwischen dem Großherzog- tume Mecklenburg, und den Provinzen Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen. 2. Warum hiefz die Provinz Brandenburg, früher des deutschen Reiches Streusandbüchse? In früherer Zeit war die Provinz Brandenburg zum größten Teile ein sehr unfruchtbares Gebiet. Sie enthielt nicht allein weite öde Moor- *) In der Geschichte haben wir uns kurz vorher mit dem Manne beschäftigt, der den Franzosen am Rheine so entschieden entgegentrat und sodann die Schweden besiegte, die — von Ludwig Xiv. aufgehetzt — von Pommern aus in Deutschland eingefallen waren. Wir haben sodann, nachdem wir die Thaten dieses Mannes kennen gelernt hatten (Zurückweisung der Bewerbung Ludwigs Xiv. — Kämpfe am Rhein — Sieg bei Fehrbellin), die Frage aufgeworfen: Woher stammte denn Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst? Diese Frage führte uns u. a, auf den Burggrafen von Nürnberg (Friedrich von Hohenzollern), der einst vom Kaiser Sigismund die Markgraffchaft Brandenburg erhielt, zu der Heinrich I. den Grund gelegt hatte. (Nordmark zum Schutze gegen die Sklaven!) Tischendorf, Deutschland. 2. Abt. 2. Aufl. 1

2. Praktisches Lehrbuch der Sächsischen Geschichte - S. 24

1907 - Leipzig : Wunderlich
— 24 — Wir verurteilen aber ganz und gar ihre große Grausamkeit und Raubgier. Rauben und morden, plündern und zerstören nichts weiter wollten sie in Sachsen. Sie hausten ebenso schlimm wie ernst die wilden Ungarn und die Raubritter. Durch sie erlitt Sachsen ungeheuren Schaden, denn sie haben viele Tausende von wehrlosen Einwohnern erschlagen, sie haben die Felder, Gärten und Weinberge verwüstet, viele Hunderte von Dörfern und Städten vollständig niedergebrannt und unermeßliche Beute fortgeschleppt. In den Husiiteu kam der Haß der Tschechen gegen die Deutschen zum Ausbruch. Glaubens- und Völkerhaß vereinigten sich mit der Mord-nnd Raubgier zum schrecklichen Bunde. 5. Rückblick auf die Wettiner. Im Jahre 1127 erhielten die Wettiner die Mark Meißen als erbliches Besitztum. Konrad von Wettin ist der Stammvater unseres Fürstenhauses. Heinrich der Erlauchte erwarb Thüringen und das Pleißnerland. Friedrich der Streitbare erhielt das Herzogtum Sachsen und den Kurfürstennamen. Als Kurfürsten konnten die Wettiner den neuen König wühlen. Noch heute heißen die Könige von Sachsen auch Herzog von Sachsen. 6. Rückblick auf Sachsen. Die alten Sachsen bewohnten das Land zwischen Rhein und Elbe und zwischen der Nordsee und dem Harze. Sie wurden von Herzogen beherrscht. Einer von den berühmtesten ist Widukiud, der mit Karl dem Großen viele Kriege führte und sich endlich unterwarf und sich taufen ließ. Herzog Heinrich wurde 919 deutscher König und begann das sächsische Kaiserhaus. Unter dem Hohenstauseu Friedrich Rotbart wurde das Herzogtum Sachsen geteilt. Nur der kleine Teil an der Elbe behielt den Namen Sachsen; der übrige bekam andere Namen, wie z. B. Braunschweig, Westfalen usw. Die Hauptstadt des kleinen Herzogtums war Wittenberg. Die Herzöge von Sachsen waren Kurfürsten, denn sie wählten den deutschen König mit. Unter Kaiser Sigismund bekamen 1423 die Wettiner Sachsen. Seit der Zeit hießen die Länder der Wettiner Sachsen, obwohl sie nicht von den alten Sachsen bewohnt wurden. So wanderte der Name Sachsen von Norden nach Süden. Jetzt gibt es ein Königreich Sachsen, vier sächsische Herzogtümer und die Provinz Sachsen, die zu Preußen gehört.

