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Diagramm für Aktuelle Auwahl statistik

1. Das Deutsche Reich - S. 152

1901 - Langensalza : Beyer
152 Il Abschnitt. Die Landschaften und Staaten Mitteldeutschlands. In zahlreichen Schächten, die trichterförmig (Zeichnung!) angelegt sind, wird die weiche Thonmasse gewonnen. Mit scharfen Thonmessern schneiden die Thongräber den fettigen Thon ab, werfen ihn in Äübel, welche an Seilen zu Tage gefördert werden. 4 Woher rührt wohl der viele Thon? Die ausgedehnten Thonlager des Westerwaldes sind durch die Ver- Witterung verschiedener Steine gebildet. Die Hauptgesteine, die zur Bildung des Thons beigetragen haben, sind Granit, Basalt und Porphyr. Das Wasser hat die zerriebenen Gesteine von ihrer ursprünglichen Lagerstätte fortgeschwemmt und an dieser Stelle abgesetzt. 5. Inwiefern ist der Ober-Westerwald die Heimat der Berg- und Hüttenleute? Der Ober-Westerwald ist die Heimat des Berg- und Hüttenmanns. „Hier giebt es wenige Familien, welche nicht bei Berg- und Hüttenwerken beschäftigt oder beteiligt sind." Wohin wir uus auch wenden, da finden wir den Boden von Stollenmündungen durchwühlt. Aus den zahlreichen Bergwerken werden Eisensteine in großen Mengen zu Tage gefördert, aber auch Blei- Kupfer- und Silbererze werden gewonnen. Die erbeuteten Erze aber werden in zahlreichen Hüttenwerken, aus denen Rauchwolken an Rauch- wölken emporsteigen, geschmolzen. Die Mittelpunkte des Eisenbergbaues und der Eisenverhüttung sind die Städte Siegen an der Sieg und Wetzlar an der Lahn. 6. Warum bilden Bergbau und Hüttenarbeit die Hauptbeschäftigung der Westerwälder? Der Westerwald ist eine rauhe Hochfläche, über die meist kalte Winde hinwegfegen. Das verrät uns schon sein Name; denn Westerwald heißt eigentlich weißer (Wister-) Wald, weil seine Höhen frühzeitig beschneit sind. Die Unwirtlichkeit des Westerwaldes hat verschiedene Ursachen. In erster Linie ist schuld daran die schutzlose Lage der Höhen. Die Hochflächen sind zum größten Teil unbewaldet, daher haben die kalten Nord- und Ostwinde ungehindert Zutritt. Ein weiterer Grund liegt in der großen Feuchtigkeit. Die vom Meer herüberkommenden West- und Nordwestwinde verursachen viele Regen, und so wird die Luft feucht. Der Boden endlich nimmt die Feuchtigkeit in großen Mengen auf, läßt sie aber nicht hindurch, weil dar- unter eine thonige Bodenschicht lagert. Dazu kommt, daß die Hochflächen zahlreiche Mulden ausweisen, die dem Wasser den Abfluß erschweren. In- folge des rauhen Klimas eignen sich die Hochflächen des Westerwaldes nur iu geringem Maße zum Ackerbau. Hafer, Gerste, Flachs und Kartoffeln sind die einzigen Feldsrüchte, die der Westerwälder baut. Obst gedeiht hier oben nicht. Der Volkswitz sagt: „Die Kirschen brauchen auf dem hohen Westerwalds zwei Jahre zur Reife; im ersten werden sie auf der eiuen

