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1. Praxis des heimatkundlichen Unterrichts - S. III

1912 - Hannover-List [u.a.] : Carl Meyer (Gustav Prior)
Vorwort. „Ich habe gelernt, was Heimat heißt, und darin einen Schatz gefunden, der mich reich macht, und in dessen Besitz ich uie wieder arm werden kann." Friedrich Ratzel. Möchte jeder Mensch so sprechen können wie Friedrich Ratzel, der Begründer der kulturgeographischen Wissenschaft. Wer es aber zu erfahren wünscht, was die Heimat dem Erdenpilger sein und werden kann, der lese Wilhelm Raabes Roman „Altershausen", sein letztes Geschenk ans deutsche Volk. Der alte Rat Feyerabend ist ein Heimatmensch, der seine Heimat liebt wie sonst nichts mehr auf der Welt, weil sie das Land seiner goldenen Kindheitstage, das Paradies seines Lebens, war. Solche kindlich-glück- lichen Menschen heranzubilden, die fest wurzeln im heimatlichen Boden und aus ihm immer wieder neue Kraft gewinnen zu unentwegtem, hoff- nungsfreudigem Schaffen in den Kämpfen des Lebens, ist das hohe Ziel des heimatkundlichen Unterrichts. Möchte es diesem Buche vergönnt sein, ein Weniges zu seiner Erreichung beizutragen. Es ist in erster Linie für junge Lehrer und Seminaristen geschrieben. Sie kennen den Ort ihrer Wirksamkeit erst flüchtig. Der Seminarist weilt nur ein paar Jahre an dem Orte seiner Ausbildung. Sie genügen nicht, ihn dort heimisch zu machen. Dazu hat er sich vor allem der Vorbereitung auf seinen künftigen Beruf zu widmen. In ähnlicher Lage befindet sich der junge Lehrer. In den meisten Fällen ist ihm die erste Stätte seiner Wirksamkeit fremd. Jetzt, wo er als selbständiger Mamt in das Leben hinaustritt und ein verant- wortungsvolles Amt übernimmt, häuft sich eine große Zahl von Ber- pflichtungen auf seine in vielen Dingen noch unerfahrene Jngend, Da soll er die ihm anvertraute Kinderschar bekannt und vertraut machen mit ihrer Heimat, in der er selbst ein Fremdling ist. Was nur der erfahrene Meister kann, der voll und ganz Wurzel gefaßt hat, der verwachsen ist mit seiner Gemeinde, dem der Wirkungskreis zur zweiten Heimat geworden ist, das kann niemand vom fremden Jünger erwarten. Und doch soll und muß er zum Meister und zum Kenner, zum besten Kenner seiner Heimat- lichen Fluren werden; denn nur dann kann er Heimatunterricht in der H e i m a t s ch u l e treiben. Hierzu genügt nicht eine kurze Spanne Zeit, sondern ein ganzes Leben voller Wirksamkeit und regster Anteilnahme an allem Leid und Freud der Gemeinde. Solche Lehrer werden Träger