3. Die Geschichten des sächsischen Volks - S. 159

1834 - Dresden [u.a.] : Arnoldi
169 Dünn ftudirte er zu Leipzig und erhielt 1544 die Admi- nistratur des Hochftifts Merseburg, die er aber nieder- legte, als er sich 1548 mit Anna, der Tochter Königs Christian Iii. von Dänemark, vermählte. Sein Bru- der verstattete ihm die von dem Vater angeordnete Mitre- gierung nicht, wies ihm aber ein kleines Gebiet mit lan- desherrlichen Rechten zu seinem Einkommen an, und ernannte ihn zu seinem Stellvertreter bei den inländischen Regierungs- geschäften, wenn er selbst in auswärtigen Kriegen abwesend wäre. Unter diesen Umständen, so wie schon bei seinem früheren Aufenthalte zu Prag, hatte der Prinz hinlänglich Gelegenheit, sich Kenntnisse von Staatsgeschäften zu erwer- den , die er auf das Beste benutzte und dadurch einer der einsichtsvollsten Regenten wurde. Der Zustand Kursachsens war eben kein erfreulicher, als August die Regierung übernahm. Von Außen her wurde der Staat durch einen Ueberfall vom Markgrafen Albrecht bedroht, und zugleich forderte die Ernesti- nische Linie die i. Jahre 1547 abgetretenen Länder, Rechte und Würden zurück. Im Innern war die Verwaltung noch ungeordnet und manches in Verwirrung. Das Land wurde von einer Schuldenlast von i,ooo,ooy Gulden gedrückt, die Verarmung und Entvölkerung nahm überhand und unter den Geistlichen erhoben sich so heftige Streitigkeiten, daß dadurch die Ruhe des Landes gestört werden konnte. Nur ein weiser und kraftvoller Fürst, der mit Muth und Stand- haftigkeit auch Mäßigung und Vorsicht vereinigte, vermochte die mannigfachen Wirrnisse im Staate zu enden und die Gefahren, die ihn bedrohten, abzuwenden, und als ein sol- cher erwies sich August. Gleich nach dem er die Huldi- gung von den Ständen empfangen, bewog er sie, eine Ver- mehrung der Kriegsmacht zu bewilligen, um einem Angriffe Markgraf Alb rechts widerstehen zu können, dann aber schloß er durch dänische und kurbrandenburgische Vermittelung am 11. September 1553 Frieden mit diesem streitlustigen Fürsten. Die Forderungen der Ernestini- schen Linie brachte er am 24. Februar 1554 durch den Vertrag zu Naumburg zum Schweigen, durch welchen er die vier Aemter, Altenburg, Eisenverg, Sachsen- burg und Herbiöleben an die ältere Linie abtrat und