2. Das Deutsche Reich - S. 156

1901 - Langensalza : Beyer
156 Ii. Abschnitt. Die Landschaften und Staaten Mitteldeutschlands. mehr als 200 Schleifmühlen, die sich an den Ufern der Gebirgsbäche hin- ziehen wie die Schneidemühlen unseres Westkreises. Eine jede dieser Schleif- mühlen hat vier bis fünf Schleifsteine, die durch ein Mühlenrad, das von der Kraft des Wassers getrieben wird, in Bewegung geseht werden. Auf diesen Schleifsteinen schleifen die Steinschleifer des Huusrücks die verschieden- artigsten Steine. Dabei legen sie sich platt aus die Erde, stemmen ihre Füße gegen eine Holzpfoste, stützen die Ellenbogen auf eiu niedriges Bänkcheu und drücken die Steine ganz fest gegen die laufenden Schleifsteine. 3. Wie kommt es wohl, daß im Hunsrück so zahlreiche Stein- schleifmühlen zu finden sind? Der Hunsrück birgt in seinem Innern mancherlei wertvolle Gesteine. An verschiedenen Stellen wird nämlich das Schiefergestein von Porphyr- und Quarzfelsen durchbrochen. In diese Felsen eingelagert sind verschiedene wert- volle Gesteine. So finden sich z. B. schön violett gefärbte Amethysten, sowie Achatsteine. Die Achatsteine sehen äußerlich ganz unscheinbar aus und er- scheinen als ganz gewöhnliche Quarzsteine; lvorzeigen!) aber im Innern sind die Steine mit schön gefärbten Streifen geziert, deren Schönheit nach dem Schleifen besonders hervortritt. *) Das Vorkommen dieser Gesteine veranlaßte die Bewohner des Hunsrücks, die wertvollen Steine zu graben. So entstanden an den verschiedensten Stellen des Gebirges Achatgruben. Die zahlreichen Gebirgsbäche mit ihrem starken Gefälle und ihrem reinen Wasser ermöglichten die Anlage von Steinschleifmühlen und gestatteten die Verarbeitung der gewonnenen Steine au Ort und Stelle. 4. In welcher Weise verwerten die Bewohner des Hunsrücks die Steine? Die Amethysten und Achate des Hunsrücks werden in Stücke zer- schnitten und dann auf den Schleifsteinen geschliffen. Darauf werden diese Steine von besonderen Arbeitern noch poliert, damit die Oberfläche glatt und glänzend wird. Hierauf wandern die geschliffenen Steine in die Werk- stätten der Goldschmiede. Da werden sie gefaßt und zu allerlei Schmuck- und Nippsachen verarbeitet. Da werden Broschen. Ohrringe. Schlipsnadeln, Manschettenknöpfe n. dergl. m. verfertigt. Die gefertigten Waren werden dann verkauft. In Idar ist zu diesem Zwecke eine besondere Gewerbehalle eingerichtet worden. Dort liefern die Steinschleifer die gefertigten Waren ab. Viele Hunsrücker ziehen aber auch hinab in die Städte des Rheinthals, besonders in die Badeorte des Taunus und bieten ihre kunstvoll gearbeiteten Gegenstände den Badegästen dieser Städte zum Kaufe an. *) Die geographische Steinsammlung muß natürlich einige Achatdiüsen enthalten, damit nian den Schülern eine geschlossene, zerschnittene und eine geschliffene Mandel zeigen kann, ebenso Amethysten ?c.

3. Das Deutsche Reich - S. 158

1901 - Langensalza : Beyer
158 Ii- Abschnitt. Die Landschaften und Staaten Mitteldeutschlands. traurigen Hochfläche. Diese Dörfer sind klein und unansehnlich. Die niedrigen Hütten werden von kärglichen Äckern umgeben, auf denen nur Hafer und Kartoffeln und etwas Heidekraut gedeihen. Mühselig ist die Bestellung dieser Felder. Der magere beraste Boden wird umgestochen und angezündet, und die Asche benutzt der Eiselbewohner als Düuger. Aber nach drei Jahren ist die Kraft des Bodens erschöpft, und er liefert keinen Ertrag mehr. Das Feld muß dann lange Jahre brach liegen, ehe es wieder bestellt werden kann. 3 Worin ist die Unwirtlichkeit der Eifel begründet? Die Eifel ist nach allen Seiten hin offen und schutzlos deu rauhen Winden preisgegeben. Diese können ungehindert hereindringen und fegen dann mit großer Heftigkeit über die waldlose Hochfläche. Die Unwirt- lichkeit wird erhöht durch die große Feuchtigkeit des Bodens. Das harte Gestein läßt das Wasser nicht hindurch, sondern hält es fest. Es haben sich Sümpfe und Moore gebildet, die beständig Feuchtigkeit ausdünsten. Die hohe schutzlose Lage und die große Nässe des Bodens haben also das rauhe Klima hervorgerufen. Die sumpfige Beschaffenheit des Bodens bedingt weiter dessen Unfruchtbarkeit, und aus der Unfruchtbarkeit des Bodens und aus dem rauhen Klima erklärt sich die Öde der Eisel-Hochflächen. 4. Wie verschaffen sich die Eifelbewohner den notwendigen Verdienst? Obwohl der Boden der Eisel-Hochflächen mager und unfruchtbar ist und nur einen ganz kärglichen Ertrag liefert, so birgt er doch in seinem Innern mancherlei Schätze, durch deren Hebung und Verarbeitung die Eifel- bewohner sich den notwendigen Erwerb verschaffen können. Wie im Huns- rück so wird auch in der Eifel das Schiefergestein an verschiedenen Stellen von anderen Gesteinsarten durchbrochen. Westlich von Andernach finden sich ausgedehnte Lavabrüche, in denen die harten Lavasteine losgesprengt und dann in besonderen Steinhütten zu Mühlsteinen verarbeitet werden. An anderen Stellen der Eifel — im Brohlthale — da lagert in der Tiefe der wertvolle Tuffstein oder Traß. In zahlreichen Tuffstein- brüchen werden diese Steine gebrochen und dann nach dem Brohl- und Nettethal gebracht. Hier sind zahlreiche Steinmühlen, in denen Steine zu Pulver gemahlen werden. Das Pulver wird als Mörtel verwandt. Ein anderes wertvolles Gestein, das man in der Eifel gräbt, ist der Bimsstein. Dieser wird ebenfalls in den Steinmühlen gemahlen und dann zu Bims- steinziegeln verarbeitet. Außerdem finden die Eifelbewohner auch in den zahlreichen Basalt- und Schieferbrüchen des Gebirges lohnende Beschäftigung. Woher rührt wohl der Reichtum an Lava-, Basalt-, Bims- und Tuffstein? Die Lava-, Basalt-, Bims- und Tuffsteinlager der Eisel sind durch die Gewalt des Feuers geschaffen worden. In altersgrauer Vorzeit sind in