2. Praxis des heimatkundlichen Unterrichts - S. IV

1912 - Hannover-List [u.a.] : Carl Meyer (Gustav Prior)
und Zeugen der Heimatgeschichte sein, von denen Ströme reichsten Segens ausgehen. Sie tun unserm Vaterlande not. Die Schwierigkeiten des Heimatunterrichts sind für den Anfänger sehr groß. In der unendlichen Fülle der Erscheinungen auf dem Heimat- licheu Boden, in dem Reichtum an Bildungsschätzen, der offen daliegt und deshalb so leicht übersehen wird und nutzlos liegen bleibt, muß der an- gehende Lehrer sich zurechtfinden lernen. Er muß sich daran gewöhnen, mit offenen Augen frisch umherzuschauen, damit er wahrnimmt und er- kennt, was in Stadt und Land, in Feld und Wald ihm entgegentritt, und er imstande ist, auch feine Schüler zu sehenden, denkenden Menschen heran- zubilden. Dazu möchte dies Buch beitragen. Es will an einem Beispiel zeigen, wie es gemacht werden kann. Die Berechtigung der zahlreichen heimatkundlichen Literatur liegt in der ungeheueren Bedeutuug, die die Heimat für jedeu Einzelnen und für das ganze Volk hat. Der Mensch ist nicht nur ein Kind seiner Zeit, sondern in viel weiterem Sinne ein Kind des Bodens, dem er entsprossen, der Scholle, auf der er herangewachsen ist. Da sind die starken Wurzelu seiner Kraft. Zeitlebens wird er nicht ganz frei vom Erdgeruch der Heimat. Wo ihm Gottes Sonne zuerst scheint, wo er die Wunder der Natur zuerst mit großen Kindesaugen anschaut, wo er unter dem Schutz der Elternliebe zuerst die tausend kleinen Freuden und Bekümmernisse der Kindheit erlebt, da bildet der Erdensohn sich seine Welt. Der gesamte Schatz der Jugendeindrücke ist des Menschen festestes, uuverlöschliches, geistiges Eigentum. Die Heimat ist ihm das Mittel der Welterkenntnis. Wie sie sich in seinem Kopfe malt, so malt sich auch die Welt darin. Nur dann ist ihm die Erkenntnis der Fremde, der Welt möglich, wenn er seine Heimat kennt und versteht. Darum mutz der Heimatunterricht Grundlage und Mittelpunkt des gesamten Unterrichts sein. Nicht nur iu der Erdkunde, sondern auch in der Naturkunde, iu der Geschichte, im Deutschen, im Rechnen ist dies zu erstreben. Noch sind wir nicht so weit. Darum gilt es, sich den bestehenden Verhältnissen anzu- passen. Die Heimatkunde ist neben den andern Fächern als selbständiges Fach zu behandeln. Der heimatkundliche Unterricht beginnt im 3. Schuljahr. Iu ihm erwandern die Schüler sich die Kenntnis ihrer Heimat, erarbeiten sich die geographischen Grundbegriffe durch anschauende Betrachtung, formen heimatliche Höhen, Täler und Wasserläufe, beobachten den heimatlichen Himmel und das tägliche Wetter, skizzieren Grundrisse und Wanderungen, gewinnen durch Schätzen, Messen, Schreiten und Modellieren, durch Zeichnen und Lesen der Grundrisse und Pläne Kartenverständnis und erkennen die Abhängigkeit der Pflanzen-, Tier- und Menschenwelt vom Erdboden und die Veränderungen, die der Mensch auf ihm hervorzubringen vermag. Ferner wird der Schüler mit den einfachsten Verhältnissen der Volkswirtschaft, der Verwaltung und Bürgerkuude bekannt, er lernt heimatliche Sitten und Gebräuche, ehrwürdige Zeugen längstvergangener Tage, Glaube und Sprache der Väter achten und liebeu. Aus den Straßen der Stadt, in Werkstätten und Fabriken, draußen in Wald und Feld, in

3. Praxis des heimatkundlichen Unterrichts - S. V

1912 - Hannover-List [u.a.] : Carl Meyer (Gustav Prior)
V S3ert) und Tal erleben die Schüler dieses alles. In ihrer Sprache (Alters- mnndart) fertigen sie Niederschriften an oder berichten darüber. So berücksichtigen wir die modernen Forderungen des Werk- Unterrichts, des Unterrichts im Freien und des sreien Aufsatzes, soweit sie uns berechtigt und durchführbar erscheinen. Wir bereiten die Einführung in die Gesellschaftskuude vor und bringen gleichzeitig geschichtliche und geologische Stoffe der Heimatkunde, die iu den oberen Klassen behandelt werden. Die Aufgaben aus dem Arbeitsunterricht, freie Niederschriften und Auschlußftoffe, die in besonderen Stunden zu erledigen sind, sind bei den einzelnen methodischen Einheiten angeführt. Der letzte Teil zeigt, nach welchen Gesichtspunkten der Lehrer außer- dem seiue Heimat, beziehungsweise seine Wirkungsstätte, erforschen kann. Mit dem Wunsche, daß das Buch dazu beitrage, Menschen heranzn- bilden, die im Heimatboden wurzeln und ihre Heimat lieben wie einen köstlichen Schatz, übergebe ich es der Öffentlichkeit. Gütersloh, im Januar 1912. D. V.