4. Das Deutsche Reich - S. 1

1912 - Leipzig : Wunderlich
Erste methodische Einheit. 1. Die Provinz ürandentmrg. (Größe: 40000 qkm, also über 21/2 X das Königreich Sachsen.) Ziel: Wir werfen heute einen Blick auf das Stammlaud der Hohenzollern. Wir sprechen von der Provinz Branden- bürg, die man früher „des Deutschen Reiches Streusaud- büchfe" nannte. Nachdem die Kinder noch einmal alles das angegeben haben, was sie auf Grund des Geschichtsunterrichts^) von Brandenburg gelernt haben, werden gemeinsam die Fragen festgestellt, nach denen die Be- sprechung fortzuschreiten hat: I. Wo liegt die Landschaft? In der Geschichtsstunde haben wir ihre Lage nur im allgemeinen festgestellt. (Nördlich von uns — Havel, Spree, Oder.) Heute wollen wir genauer verfahren. Was lehrt die Karte über die Lage der Provinz? (Sie zeigt, daß die Provinz Brandenburg ein Teil der großen Nord- deutschen Tiefebene ist, ungefähr in der Mitte des Preußischen Staates liegt und sich zwischen dem Großherzogtnme Mecklenburg und den Pro- vinzen Pommern, Westpreußen, Posen, Schlesien und Sachsen ausbreitet.) Ii. Warum hieß die Provinz früher „des Deutschen Reiches Streusandbüchse"? In früherer Zeit war die Provinz Brandenburg zum größten Teile ein sehr unfruchtbares Gebiet. Sie enthielt nicht allein weite Moor- flächen, sondern auch Gegenden, wo der Boden entweder ganz steinig i) In der Geschichte haben wir uns kurz vorher mit dem Manne beschäftigt, der den Franzosen am Rheine so entschieden entgegentrat und sodann die Schweden besiegte, die — von Ludwig Xiv. aufgehetzt — von Pommern aus in Deutschland eingefallen waren. Wir haben sodann, nachdem wir die Taten dieses Mannes kennen gelernt hatten Zurückweisung der Bewerbung Ludwigs Xiv. um die deutsche Kaiserkrone — Kämpfe am Rhein — Sieg bei Fehrbellin), die Frage aufgeworfen: Woher stammt denn Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst? Diese Frage führte uns u. a. auf den Burggrafen von Nürnberg (Friedrich von Hohen- zollern), der einst vom Kaiser Sigismund die Markgrafschaft Brandenburg erhielt, zu der Heinrich I. den Grund gelegt hatte. (Nordmark zum Schutze gegen die Slaven!) Tischendorf, Das Deutsche Reich. 20. Aufl. 1

5. Das Deutsche Reich - S. 169

1912 - Leipzig : Wunderlich
— 169 - keine bloßen Worte, nein, es kommt uns aus dem Herzen, wenn wir jetzt im Siebe geloben: Solang ein Tropfen Blut noch glüht, noch eine Faust den Degen zieht und noch ein Arm die Büchse spannt, betritt kein Feind hier deinen Strand. Das Groß Herzogtum Baden. Baden, der Größe nach der vierte Bundesstaat, reicht vom Bodensee bis zum Mainviereck und gehört teilweise der fruchtbaren Oberrheinischen Tiefebene, teil- weise dem holzreichen Schwarzwalde an. Da es in der Ebene fruchtbares Acker- land und ausgedehnte Obstgärten und Weinberge besitzt, im Gebirge stattliche Waldungen und grasreiche Matten aufzuweisen hat, so bilden Ackerbau und Vieh- zucht die Haupterwerbsquellen. Doch stehen daneben auch Industrie und Handel tn Blüte. Baden hat nicht nur eine rege Gebirgsindnstrie aufzuweisen (Herstellung von Uhren, Holzgeräten. Musikinstrumenten!), sondern auch eine Anzahl Industrie- städte, z. B. Pforzheim (Gold- und Silberwaren!> und Karlsruhe Maschinenbau). An Handelsstädten nannten wir Mannheim und Freiburg. Sie handeln in erster Linie nnt dem, was der Boden hervorbringt (Getreide, Wein, Obst, Hopfen, Holz). Die Perle der Städte Badens ist Heidelberg mit seiner schönen Ruine und seiner alten Universität. 7. Elsaß-Lothringen.^ (Größe: 14 500 qkm, also fast so groß wie das Königreich Sachsen.) 3tcl: Wir reden heute von dem Lande, welches die Fran- zosen gern wieder vom Deutschen Reiche losreißen möchten. Wir betrachten das Reichsland Elsaß-Lothringen. (Zeige!) Nachdem die Kinder auf Grund des Geschichtsunterrichts auge- geben haben, 1. auf welche Weise dieses Laud an Deutschland ge- kommen ist (Ruhmreicher Krieg 1870/71. — Friede zu Frankfurt), und 2. welche Stellung es gegenwärtig innerhalb des Reiches einnimmt (Reichsland, d. h. es steht unmittelbar unter dem Kaiser und wird in dessen Namen durch einen Statthalter verwaltet), schreitet der Unter- richt fort an der Hand zweier Fragen: I Welche (Gebiete umfaßt das Neichsland? Mit Hilfe der Karte setzen wir fest: Das Reichsland zerfällt in einen östlichen und in einen westlichen Teil. 1. Der östliche Teil des Reichslandes, das Elsaß, breitet sich aus zwischen dem Wasgenwald und dem Oberrhein. Er ist ein Elsaß — Land der Sassen an der Jll. — Lothringen = genannt nach Lothar Ii., der das Land im Jahre 855 empfing.