4. Das Deutsche Reich - S. 190

1901 - Langensalza : Beyer
190 H. Abschnitt. Die Landschaften und Staaten Mitteldeutschlands. in einem mächtigen Falle über die Felsen in dasselbe hinab. Das Wasser sägte nach rückwärts die Felsen bis an den Fuß durch, und schuf sich so einen Ausweg aus dem Gebirge. Da die nagende Kraft des Wassers (einer Säge gleich) von oben nach unten wirkte, so blieb das Thal eng. Welche Bedeutuug haben die Harzthäler? Die Thäler machen das Gebirge wegsam. Von allen Seiten führen sanft aufsteigende Thäler hinaus auf das Gebirge, so daß es ohne große Schwierigkeiten überschritten werden kann. Es konnten infolgedessen auch zahlreiche Straßen und Eisen- bahnen angelegt werden. Die Flußthäler gestatten ferner die Anlage vieler Ortschaften und laden zur Besiedelung ein. Daher finden wir auch in den Harzthälern zahlreiche Dörfer und Städte. Woher rührt der Wiesenreichtum des Harzes? Der Harz, weist überall eine nährkräftige Ackerkrume aus. Da das Gebirge eine große Regenmenge aufweist, so kann der Wieseitbau mit guteni Erfolg betrieben werden. Welchen Wert haben die zahlreichen Wiesen in den Thälern und an Hängen des Gebirges? Der Wiesenreichtum des Harzes hat eine lebhafte Viehzucht hervorgerufen. Den ganzen Sommer hindurch sind diese Wiesenflächen von zahlreichen Herden stattlicher Rinder belebt. Auch Schaf- und Gänseherden sind in großer Menge anzutreffen. Infolge der ausgedehnten Rindviehzucht beschäftigen sich viele Harzbewohner mit der Bereitung von Butter und Käse, die als Harzbutter und Harzkäse nach alleu Gegeuden Deutschlands versandt werden. Wie kommt es, daß in den Granitselsen des Harzes Tropfsteinhöhlen zu finden sind? Tropfsteinhöhlen kommen be- sonders in Kalkgebirgen vor, z. B. im Jura. Die Granitmassen des Harzes werden also im Bodethale von Kalksteinfelsen durchbrochen, und diese Kalk- steinfelsen sind es, in denen die Höhlen sich finden. Wie mögen diese Höhlen entstanden sein? Die Höhlen sind von dem Wasser gebildet worden. Der Kalk ist porös und läßt das Wasser leicht in das Innere eindringen. Das in großen Massen eindringende Wasser hat nach und nach das Gestein ausgewaschen und so große Höhlen gebildet. Wie kommt es, daß diese Höhlen oft mehrere Stockwerke aufweisen? Die verschiedenen Stockwerke der Höhlen sind nacheinander vom Wasser geschaffen worden. Zunächst hat das Wasser die obere Höhle ausgewaschen. Dann hat es sich an einer Stelle einen Ausweg gesucht und ist weiter in die Tiefe hinabgedrungen. Unter der ausgewaschenen Höhle sammelte es sich an und schus durch seine nagende Kraft eine zweite Höhle u. s. w. Wie mögen aber die wunderlichen Gestalten an Decken, Wänden und Fußböden entstanden sein? Ähnlich wie die Eiszapfen am Dache! Das Wasser, das von der Decke herabtropft, enthält ausgelösten Kalk. Jeder herabfallende Tropfen läßt einen Teil seines Kalkgehaltes zu- rück; es bildet sich an der Decke eine kleine Spitze, die nach und nach immer wächst. Andere dieser Tropfsteine wachsen aus dem Boden heraus,