4. Physische und politische Erdkunde von Asien, Australien, Afrika, Die deutschen Kolonien - S. V

1911 - Hannover-List [u.a.] : Carl Meyer (Gustav Prior)
Vorwort. Mit diesem dritten Teile für die I. Präparandenklaffe, der in jeder Weise den Richtlinien seiner beiden Vorgänger folgt, ist nunmehr die ganze Arbeit vollendet. Sie ist ein wenig umfang- reicher geworden, als ich anfangs wähnte. Doch läßt sich nach dem Manuskript die Anzahl der Druckbogen schwer beurteilen. Eine Kürzung aber auf Kosten des einheitlichen Ganzen war nicht angängig. Zudem läßt sich die Arbeit iu den gewiesenen Bahnen (siehe Vorwort zu Teil l!) im Unterricht wohl durchführen. — Bei rein äußerer Beachtung des Umfanges dieses Lehrbuches bitte ich, den Raum für Abbildungen und Ergebnisse in Abzug zu bringen. Der verständnisvolle Fachlehrer aber wird nicht daran zweifeln, daß eine derartige denkende Erarbei- tung des erdkundlichen Stoffes unter Leitung des Lehrers den Schülern der Präparanden-Anftalt viel Freude bereiten wird, wie eine solche an der Hand trockener Leitfäden nie ermöglicht werden kann. Dabei muß — wie ich schon betonte — allezeit ein engherziges Anklammern an das Lehrbuch vermieden werden. Aus der Reihe der allein für die Behandlung der deutschen Kolonien benutzten Werke seien für das spätere Weiterstudium vor allem Hasfert, Heßler, Wende, die Kommentare von Eschner und die „Bilder aus den deutschen Kolonien" warm empfohlen. Auch in diesem Teile fanden zahlreiche Bilder von Holzel, Lehmann, Eschner, der Hamburg-Amerika-Linie, dem Norddeutschen Lloyd u. a. m. Verwendung, und die Verlagsbuchhandlung hat für eine wertvolle Aus- stattung keine Kosten gescheut. Die freundlichen Zuschriften aus Freundeskreisen und von Fach- kollegen, die günstigen Beurteilungen der bisher erschienenen Teile sowie der Umstand, daß diese schon in einer Anzahl von Präparanden-Anstalten mit Erfolg benutzt werden, haben mich recht erfreut. Ofterburg, Anfang Oktober 1911. Krnst Keise.

5. Kurze Geschichte von Hessen - S. 4

1881 - Gießen : Roth
einestheils den Zusammenhang der Bilder unter sich, anderntheils den mit der deutschen Geschichte möglichst festzuhalten. Dem Lehrer soll dadurch Gelegenheit geboten werden auf allen Stufen des Geschichtsunterrichts — je nach den localen Verhältnissen bald mehr, bald weniger — auf die gleichzeitigen Vorgänge in der hessischen Geschichte Hinweisen zu können. Daß einzelne Bilder, wie die Bekehrung der Chatten zum Christenthum, der Sängerkrieg auf der Wartburg, die Erfindung der Buchdruckerkunst, Philipp der Großmüthige, Gustav Adolph in der Rheinebene, die Zerstörung von Worms u. a. etwas ausführlicher behandelt wurden, dürfte mit Rücksicht aus die eingangs erwähnte Verfügung willkommen sein. Die Audeutung methodischer Abschnitte durch die Buchstaben a, 1), rc. und verschiedenen Druck bedarf für Fachgeuossen wohl keiner besonderen Rechtfertigung. Der geringe Umfang des Merkchens dürfte es geeignet erscheinen lassen, in den Oberklassen mehrklassiger Volksschulen, sowie in Mittelschulen und Realschulen Ii. Ordnung Einführung zu finden. Möge das Büchlein seinen eigentlichen Zweck — Liebe zum engeren Vaterland und zum angestammten Fürstenhaus in den Herzen der Jugend zu wecken und zu kräftigen — in reichem Maße erfüllen. Alsfeld, am 12. September 1880. Der Aerfasser.