6. Das Deutsche Reich - S. 13

1918 - Leipzig : Wunderlich
- 13 — I. Wo liegt die Landschaft? In der Geschichtsstunde haben wir ihre Lage nur im allgemeinen festgestellt. (Nördlich von uns — Havel, Spree, Oder.) Heute wollen wir genauer verfahren. Was lehrt die Karte über die Lage der Provinz? (Sie zeigt, daß die Provinz Brandenburg ein Teil der großen Nord- deutschen Tiefebene ist, ungefähr in der Mitte des Preußischen Staates liegt und sich zwischen dem Großherzogtume Mecklenburg und den Pro- vinzen Pommern, Westpreußen, Posen, Schlesien und Sachsen ausbreitet.) Ii. Warum hiest die Provinz früher „des Deutschen Reiches Streusandbüchse"? In früherer Zeit war die Provinz Brandenburg zum größten Teile ein sehr unfruchtbares Gebiet. Sie enthielt nicht allein weite Moor- flächen, sondern auch Gegenden, wo der Boden entweder ganz steinig oder mit grauem Flugsande bedeckt war, in dem höchstens Kiefern- Wälder und dürres Heidekraut genügende Nahrung fanden. Den Man- derer faßte ein Schrecken, wenn ihn der Weg durch diese Landschaft führte, wo der Fuß bei jedem Schritte tief einsank in den feinen, vom Winde leicht hin und her gewehten Sand, wo der Wagen sich mühsam fortschleppte und nur struppige Kiefern hier und da etwas Schatten ge- währten. Iii. Welches Bild bietet die Provinz jetzt? Jetzt ist der größte Teil der Provinz Brandenburg ein sorgfältig angebautes und fruchtbares Land*) mit volkreichen Städten, schmucken Dörfern und schönen Schlössern. 1. Der größte Teil des Sumpf- und Moorlandes ist ver- schwuudeu. So hat man z. B. einen an der Oder in der Nähe von Küstrin gelegenen Landstrich — Overbruch2) genannt — (Zeigen!) durch mühsame Arbeit in eine fruchtbare Gegend umgewandelt. Der Oder- bruch bot noch vor 160 Jahren ein überaus trauriges Bild. Meilen- weit breiteten sich grundlose Sümpfe und Moräste aus, umsäumt von knorrigen Weiden, Eichen und alten Erlen, bewachsen mit Rohr und Schilf- pflanzen, zwischen denen Wasser- und Sumpfvögel ihre Nester bauten und Fischottern und Biber hausten. Hin und wieder erblickte das Auge auf kahler Anhöhe eine elende mit Rohr oder Schilf gedeckte Lehmhütte. Woher stammt denn Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst? Diese Frage führte uns u. a. auf den Burggrafen von Nürnberg ifriedrich von Hohen- zollern), der einst vom Kaiser Sigismund die Markgrafschaft Brandenburg erhielt, zu der Heinrich I. den Grund gelegt hatte. (Nordmark zum Schutze gegen die Slaven!) 1) 46% Ackerland, 32% Wald, 14% Wiese, 8% Seen und unbebautes Land. [Schwer.] 2) Bruch = sumpfige, mit Erlen, Weiden usw. bewachsene Niederung.