5. Das Deutsche Reich - S. 191

1901 - Langensalza : Beyer
10. Thüringen. 191 indem die herabfallenden Tropfen den anfgelösten Kalk auf dem Boden absetzen. Zusammenfassung: Die Schönheiten des Harzes. (Berge, Flußthäler. Höhlen.) 4 Wie kommt es, dah wir in den Harzthälern so viele Poch- mühten und Schmelzhütten antreffen? Die Schätze des Harzes. Der Harz zeichnet sich vor vielen anderen deutschen Gebirgen durch einen bedeutenden Metallreichtum aus. Zahlreiche Erzgäuge füllen das Innere des Harzes ans und ziehen sich stundenweit unter der Erde hiu. Diese Erzgänge enthalten Silber-, Eisen-, Kupfer- und Bleierze in großer Menge. In zahlreichen Bergwerken werden diese wertvollen Gesteine von den Bergleuten abgebaut. Viele dieser Erzgäuge liegen sehr tief unter der Erde. Es mußten daher sehr tiefe Schächte ge- gebaut werden, um die wertvollen Erzgänge zu erreichen. Den größten Bergbaubezirk weist der Oberharz auf. Deu Mittelpunkt dieses großen Berg- baubezirkes bilden die sieben Bergstädte des Harzes, von denen Klausthal, Zellerfeld und Andreasberg die bedeutendsten sind. Auch iu anderen Teilen des Oberharzes wird der Bergbau schwunghaft betrieben, namentlich im Rammelsberg bei Goslar, wo die ergiebigsten Silbergruben des Harzes zu finden sind. Während der Oberharz besonders silberhaltige Erze in seinem Innern birgt, werden im Unterharz meist Eisenerze gegraben. Der Hauptsitz des Eisenbergbaues ist die Stadt Elbingerode. Auch der Vorharz ist reich an Metallen. In der Gegend von Eisleben und Mausfeld fiuden sich ausgedehnte Erzlager, die eine reiche Ausbeute an Silber und Kupfer liefern. Der Ertrag des Bergbaues im Harze ist ein sehr bedeutender. Es werden jährlich ungefähr 300 000 Ztr. Kupfer, 2800 Ztr. Silber, mehr als 200 000 Ztr. Blei, 10 000 Ztr. Zink gewonnen. Durch den Berg- bau sindet ein großer Teil der Harzbewohner Arbeit und Verdienst. In dem Mansfelder Bezirk werden gegen 17 000 Arbeiter beschäftigt, während in den Bergwerken des Oberharzes ungefähr 5000 Bergleute thätig siud. sachliche Vertiefung: Wie kommt es wohl, daß der Harz so bedeutende Erzlager aufweist? Nicht alle deutschen Gebirge sind so reich an Erzen als der Harz. Manche (Jura, Rhöu, Schwarzwald) sind arm an Metallen, manche dagegen (Rheinisches Schiefergebirge, Frankenwald, Thüringer Wald, Ardennen) bergen in ihrem Innern viel mineralische Schätze. Die Erze sind an bestimmte Gesteinsarten gebunden. So enthält das Kalk- gebirge Eisenlager, das Schiefergebirge birgt in seinem Innern Silber-, Eisen-, Blei- und Kupfererze, auch das Granitgebirge weist dieselben Erze auf. Wie mögen die ausgedehnten Erzgänge entstanden sein? Die Gesteinsmassen des Erdinnern wurden durch die Erkaltung und Zu- sammenziehung der Erdoberfläche zerrissen. Es entstanden Risse und Spalten. Diese Risse füllten sich mit heißen: Wasser oder heißen Dämpfen aus. Waffer und Dämpfe enthielten die Metalle in aufgelöstem Zustande und setzten sie in den Spalten fest.