6. Kurze Geschichte von Hessen - S. 3

1881 - Gießen : Roth
Vorwort. Eine Verfügung der oberen Schulbehörde vom 22. August v. I. macht den Lehrern zur Pflicht, ihren Schülern alljährlich am 12. September, als dem Geburtstage des Großherzogs, gelegentlich einer zu veranstaltenden Schulfeier, Bilder aus der Geschichte ihres engeren Vaterlandes vorzuführen. Von Einigen Abschnitten abgesehen, hat die hessische Geschichte eine so vielseitige Bearbeitung erfahren, wie kaum eine Partikulargeschichte Deutschlands und es fehlt dem nicht an Material, welcher die Absicht hegt, dieselbe eingehend zu studireu. Allein nicht alles — und würe es für den Forscher noch so interessant — eignet sich für die Schule und das Volk. Hier bedarf es der verständigen Sichtung, einer methodischen Auswahl, einer dem vorhandenen Auffassungsvermögen entsprechenden Form. Ein tüchtiger Lehrer wird in dieser Beziehung kaum in Zweifel gerathen, was er seinen Schülern vorführen kann und was ausgeschlossen bleiben muß. Aber welches der vielen vorhandenen Bücher soll er benutzen, Wenck, Schmidt, Dieffenbach, Steiner, Künzel, Hoffmeister rc. oder eine der vielen Monographien über einzelne Theile der hessischen Geschichte, wie Grimm, Simon, Strack, Bender, Rommel, Soldan u. v. a.? Leicht dürfte einzusehen sein, daß nicht bei jedem Lehrer eine so reichhaltige Bibliothek über einen Gegenstand vorausgesetzt werden kann. Darum erschien es dem Verfasser als eine dankbare Aufgabe, die für die Schule geeigneten Punkte der hessischen Geschichte zu sammeln und in möglichst knapper Form darzustellen. Es war dabei sein Bestreben

7. Quellenlesebuch für den Unterricht in der Länder- und Völkerkunde - S. III

1911 - Hannover-List [u.a.] : Carl Meyer (Gustav Prior)
Vorwort. Als geographische Quellen sind in erster Linie solche Werke an- zusprechen, die auf Grnnd eingehenden Studiums oder vornehmlich durch wissenschaftliche Beobachtungen an Ort und stelle zustande gekommen siud und aus Erforschung und Erschließung kleinerer oder größerer Erdräume abzieleu (Werke oou den Professoren Dr. Alb. Peuck, Dr. Theobald Fischer. Dr. Friederiken, Dr. Bezzenberger, Dr. Fridtjof Nansen, von Drygalski, Dr. Carl Chuu, von Alexander von Hum- boldt, Sven von Hedin u. a.). Daneben kommen die mehr gemein- verstündlich gehaltenen volkstümlichen Neisebeschreibnngen in Betracht (z. B. von Ehlers, Perl, Wilda, Meurer, Georg Ebers, H. vou Sodell, Wegeuer, Passarge, Hausjakob, Baumgartner, Güßfeldt, Wilhelm von Massow n. a.). Wenn die letzteren auch meist nur flüchtige Eindrücke von Land und Leuteu wiedergeben, so sind sie doch fast ausnahmslos aus Tagebuchnotizen oder Briefen hervorgegangen und enthalten darum eine Fülle naturwahrer, lebensvoller, gleichsam in Handlung gesetzter an- schaulicher Einzelzüge, packende Beschreibungen und Schilderungen, so daß der Lesende den Darstellungen leicht nud mit Interesse solgen und sich an ihnen erquicken und bilden kann. Hierzu treten Schilderungen von Land und Leuten, die sich auf jahrelangen Aufenthalt iu fremden Landen grün- den (z. B. Dr. Wettstein, Blumenan; Ernst Hacket, Java; Dr. Carl Peters, die Engländer); Missionsberichte (von Flierl, Kleintitschen, D. Merensky), Erlebnisse und Beobachtungen von Militärpersonen (Moltke in der Türkei; Dominik, Kamernn; Schwabe, Deutsch Südwest-Asrika) und Staats- mäunern (Bismarck in Ungarn), Darstellungen von Selbstgesehenem und Selbsterlebtem aus der Heimat (vgl. die Quellenstücke über Deutsch- land), Schilderungen von Dichtern (Heines Harzreise), typische Ab- Handlungen in Zeitschriften (Nanticns, Veröffentlichungen des Instituts sür Meereskunde, Westermanns Monatshefte, Deutsche Erde) u. dgl. Auf diese vielseitigen Stoffquellen hinzuweisen und wertvolle Teile der- selben für den Unterricht darznbieten, ist die nächste Aufgabe des vorliegen- den „Quellenlesebuches". Für die Stoffauswahl siud folgende Grundsätze maßgebend gewesen: 1. Es wurden mehr schnlwissenschaftliche als schöngeistige Werke bevorzugt und aus ihueu Abschnitte gewählt, die schulpraktischen Wert haben und sich durch Darbietung konkreter Einzelzüge, durch Behaud- luug typischer Landschaften und charakteristischer Züge aus dem Volksleben besonders auszeichnen. 2. Der Inhalt soll Zeitgemäßes bieten: Neben Landschaftsschilderungen und geologische» Darstellungen wurden Abhandlungen aus dem Volksleben, der Missionstätigkeit, dem Landwirtschafts-, Bergbau-, Gewerbe- und Handels- betriebe gegeben, das Vaterland aber in den Mittelpunkt des Ganzen gestellt (bei den fremden Erdteilen wurden besonders Schilderungen des Deutsch- tums im Ausland berücksichtigt). A*