7. Handbuch für Schüler zum Gebrauche bei dem Unterrichte in den gemeinnützigen Kenntnissen - S. 166

1846 - Dresden : Arnoldi
166 Küstenhandel, Seeräuberei, Krieg. — Sitten: Erziehung der Knaben zu Kriegern. Liebe zur Redlichkeit und Keuschheit. Gast- freundschaft. Trunk- und Spielsucht. — Kleidung: Felle erlegter Thiere. Nahrung: Kräuter, Wurzeln, Fleisch und Milch der Thiere, später Gerstensaft. Wohnungen: Abbrechbare Zelte oder Hütten. — Religion: Verehrung der Hertha (Erde), des Kriegs- gottes Odin oder Wodan (höchste Gottheit, Menschenopfer), des Thor (Donnerer). Heilig gehalten wurde auch die, wahrscheinlich dem Hermann geweihte Jrmensäule in Westphalen. Walhalla: Verei- nigungsort der Gefallenen. Anbetung der Götter unter Bäumen, oder in Hainen. Priester: Druiden. Weissagungen aus dem Fluge der Vogel, dem Blute der Opserthiere :c. Untern ehmungen nach Außen: a) Ueberfahrt nach Eng- land unter Hengist imb Horsa 449, um die Pikten und Skoten zu vertreiben. Gründung von sieben Königreichen, die 827 vereinigt und bis 1066 von 'sächsischen Königen regiert wurden, b) Zerstö- rung des thüringischen Königreichs - mit den Franken (531), das nördlich von der Unstrut an Sächselt fiel, c) 568 Zug mit Alboin nach Italien (S. 39.). 6) Krieg mit Karl dem Großen (S. 40). 2. Sachsen ein Herzogthum bis 1180. Anführerder Sachsen gegen Karl den Großen: Wittekind der Große. 784 Flucht mit Alboin, Anführer der Ostphalen, nach Dänemark. 785 Wittekind's Taufe. Sachsen wurde ein Theil des Frankenreichs, Wit- tekind jedoch mit der Herzogswürde belehnt. — Bei der Länderthei- luitg 843 (S. 41) kam Sachsen an Deutschland. Unter Ludwig dem Deutschen sächsischer Herzog: Ludolph. Unter Otto dem Erlauchteit, der die deutsche Kaiserkrone ausschlug, Vereinigung Thüringens mir Sachsen. Seine Nachfolger waren zugleich deutsche Kaiser (S. 42.) Otto 1. übergab 968 Sachsen dem Herzoge Hermann Billing. Kampf mit Heinrich Iv. (S. 43). 1106 ch mit Magnus das Billing'sche Haus aus. Lothar (S. 44) belehnte, nachdem er die Kaiserkrone erhielt, 1127 Heinrich den Stolzen von Baiern mit Sachsen. Sachsens Schicksal unter ihm 'und Heinrich dem Löwen (S. 44). 1180 Zersplitterung des großen Herzogthums. Lehngrasen wurden unabhängig, Westphalen fiel an den Erzbischof von Köln. Andere Theile fielen an die Erzbischöfe und Bischöfe von Mainz, Magdeburg, Bremen, Verden, Minden. Albrecht des Bären Sohn, Bernhard von Anhalt (Vorfahren : Herren v. B a l- kenstedt (Ballenstedts, daher im Wappen 5 schwarze Balken im goldenen Felde, vom Hause Wettin beibehalten) erhielt den Titel ei- nes Herzogs von Sachsen. Bi* Herzogthum (seit 1356 Kurfürstenthum) Sachsen-Wit- tenberg unter dem Hause Askanien bis zur Vereinigung mit Meißen upd Thüringen. 1180 — 1428. 3. Bernhard (f- 1211). Entstehung des sächsischen Rauten- kranzes und des Marschallamtes.