6. Das Deutsche Reich - S. 200

1901 - Langensalza : Beyer
200 H. Abschnitt. Die Landschaften und Staaten Mitteldeutschlands. schinen. Diese Kohlen sucht man auf andere Weise zu verwerten. In be- sonderen Fabriken gewinnt man daraus Solar- und Maschinenöl, Teer und Paraffin. Aus dem letzteren werden die bunten Lichte bereitet, die zu Weihnachten auf unseren Christbäumen strahlen. sachliche Vertiefung: Wie kommt es wohl, daß wir am Nord- rande des thüringischen Hügellandes so große Braunkohlen- lag er finden? Wie sich an den Nordrand des rheinischen Schieserge- birges das Steinkohlengebirge anlehnt, so lehnt sich hier an den Nordrand der thüringischen Trias das Brannkohlengebirge. Dieses lagert unter dem fruchtbaren Schwemmlande, das hier den Boden bedeckt. Wie mögen wohl die Br a unk oh lenlager entstanden sein? Ganz ähnlich wie die großen Steinkohlenlager des Rheinlandes. Die Braun- kohlenlager sind ebenfalls unterirdische Torfmoore; nur haben sich diese viel später gebildet als die Torfmoore, aus denen die Steinkohlenlager ent- standen sind. Welche Bedeutung haben die ausgedehnten Braunkohlen- lag er für das Thüringer Land? Durch die Ausbeutung der großen Braunkohlenlager ist in allen Teilen Thüringens eine vielseitige Industrie hervorgerufen worden, die sich in? Lauf der Zeit zu hoher Blüte entfaltet hat. Es werden da nicht nur die Rohstoffe verarbeitet, welche die blühende Landwirtschaft und der Bergbau liefern, sondern auch eiue ganze Reihe anderer Rohstoffe, die von auswärts eingeführt werden. So ist in Greiz, Gera, Apolda, Langensalza und Mühlhausen die Woll- und Baumwollweberei zu großer Blüte gelangt, während in Erfurt und Halle die Eisenindustrie schwunghaft betrieben wird. Welche Industriezweige sind unmittelbar durch die Braun- kohlenlager hervorgerufen worden? Die Braunkohlen werden auch zur Herstellung von Leuchtstoffen verwendet. Man bereitet daraus das Solaröl und das Paraffin. Außerdem sind durch deu Kohlenreichtum auch viele Teer- und Maschinenölfabriken ins Leben gerufen worden. Warum hat das Großgewerbe seinen Sitz zumeist in den Städten? Die Städte bilden ein gutes Absatzgebiet für die fertigen Erzeugnisse. Die Städte bilden Verkehrsmittelpunkte und liegen an großen Verkehrsstraßen. Dadurch wird die Ausfuhr der Waren und Einfuhr der Rohstoffe wesentlich erleichtert. — Ob das thüringische Hügelland noch andere Schätze auf- zuweisen hat? Thüringens Salzlager und Salzquellen. Außer den ausgedehnten Braunkohlenlagern besitzt Thüringen auch uoch mächtige Steinsalzlager. Die größten liegen nördlich von Erfurt. Hier lageru auf dem Johannisfeld bei Jlvers'gehoveu in der Tiefe mächtige Salzsteinfelsen, die eine Stärke von mehr als 20 ra aufweisen und in zwei Schächten bergmännisch abgebaut werden. Auch an anderen Orten Thüringens finden sich noch ausgedehnte Salzlager, wie die zahlreichen Salzquellen, die wir bei Halle, Erfurt, Artern, Frankenhausen, Sulza, Köfen, Suhl und Salzuugeu antreffen, beweisen. sachliche Vertiefung: Wie mögen wohl die Salzlager ent- standen sein? Die großen Salzlager Thüringens sind von dem Meere