8. Quellenlesebuch für den Unterricht in der Länder- und Völkerkunde - S. IV

1911 - Hannover-List [u.a.] : Carl Meyer (Gustav Prior)
— Iv — 3. Die Stücke stammen zum guten Teil vou Forschern ersten Ranges her und sind fast ausschließlich Werken der neuesten Zeit ent- nommen, wo nicht, so sind die Werke doch von dauerndem Werte (z. B. von Darwin, Alex, von Humboldt, Stanley u. a.). Die Reihenfolge der Quellenstücke richtet sich nach der Anordnung der „Erdkunde für Lehrerbildungsanstalten" von Heise und Marquardt, Teil Iv und V (Verlag von Carl Meyer jgustav Priort-Hannover). Durch das Quellenlesebuch soll das geographische Lehrbuch ergänzt werden. Beim Lehrbuch tritt die objektive Seite der Darstellung in den Vordergrund, es wendet sich vorzüglich an den Verstand; das Qnellenlesebnch will den geographischen Stoff auch in Verbindung mit den persönlichen Verhältnissen und dem subjektiven Empfinden des einzelnen Forschers und Reisenden darbieten, also mehr Herz und Gemüt bilden. Das geographische Lehrbuch bietet den schulmäßigen Merkstoff, gibt leitende Gedanken, behandelt große Erdräume, kommt also dem Gedächtnis zu Hilfe und regt fortgesetzt das geographische Denken an; das Quellenlesebuch beschränkt sich auf wenige Objekte, liefert aber von diesen eine Fülle von Einzelzügen, ohne die ein anschaulicher Unterricht gar nicht denkbar ist. Dazu wird der mehr schulmäßige Stil des Lehrbuches hier infofern ergänzt, als im Qnellenlesebnch eine Anzahl von Meistern der geo- graphischen Darstellung zu Worte kommt. Das Quellenlesebnch ist in erster Linie für die Hand des Schülers bestimmt. Der Stoff desselben — nach der Schwierigkeit auf Präparande und Seminar verteilt — wäre im Unterricht selbst zur Erklärung, Vertiefung und Ergänzung zu benutzen oder, kurz erläutert, als Privatlektüre zu behandeln; besonders interessante, klassische Schilderungen könnten auch iu der Stunde gemeinsam gelesen und behandelt werden. Außerdem dürfte das Buch ein wertvolles Hilfsmittel für den geographischen Unterricht der Lehrseminaristen in den Übungsschulen sein. Dem im Amte stehenden Lehrer soll das Quellenlesebuch die selb- ständige Fortbildung erleichtern; es soll ihn zum Weiterstndinm anregen, ihn mit einem guten Teil der Fachliteratur und mit Werken bekannt machen, die er im Unterricht benutzen, für die Schulbibliotheken anschaffen und im Interesse der Jugendpflege (vgl. Minist. Erl. vom 18. Jan. 1911) ver- wenden kann. Darum bietet das Quelleulesebuch größere, in sich abgeschlossene, umsaugreiche Stilproben von guteu geographische» Schriftstellern, die den Charakter des Originalmerkes dentlich erkennen lassen und eine genaue Quellenangabe an ihrer Spitze tragen1). Ihr vielseitiger Bildungsinhalt wird dem Lehrer das Interesse am geographischen Unterricht in der Schule erhalten helfen und ihm zur Belebung des Unterrichts interessante Einzel- züge liefern. Wenn das vorliegende Quelleulesebuch mit dazu beiträgt, Freude an Gottes weiter, schöner Erde, Vaterlandsliebe und Vaterlandsstolz in den Herzen von Lehrern und Schülern zu erwecken und zu pflegen, so hat es seinen Zweck erfüllt. Dramburg, Ostern 1911. Rudolf Marquardt, Kgl. Seininarlehrer. i) Die unter *) **) ***) f) gegebenen Fußnoten gehören den Originalwerken an, die unter "2) 3) sind außerdem erläuternd hiuzugefügt worden.