8. Von der germanischen Urzeit bis zum Ausgange der Regierung Friedrichs des Großen - S. 174

1912 - Leipzig : Wunderlich
174 Die Zeit des Absolutismus. formiboble Pu(i)ffance feibt vor eure feinbe die unser hons sehr hielte Hot euere f(r)eunbe werben euch bor einen Klugen und berftenbiegen Regenten holten bozu berhelfe der ollerhogste Gott bo(s) wünsche ich von hertzen Amen. Mein lieben Snccessor mus ich Connessonce gehben von ollen meinen Probincen an Lenber und Leutte. Preußen ist ein sehr schönes und grohßes Lonbt und sehr fruchtbohi die leutte jeinbt guht zu omplogiren den(n) sie biel berstont haben ober mein Snccessor mus bos onge auf sie haben den(n) die Nocion falsch und listig sein aber mit ein guht toorht Ihr mit sie machen könnet was Ihr wollet was die Haushaltung ober economie (betrifft, so) berstehen sie nicht also mäßet Ihr sie barin nicht omplogiren ober unter die Armee und zu Negociocions zu die Kollegia der Justitz sein sie bortresl: zu omplogiren... Es folgen nun die Schilderungen von Pommern, den Marken, Magdeburg, von Halberstadt und Hohenstein, von Minden, Ravensberg, Tecklenburg und Lingen, von Kleve-Mark, von Mörs und Geldern. Dann spricht der König von den Visitations--reisen: Mein lieber Snccessor mus seine Lenber und Prowincen jerlick bereißen wie ich getahn habe ba wierbt er seine Regimenter und Ermei officiers Lenber und leutte Kennen lernen ... Hieraus gibt er Instruktionen über die Finanzen, das Generalkriegskommissariat, die Justiz, das Kirchenwesen, die auswärtige Politik: Es ist wahr das ich euch ein trehsohr laße ba eine hüpsche Summe gelbt barinnen ist aber es ist bor ein Regent eine Nohtwenbige sache Bohres gelbt zu haben den(n) ba euch Gott bor Krig Peste bor bewahr (wenn) etl: Prowincen gonbtz ausfallen der Krig schreckt: gelbt weg nimm et wen(n) Ihr aber ein Braben gespicten tresor habet Ihr biefe ungelühcfe ©utteniren (könnt) also müßet Ihr Jerl: zum itzigen tresor zum wenigsten 500 000. th beylehgen den(n) eine formiboble Armee und ein großen tresor die Armee in Zeit von Noht Mobihle zu machen sahn euch ein grohs respeck(t) in die welbt gehben und (Ihr) ein worbt wie anbehre Pu(i)ssancen mit rehben Könnet. Die Armee wie auch eure Domestiefen und semtl: collegia müßet Ihr richtig Ihr gehalbter bezahlen laßen bos sie nicht Worten börffen olles was Ihr in eure lenber und auswertige lenber Kouffet müßet Ihr richtig bezahlen (bos) Gieb et euch in die wehlbt Krebit und (wirb) Reputation gehben Gott sey Donck ich bin an Keinen men- schen was fchulbig und wen[n] einer ober anber euch folte mahnen Kommen könnet Ihr Ihm mit guhten gewißen Plaht abreißen ba-hero machet auch Keine fchulben und gehbet nichts mehr aus als Ihr einzunehmen habet olsben werbet Ihr sehen wie florifant bos eure Prowincen und finnoncen sich wohl befinben werben...