7. Das Deutsche Reich - S. 201

1901 - Langensalza : Beyer
10. Thüringen. 201 geschaffen worden. Da, wo die Salzlager sich befinden, bedeckte einst ein Meerbusen den Boden des Landes. Dieser Meerbusen war durch eine hohe Sandbank von dem offenen Meere abgeschlossen. Das Waffer in dem Meerbusen verdunstete und wurde dadurch salzreicher. Durch die Fluteu des Meeres wurde dem Buseu fortwährend neues Waffer zugeführt. Da aber die Verdunstung ihren ungestörten Fortgang nahm, so erhöhte sich natürlich auch der Salzgehalt des Beckens. Das Salz begann zu krystallisiereu und setzte sich zu Boden. Es legte sich Schicht ans Schicht, und so entstanden die großen Salzlager Thüringens. Über denselben bildeten sich dann im Laufe der Jahrtausende neue Erdschichten. Dadurch wurdeu die Salzlager bedeckt und vor der Zerstörung geschützt. Wie kommt es, daß Thüringen so viele Salzquellen auf- weist? In der Nähe der Salzlager finden sich vielfach Quellen. Das Wasser derselben hat das Salz aufgelöst und quillt als Salzwasser oder Sole aus der Erde. Welche Bedeutung haben die Salzlager Thüringens? Ans dem reinen Steinsalze und aus der Sole wird das Kochsalz gewonnen, während die unreinen Salzsteine (Abraumsalze) in den chemischen Fabriken zur Bereitung von Salpeter, Soda, Glaubersalz und verschiedenen Dünge- Mitteln verwendet werden. Die Sulzlager kommen auch der Thon- und Glaswarenfabrikation, sowie der Seifensiederei zu statten; denn diese Industrie- zweige bedürfen zur Herstelluug ihrer Erzeugnisse des Salzes. Den zahl- reichen Salzquellen danken eine Reihe von Solbädern ihre Entstehung. Wie wird wohl aus dem Steinsalz das Kochsalz gewonnen? Die Salzsteine werden gemahlen, das klare Salz wird gereinigt, gesotten und getrocknet. Wie erfolgt die Gewinnung des Kochsalzes aus der Sole? Die Sole wird zumeist in vielfach gewundene Holzkanäle geleitet. Hier fließt sie langsam hin und her und gelangt schließlich in das Siedehaus. Dort sind mehrere große Pfannen aufgestellt. Darin wird das Salzwasser gesotten. Durch die große Hitze wird das Wasser zum Verdampfen gebracht. Dadurch krystallisiert das Salz der Sole und setzt sich in den Pfannen zu Boden. Mit einem großen Rechen, an dem an Stelle der Zinken ein dnrch- löchertes Eisenloch befestigt ist, wird das Salz an den Rand der Pfanne gezogen, dann mit einer siebartig durchlöcherten Schaufel herausgenommen, in eiserne Kippwageu geladen und nach der Trockenpfanne gebracht. Nach- dem es vollständig trocken geworden ist, wird es auf dem Lagerraum auf- gespeichert, dann in Säcke gesackt und versandt. Zusammenfassung: Die Schätze Jnnerthüringens. Rückblick. Das thüringische Hügelland. 1. Die Kornkammern und Gemüsegärten Jnnerthüringens. (Welche sind es? Wo liegen dieselben? Inwiefern können sie so bezeichnet werden? Wodurch sind sie es geworden?) 2. Die Höhenzüge und Mulden Jnnerthüringens. (Wie sind sie ent-

8. Das Deutsche Reich - S. 245

1901 - Langensalza : Beyer
12. Schlesien. 245 fluß des Gebirgskessels bildet. Grüne Matten, mit saftigen Gräsern be- wachsen, ziehen sich in den Thälern und an den Hängen dahin. Wertvolle Steine verschiedenster Art bauen die einzelnen Gebirgszüge auf oder liegen in den Gebirgen verborgen. Granit und Porphyr, Sand- und Kalkstein können an verschiedenen Stellen gebrochen werden; auch Marmor und Halb- edelsteine (grüner Chrysopras) werden gefunden. Der wertvollste Boden- schätz, den das Glatzer Gebirgsland aufweist, ist die Steinkohle. Sie wird besonders im Waldenburger Bergland und am Südabhang des Eulengebirges gegraben. Unter den Erzen, die im Glatzer Bergland gefunden werden, stehen obenan die Eisenerze des Waldenburger Berglands und die Arsenik- erze des Reichensteiner Gebirges, aus denen man nicht nur das giftige Arsenik, sondern auch Gold gewinnt. An verschiedenen Orten der Land- schaft sprudeln aus der Erde heilkräftige Wasser hervor, so z. B. bei Rein- erz, Cudowa und Landeck. Das Innere des Glatzer Gebirgskesfels zeichnet sich durch große Fruchtbarkeit aus. sachliche Vertiefung: Wie kommt es wohl, daß hier mehrere gleichlaufende Kämme nebeneinander hinziehen? Der schlesische Gebirgswall stellt ein Faltengebirge dar, das auf ähnliche Weise entstanden ist als die Alpen. Als der feurige Kern im Innern der Erde durch die fortschreitende Erkaltung immer mehr schwand, wurde die Rinde an ver- schiedenen Stellen zu groß; sie schrumpfte zusammen wie die Schale eines Apfels. So sank auch hier die Rinde ein und zwar im Nordosten und Südwesten. Es bildete sich die tiefere schlesische Ebene und das böhmische Stufenland. Dadurch wurde der dazwischen liegende Teil der Erdrinde zu- fammengedrückt, es entstanden mehrere Falten. Der Druck war am größten im Nordosten; darum fällt es dort auch steiler ab als im Südwesten. Woher rührt die mehrfache Gliederung der Kämme? Der Gebirgskessel muß früher ein Seebecken gewesen sein. Das Wasser hat sich im Nordosten einen Ausweg gesucht und hat den Nordostrand durchsägt, und den Paß von Wartha gebildet, durch den die Glatzer Neiße aus dem Kessel heraustritt. Ebenso ist im Südwestrande der Paß von Reinerz durch das vom Adlergebirge herabkommende Wasser entstanden, der den Habel- schwerdter Kamm vom Heuscheuer-Gebirge scheidet. Die Querriegel sind von den Längsketten durch natürliche Einsattelungen geschieden, welche durch den verschiedenartig wirkenden Druck bei der Faltung des Gebirges ent- standen siud. Welche Bedeutung haben diese Pässe für die Landschaft? Sie bilden die Zugangsthore in das Innere des Kessels und ermöglichen die Verbindung der beiden Gebirgsseiten und der am Fuße derselben sich ausbreitenden Ebenen. Sie sind deshalb von alters her von berühmten Ver- kehrswegen durchzogen worden. Woher haben die Gebirge die verschiedenen Namen? a) Nach den großen Orten, die in ihrer Nähe liegen, b) Nach ihrer Höhe und dem damit verbundenen Schneereichtnm. c) Nach ihrer äußeren Gestalt. (Heu- scheuergebirge.) Warum hat man inmitten dieses Kessels eine so starke Festung angelegt? An dieser Stelle kann der Gebirgswall leicht über-