9. Physische und politische Erdkunde der außerdeutschen Länder Europas und Amerikas - S. V

1911 - Hannover-List [u.a.] : Carl Meyer (Gustav Prior)
Vorwort. Die Bearbeitung dieses Teiles der Erdkunde für Lehrerbildungs- anstalten (Ii. Teil der Erdkunde für Präparanden-Anstalten) ist nach denselben Richtlinien erfolgt, welche schon in dem Vorwort des I. Teiles eingehend gekennzeichnet sind. Dasselbe gilt von feiner Verwendung im Unterricht. Wenn hier die Ergebnisse der Behandlung der einzelnen Länder Europas und Amerikas enger aneinander gerückt sind, so geschah dies lediglich aus Gründen der Einheitlichkeit und Zusammenge- Hörigkeit. Für den Lehrer wie den Schüler ist es ein leichtes, den Teil der Stundenarbeit auch im Ergebnis abzugrenzen. Und wenn ein Land vollständig behandelt ist, so findet der Schüler im zusammenhängenden Ergebnis einen festen Halt, um den sich alle übrigen Gedanken unschwer gruppieren lassen. — Auch die Art der Ergebnisse hat schon in Teil I ihre Rechtfertigung erfahren. Es darf nie aus dem Auge gelassen werden, daß nach den Be- stimmungen vom 1. Juli 1901 die Präparanden-Anstalt die „Kenntnis der erdkundlichen Gegenstände zu vermitteln, den unentbehrlichen Gedächtnisstoff zu sichern", das Seminar da- gegen auf dieser Grundlage die vertiefende Arbeit zu leisten hat. Wie ersteres geschehen soll, ist ebenfalls im Vorwort zu Teil I eingehend dargelegt worden. (Siehe das!) Darum sind denn auch im vorliegenden Teile die Wechselbeziehungen der erdkundlichen Objekte sowie die einheitliche Auffassung natürlich abgegrenzter Gebiete — so- weit dies irgend ratsam erschien — überall beachtet, um der An- eignung eines toten Gedächtnisstoffes wirksam entgegenzutreten. Die Behandlung ist so erfolgt, daß sich „die wichtigsten Resultate über die Natur und den Menschen von selbst, zumal durch die gegen- seitige Vergleichuug ergeben". (Ritter.) So ist dem leichteren Verständnis des Seminarstoffes bestens vorgearbeitet. Die neuen Stoffeinheiten finden dann in den vorhandenen Vorftellungs- gruppen reiche Apperzeptionsftützen. Die Verlagsbuchhandlung hat auch für diesen Teil der Ge-

10. Physische und politische Erdkunde der außerdeutschen Länder Europas und Amerikas - S. VI

1911 - Hannover-List [u.a.] : Carl Meyer (Gustav Prior)
— Vi — samtarbeit die Mittel zur Ausstattung mit guten Bildern nicht gescheut. Eine Anzahl Klischees wurden von der Hamburg-Amerika-Linie, dem Norddeutschen Lloyd und dem Verkehrsverein in Davos in der liebens- würdigsten Weise zur Verfügung gestellt. Dafür sei hier Dank gesagt. Zur Anschaffung in Lehrerbildungsanstalten eignen sich besonders die Lehmannschen (Verlag von F. E. Wachsmuth, Leipzig) und Hölzelschen (Verlag von Eduard Hölzel, Wien) Geographischen Charakterbilder. Ihnen wie den beigegebenen Kommentaren verdankt der Verfasser — neben vielen anderen Werken — wertvolle Anregungen. Außer diesen Bildersammlungen seien auch noch die Geistbeck-Englederschen Buder (Verlag von Müller-Fröbelhaus, Dresden) warm empfohlen. Teil Iii erscheint im Oktober d. Js. Er wird kaum mehr als 15 Druckbogen umfassen und genügend Spielraum lassen zur Wiederholung und Befestigung des gesamten Präparandenstoffes. Möchte auch dieser Teil der Arbeit eine freundliche Aufnahme finden! Osterburg, den 16. Mai 1911. Ernst Keisc. Berichtigungen. Lies S. 44, Zeile 4 von unten: Lustschloß statt Luftschloß — S. 273, Zeile 2 von oben: Es ist jetzt die erste Seehandelsstadt an der russischen Pontusküste — S. 275, Zeile 22 von unten: Rußlands statt Rußland — S. 298, Zeile 10 von oben: Illinois-Kanal statt Jllnois-Kanal.
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