9. Neuzeit - S. 209

1897 - Leipzig : Wunderlich
— 209 — den Kurhut und dann die Königskrone errungen. Wenn auch mit der Erlangung des Königsnamens kein Machtzuwachs verbunden war, so war sie dennoch für die Zukunft von hoher Bedeutung. Bisher fehlte es den hohenzollerschen Staatsgebieten an einem Gesamtnamen. Dies hatte zur Folge, daß die einzelnen Teile eben als Teile und nicht als Ganzes betrachtet wurden. Von Friedrich I. an wurde der Name Preußen auf alle Länder der Hohenzollern übertragen; seit dieser Zeit war Preußen auch äußerlich ein Einheitsstaat, und die Preußen lernten sich nunmehr als Glieder eines Staates fühlen und achten. Die schwarz-weiße Fahne der alten Preußen, das Abzeichen des Ordenslandes Preußen, umfaßte von jetzt an alle, und schwarz und weiß wurden so die preußischen Landesfarben, die den tapferen preußischen Soldaten im Streite kühn voranleuchteten. Während das alte deutsche Reich immer mehr in seine Teile auseinander fiel, einigte sich Preußen je länger desto mehr und errang dadurch Macht und Ansehen. Die neue Würde spornte die Nachfolger-Friedrichs I. an, unablässig für die Vergrößerung und Verbesserung des Landes zu sorgen, sich derselben würdig zu machen und der Welt zu zeigen, daß die Hohenzollern mit Recht den Königstitel verdienten. Dies hob schon Friedrich Ii. hervor, indem er sagte: „Friedrich I. hat seinen Nachfolgern zugerufen: Ich habe euch einen Titel erworben, macht euch desselben würdig. Ich habe den Grund zu eurer Größe gelegt, an euch ist es, das Werk zu vollenden." w 2. August Hermann Francke, der glanbenstrene Begründer des Waisenhauses zu Halle. August Hermann Francke wurde 1663 in Lübeck geboren und nach dem frühen Tode seines Vaters von seiner frommen Mutter mit aller Sorgfalt echt christlich erzogen. Frühzeitig wurde er Lehrer an der Universität. Einst sollte er in Lüneburg über den wahren Glauben predigen. Dabei ward er sich bewußt, daß er selbst den rechten und echten Glauben noch gar nicht besitze. Er geriet dadurch in große Seelenangst, aber er errang auch nun einen festen Glaubensgrund und drang fortan auf lebendigen, thätigen Glauben und innige Herzensbekehrung. Gleich seinem Lehrer, dem berühmten Prediger und Dichter Spener, forderte er mehr den gottwohlgefälligen Lebenswandel als die äußere Rechtgläubigkeit und wurde deshalb als Frömmler oder Pietist verspottet und angefeindet. Auch Francke wurde gleich seinen übrigen Gesinnungsgenossen aus mehreren Städten, wie Leipzig, Erfurt u. s. w. vertrieben. Aber Friedrich I. berief ihn als Professor an seine neugegründete Universität Halle und als Prediger in die Vorstadt Glaucha. Hier entfaltete er nun eine reich gesegnete Wirksamkeit als Prediger und Lehrer. Besonders nahm er sich der armen und verwahrlosten Kinder an. Diese kamen allwöchentlich zu ihm, um sich milde Gaben zu holen. Dabei unterredete er sich mit ihnen über den Katechismus und fand ihre große Th- Franke, Prakt. Lehrbuch der Deutschen Geschichte. 2. Teil. 14

10. Vaterlandskunde - S. 334

1831 - Leipzig : Reclam
334 westlichen. 266) Vergleichung zwischen der Provinz Nie- derrhein und Ostpreußen. 267) Kurze Lebensgeschkchte Luthers aus der Zusammenstellung der in der Provinz Sachsen zerstreut angegebenen Bemerkungen über ihn. 268) Kurze Geschichte des 7jahrigen Krieges. 269) Kur- ze Reisebeschreibungen über einzelne Provinzen. 270) Es gebe jeder von den größten Städten des Landes irgend eine Merkwürdigkeit an. 271) Brief über die merkwür- digsten Städte und Gegenden. 272) Beschreibung einer Rheinfahrt; einer Reise durch das Riesengebirge, den Harz u. s. w. 273) Welche Menschen wurden nach und nach in unser Vaterland ausgenommen, und wann, und von wem geschähe dies? 274) Welche Oerter sind durch 2 Schlachten, die bey denselben geliefert wurden, merk- würdig ?
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