9. Das Deutsche Reich - S. 266

1901 - Langensalza : Beyer
266 Ii- Abschnitt. Die Landschaften und Staaten Mitteldeutschlands. auf der oberschlesischen Platte und umfaßt einen Flächenraum von ungefähr 6000 qkm (Vergl.!). Ein zweites Kohlengebiet bildet das Waldenburger Bergland. Dasselbe ist jedoch kleiner und liefert infolgedessen auch eine geringere Ausbeute. Außer den beiden großen Steinkohlenlagern finden sich an verschiedenen Stellen auch Braunkohlenlager, die ebenfalls eine reiche Ausbeute liefern. Reiche Eisenerzlager siuden sich auf der ober- schleichen Platte, während unter der Decke der Sumpfmoore Nieder- schlesiens Rasen ei senstein in großer Menge gesunden wird. Auch aus- gedehnte Lager von Zink- und Bleierzen besitzt die Provinz Schlesien. Daneben finden sich ergiebige Thon lag er (Wo?), und Porzellanerde und Quarzsand werden an verschiedenen Stellen des Landes in reicher Menge gegraben. Auch wertvolle Gesteine birgt das Land in seinem Innern, und in zahlreichen Brüchen werden Kalk, Marmor, Granit, Basalt u. s. w. gebrochen. b) Reich ist die Provinz Schlesien an heilsamen Mineral- quellen. In Warmbrunn und Landeck sprudelu warme Schwefelwasser aus dem Boden hervor, während eisenhaltiges Wasser die Quellen von Reinerz liefern. Die Quellen von Flinsberg endlich enthalten viel Kohlensäure. c) Die Provinz Schlesien ist reich an ausgedehnten Wal- düngen. Schlesien gehört zu den waldreichsten Gebieten Deutschlands. Be- sonders waldreich sind der Kamm und die steilen Abhänge des Gebirges. Im Riesengebirge und im Glatzer Gebirgskessel herrschen die Nadelwälder vor, während die Vorberge in der Ebene und die Ufer der Oder mit Laubwald bestanden sind. Ausgedehnte Waldungen finden sich auch in der niederschlesischeu Heide, sowie auf dem schleichen Landrücken. Fichten und Kiefern sind hier vorherrschend; doch kann man hier und da auch Erlen-und Birkenstände antreffen. d) Reich ist die Provinz Schlesien an Wild. Die ausgedehnten Waldungen bergen einen großen Wildstand. Rot- und Damhirsche, sowie Rehe finden sich in großer Menge. Hasen und wilde Kaninchen sind sehr zahlreich vertreten, und unter dem Federwild sind neben Rebhühnern, die am zahlreichsten vorkommen, auch Auer- und Birkhuhn, sowie Schnepfen und Fasanen anzutreffen. e) Wertvolle Bodenerzeuguisse liefert Schlesien in reicher Menge. Neben Flachs, Tabak und Zichorie werden Getreide und Hülsen- früchte, Kartoffeln und Zuckerrüben, sowie Gemüse aller Art in großer Menge erzeugt; auch Obst und Wein bringt die Landschaft hervor. f) Die Provinz Schlesien besitzt reiche Wasserkräfte, die in der mannigfachsten Weise ausgenützt werden können. Wie kommt es nur, daß Schlesien eine so reiche Schatzkammer bildet? Der Reichtum Schlesiens ist begründet in der Natur des Landes. Schlesien umfaßt drei natürliche Gebiete, a) den deutscheu Teil der Sudeten mit dem Jser- und Riesengebirge, mit dem Glatzer Gebirgskessel und dem Gesenke; d) den schlesischen Landrücken mit der oberschlesischen Platte und deu

10. Das Deutsche Reich - S. 372

1901 - Langensalza : Beyer
372 Iii- Abschnitt. Die Landschaften und Staaten Norddeutschlands. hessischen Berglande bei Eschwege, auf der Posener Platte bei Jnowrazlaw und bei Lüneburg in der Lüneburger Heide. Reiche Ausbeute liefert der Boden des deutschen Vaterlandes auch an wertvollen Nutz- und Bausteiueu aller Art. z. B. Granit, Porphyr, Basalt, Schiefer, Gips, Kalk, Sandstein und Kreide. An nutzbaren Erden birgt der Boden reiche Lager von Porzellanerde, Lehm und Thon, die sowohl im Berglande, als auch in der Tiesebene anzutreffen sind. An sehr vielen Stellen endlich spenden zahlreiche Mineralquellen heilkräftige Wässer. sachliche Verliefung: Inwiefern sind die Bodenschätze nn- gleich über das deutsche Land verteilt? Branche Landschaften Deutsch- lands sind kärglich mit Bodenschätzen ausgestattet, während manche solche im Überfluß besitzen. Arm an Bodenschätzen ist z. B. das Alpenvorland, das fränkische Stufenlaud, das hessische und Weserbergland und die norddeutsche Tiefebene; reich ausgestattet damit sind das lothringische Stuseulaud, das rheiuische Schiefergebirge, Sachsen und Schlesien. Worin ist diese verschiedene Verteilung der Boden- schätze begründet? Die verschiedenen Bodenschätze sind an ganz be- stimmte Gesteine gebunden. So finden sich z. B. Silbererze vielfach im Gneis (Erzgebirge). Dem Schiefergestein sind Silber-, Blei-, Zink- und Eisenerze eingelagert (rheinisches Schiefergebirge); Eisenerzlager hat auch das Juragestein aufzuweisen (lothringische Stufenland, oberschlesische Platte, Jura); Steinkohlen sinden sich meist in der Nähe der Schiefergesteine oder der Granite (Westfalen, Sachsen, Schlesien); Braunkohlen lagern in der Trias, am Rande der Iura- und Kreidefelsen, sowie im Schwemmlande (Thüringen, Frankfurt a. O.). Salzlager kommen häusig in den Landschaften vor, die sich aus dem Triasgestein aufbauen. (Thüringen, lothringisches und schwäbisches Stufenland.) Inwiefern kann die Lage der Bodenschätze eine günstige genannt werden? Die meisten Bodenschätze weist die Mitte des deutschen Landes auf. Durch das mittlere Deutschland zieht sich ein Strich, der die ausgedehnten Kohlen-, Eisen-, Salz-, Silber- und Kupferlager enthält. Da der Norden und der Süden mit Mineralschätzen nur kärglich bedacht ist, so können diese Gegenden von der Mitte aus sehr leicht und bequem mit den fehlenden Bodenschätzen versorgt werden. Welche Bedeutung haben die Bodenschätze für unser deutsches Land und Volk? Durch das Vorkommen der ver- schiedenen Bodenschätze ist der Bergbau zu hoher Blüte gelangt. Der deutsche Bergbau mit seinen Zweigen ernährt beinahe 2 Millionen Menschen. Durch den Bergban ist die deutsche Großindustrie hervorgerufen worden, und den verschiedensten Industriezweigen liefert der Bergbau die notwendigen Rohstoffe. Für unsern Lebensunterhalt liefert uns der Bergbau das un- entbehrliche Salz, für unsern Haushalt die notwendigen Brenn- und Heiz- stoffe u. s. w. Welchen Wert haben die vielen Mineralquellen? Das Wasser der meisten Mineralquellen besitzt eine große Heilkraft; darum wird es zum Baden und Trinken verwandt. Tie Orte, in denen solche Heilquellen vorhanden sind, werden von vielen Kranken aufgesucht.
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