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1. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 134

1877 - Berlin : Herbig
m 134 Alte Geschichte, Römer. durch eine Heeresabtheilung' den Uebergang des Hannibal über don Rhodanus (Rhone) zu hindern, kommt zu spät, das karthagische Heer hatte den Strom bereits oberhalb Avenio (Avignon) überschritten. Kurzes Reitergefecht. Der römische Consul schickt seinen Bruder Cn. Scipio mit dem Haupttheil des Heeres nach Spanien, er selbst kehrt mit geringer Mannschaft nach Nord-Italien (Pisae) zurück. Hannibal marschirt die Rhone aufwärts bis Vienna, wendet sich dann östlich zum Gebiete der Allohröger und dem der Centronen, durch das er sich mit vielen Verlusten durchschlagen muss, überschreitet kämpfend die Alpen (auf dem Pass des kleinen Bernhard) und ge- langt nach unsäglichen Mühen und vielen Verlusten mit etwa 20,000 Mann und wenigen Elephanten in das Thal der Dora Baltea. In Ober-Italien stand ein kleines römisches Heer im Kampfe gegen die aufständischen Gallier. Hannibal schlägt den mit Reiterei und leich- tem Fufsvolk vorgegangenen Consul Scipio in dem vor Chr. 218. Reitertreffen am Ticinus, linken Nebenfluss des Po. (Der (Sept.) Consul. selbst verwundet, wird durch seinen 17jährigen Sohn, den späteren „Africanus“, gerettet.) Verstärkt durch aufständische Gallier, schlägt Hannibal in der 218. Schlacht an der Trebia (rechtem Nebenfluss des Po) den (Dec.) andern Consul Tib. Sempronius Longus, welcher in Eile vor Beginn seiner afrikanischen Expedition (aus Sicilien) zurückberufen worden war und beide vereinigten römischen Heere befehligte; die Reste der römischen Heere werfen sich in die Festungen Placenlia und Cremona. In Nord-Italien organisirt Hannibal den nationalen Aufstand der cisalpinischen Gallier; gegen 60,000 schliefsen sich seinem Heere an. In Rom werden für den nächsten Feldzug zwei neue eonsu- larische Heere ins Feld gestellt. Das eine unter Cn. Servilius soll auf der Flaminischen Heerstrafse, nach Ariminum (in Umbrien) zu, das andere unter C. Flaminius auf der Via Cassia, nach Arretium (in Etrurien) zu, einem etwaigen Angriff der Karthager begegnen. Nachdem Hannibal alle Gefangenen der römischen Bundesgenossen ohne Lösegeld entlassen und durch sie in ganz Italien zum Abfall von Rom aufgefordert hat, geht er über den Apennin und marschirt, den Römern unerwartet, durch die sumpfigen Gegenden des Arno. Grofee Verluste. (Hannibal selbst verliert ein Auge.) Durch diesen

2. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 314

1877 - Berlin : Herbig
314 Neuere Geschichte, Erste Periode. Cromwell schlägt die zu Gunsten Karls in England einfallenden Schotten bei Preston und verjagt seine presbyterianischen Gegner aus dem Parlament (1648). Das nunmehrige Rumpfparlament (Rump) setzt den König ab, macht ihm den Prozess und schickt ihn aufs Blutgerüst (1g49) Abschaltung des Oberhauses. England wird Republik (Commonwealth). §. 8. Der Norden Und Osten. Die schon seit Erwählung eines Oldenburgers zum Unionskönig (1448) Seitens der Schweden gelockerte Union der drei skandina- vischen Reiche wird in Folge der Grausamkeiten Christians Tl vollständig aufgelöst. Stockholmer Blutbad (1520). Aufstand der Jdalckarlier unter Führung von Gustav Wasa, (geh. 1490, als Geifsel nach Dänemark 1518, llüchtet 1519 nach Dalekarlicn, verbirgt sich unter Verkleidungen, arbeitet in den Minen). Er besiegt die Dänen, wird erst Reichsverweser und dann (1523) König. 1523-1g54 Haus Wasa in Schweden. Unter Gustav I. Wasa (1523—15g0) Einführung der Reformation. Der Thron erblich. Auf Gustav 1. folgt sein ältester Sohn Erich Xiv. (wahn- sinnig, abgesetzt, ermordet), auf diesen der zweite Sohn Johann Iii. Dessen Sohn Sigmund, katholisch und König von Polen, wird des- halb verdrängt von seinem Oheim, Karl Ix., dem jüngsten Sohne Gustavs I. Karls Sohn 1611—1632. Gustav Ii. Adolf führt glückliche Kriege mit Polen und Russland. Sein Auftreten und seinen Tod in Deutschland s. S. 290. Ihm folgt seine Tochter 1632—1654. Christine, gelehrt, aber ohne Lust für die Regierungs- geschäfte. Sie dankt 1654 ab zu Gunsten ihres Vetters Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken (Sohn einer Schwester Gustav Adolfs). Christine wird katholisch, stirbt in Rom 1689. Dänemark und Norwegen bleiben vereinigt. Schon unter Chri- stian Ii. dringt die Reformation in Dänemark ein. Christian von seinem Oheim, dem Herzog von Schleswig-Holstein, verdrängt (1523), der als Friedrich I. den dänischen Thron besteigt und die Refor- mation Vollständig einführt. Christians Iv. Theilnahme am dreißig- jährigen Kriege s. S. 289. Nach einem Kriege mit Schweden (1643 bis 1645) muss Christian im Frieden von Brömsebro die Inseln Gothland und Oesel abtreten (s. S. 295).

3. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 322

1877 - Berlin : Herbig
322 Neuere Geschichte, Zweite Periode. 1656. Schlacht bei Warschau gegen die Polen. Um sich die weitere Hülfe des Kurfürsten von Branden- burg zu sichern, gesteht Karl, Gustav diesem in dem Vertrage zu Labicm (1656) die Souveränetät über Ostpreufsen und Ermclaml zu. Allein es erklären sich gegen Schweden umstand, Dänemark, der Kaiser und bald auch der Kurfürst von Brandenburg, dem Polen im Vertrage zu Wehlau (1657) ebenfalls die Souveränetät über Ost- preufsen und Ermeland sichert. Die Schweden werden bald aus Polen gedrängt, nur Pohiisch-Preufsen bleibt von ihnen besetzt. Karl Gustav greift Dänemark an, das er rasch erobert (Uebergang über die gefrorenen Belte, Januar 1658) und im Frieden zu lloes- kild (1658) zu bedeutenden Abtretungen zwingt. Noch in demselben Jahre zweiter Einfall Karl Gustavs in Dänemark, dessen Vernichtung er beabsichtigt. Tapfere Verthcidigung Kopenhagens, die Dänen erhalten von allen Seiten Hülfe. Aufhebung der Belagerung. Plötz- licher Tod Karl Gustavs (1660). Unter seinem minderjährigen Sohne Karl Xi. (1660—1697) wird der 1660. Friede zu Oliva (Kloster bei Danzig) geschlossen. Zwei Friedensschlüsse: 1) Mit Polen: Johann Kasimir (Haus Wasa) entsagt allen An- sprüchen auf den schwedischen Thron, Polen allen Ansprüchen auf Livland und Esthland, der Herzog von Kurland wird restituirt. 2) Mit Russland: gegenseitige Herausgabe des Eroberten. — Die Souveränetät Preußens wird von Schweden und Polen bestätigt. Gleich darauf Friede zu Kopenhagen mit Dänemark, welches auf den schon im Roeskilder Frieden abgetretenen, südlichen Theil der skandinavischen Halbinsel für immer verzichtet, aber Drontheim und Bornholm zurückerhält. Krieg zwischen Schweden als Bundesgenossen Frankreichs, und Brandenburg; Schlacht bei Fchrbellin s. S. 317 und Friede zu Saint- Germain en Lage s. S. 318. Die schwedischen Stände, der übermäfsigen Gewalt des Rcichs- raths müde, übertragen dem grofsjährig gewordenen Könige Karl Xi. eine fast unumschränkte Gewalt. Auch in Dänemark wird gleich nach dem Frieden (1660) von dem der Adelsherrschaft überdrüssigen dritten Stande (Bürger) und

4. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 289

1877 - Berlin : Herbig
Deutschland, Dreißigjähriger Krieg (Dänischer Krieg). 280 (Später gewaltsame Gegenreformation auch in Oesterreich und weniger hart in Schlesien.) Auflösung der protestantischen Union und Versetzung des Krieges nach der Pfalz, welche in Vollstreckung der Roichsacht von Maxi- milians Feldherrn Tilly (Jan Tzerlclas Baron von Tilly, geh. 1559 im wallonischen Brabant) mit Hülfe spanischer Truppen unter Spinöla erobert wird. Tilly, bei Wiesloch von Mansfeld geschlagen (April 1622), siegt über den Markgrafen von Baden-Durlach bei Wimpfen (Mai), über Christian von Braunschweig, Bruder des regierenden Herzogs, bei Höchst (Juni 1622) und schlägt Christian zum zweiten Male bei Stadtlohn in Westfalen (1623). 1(523. Maximilian erhält die pfälzische Kurwürde, Sachsen die Lausitz (zunächst als Pfand). 2. Dänisch-niedersächsische Periode (1625—1629). Christian Iv., König von Dänemark und Herzog von Holstein, als Oberster des niedersächs. Kreises an der Spitze der Protestanten. Albrecht von Wallenstein (Waldstein, geh. 1583 in Böhmen, aus einer utraquistischen Familie, 1617 Graf, 1623 Reichsfürst, 1624 Her- zog von Friedland) wird kaiserlicher Obergeneral über ein von ihm selbst errichtetes, durch ein Raubsystem zu erhaltendes Heer. Wallenstein schlägt Mansfeld bei der Dessauerbrücke (1626), verfolgt ihn durch Schlesien nach Ungarn, wo sich Mansfeld mit sbethlen Gabor vereinigt. Mansfeld f in Dalmatien (Nov. 1626). — Schon vorher (Juni) war Christian von Braunschweig gestorben. Tilly schlägt Christian Iv. bei Lutter am Barenberge in Braun- schweig (Aug. 1626). Tilly und Wallenstein erobern Holstein (1627), Wallenstein allein Schleswig und Jütland, verjagt die Herzoge von Mecklenburg, zwingt den Herzog von Pommern zur Unterwerfung, belagert aber vergebens Stralsund (1628), dessen Bürger sich zehn Wochen lang heldenmiiihig vertheidigen. 1029. Friede zu Lübeck zwischen dem Kaiser und Christian Iv. Dieser erhält seine Länder zurück, entsagt aber aller Theilnahme an den deutschen Händeln und opfert seine Verbündeten. Die Herzoge von Mecklenburg werden in die Acht erklärt. Be- lehnung Wallensteins mit ihren Ländern. C. I’lootz, A using. 6. Aull. 19

5. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 291

1877 - Berlin : Herbig
Deutschland, Dreißigjähriger Krieg (Schwedischer Krieg). 291 Subsidien vertrag Gustav Adolfs mit Frankreich (Richelieu). Gustav Adolf vertreibt die Kaiserlichen aus Pommern, marschirt die Oder hinauf, wo ihm Tilly entgegentritt. Der König nach Mecklen- burg, Tilly nach der Elbe zurück, belagert Magdeburg. Gustav Adolf nimmt Frankfurt a. d. Oder. Unterhandlungen mit seinem Schwager Georg Wilhelm, Kurfürsten von Brandenburg (1619—1640), der unter Schwarzenbergs Einfluss steht; endlich wird Spandau übergeben. Wegen Uebcrgabe Wittenbergs Unterhandlungen mit Sachsen, welches (Leipziger Fürstentag, 1631) eine dritte, vermittelnde Partei im Reiche (eine Art bewaffnete Neutralität) zu bilden bestrebt ist und sich nur schwer zu einem Bündnis mit einem Reichsfeinde bestimmen lässt. Während dessen 1631. Eroberung Magdeburgs durch Tilly. Der Sturm geleitet von Pappenheim. Furchtbares Blut- bad und Plünderung durch die zügellosen Soldaten Tillys, welcher selbst, so viel er kann, den Gräueln Einhalt zu thun sucht. Durch eine plötzlich an den verschiedensten Stellen ausbrechende Feuers- brunst wird die Stadt Magdeburg mit Ausnahme des Domes in Asche gelegt (nicht auf Tillys Befehl).1 Tilly nimmt Halle, Eisleben, Merseburg u. s. w. in Besitz und brandschatzt sie. Johann Georg, Kurfürst von Sachsen, schliefst ein Bündnis mit Gustav Adolf, der bei Wittenberg über die Elbe geht. Leipzig von Tilly genommen. Das schwedisch-sächsische und das ■ kaiserliche Heer einander gegenüber, jedes etwa 40,000 Mann stark, <1031. Schlacht bei Leipzig oder Breitenfeld. % ' (17. Sept.) Zuerst werden die Sachsen von Tilly in die Flucht ge- schlagen, dann nach blutigem Kampfe glänzender Sieg Gustav Adolfs über Tilly. Einrücken der Sachsen in Böhmen. Gustav Adolfs Zug nach dem liliein durch Thüringen und Franken (über Erfurt, Würzburg, Hanau, Frankfurt, Darmstadt, Uebergang über den Bhcin bei Oppen- heim), Mainz besetzt, Winterquartiere. Unterdessen wird von den Sachsen unter Anführung von Arnim (Boytzenburg), einem früheren Unterfeldherrn Wallensteins, Prag genommen. Der Kaiser unterhandelt vergeblich mit den Sachsen. 1 Vgl. L. v. Ranke, Geschichte Wallensteins, 3. Autl., S. 140. 19*

6. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 294

1877 - Berlin : Herbig
294 Neuere Geschichte, Erst« Periode. welches ihn förmlich absetzt. Wallenstein begibt sich am 24. Febr. nach Eger, wohin auch Bernhard von S.-W. und Arnim kommen sollen. Dort wird er am 25. Februar 1(534, nachdem seine Vertrauten meuchlings niedergemacht waren, auf Veranstaltung des irischen Obersten Butter vom Hauptmann Devereux ermordet. Der Kaiser hat den Mord weder befohlen, noch bestimmt gewünscht; aber er hat der Partei von der er wusste, dass sie Wallenstein „lebendig oder tot einbringen“ wollte, freie Hand gelassen und er hat, nach- dem die That vollbracht war, die Mörder mit Ehren und Reicli- thümern belohnt. 1634. Sieg der Kaiserlichen (unter Ferdinand, des Kaisers Sohn, Aug. und Gallas) und der Baiern (Johann von Werth) über die Schweden bei Nördlingen. -1035. Friede zu Prag, zwischen dem Kaiser und dem Kurfürsten von Sachsen: 1) Der Kurfürst von Sachsen erhält die Lausitz erblich, das Erz- bisthum Magdeburg für seinen zweiten Sohn August auf Lebenszeit, 2) die vor dem Passauer Vertrage (s. S. 285) eingezogenen geistlichen Hüter sollen den Besitzern für immer, die anderen auf 40 Jahre bleiben. Brandenburg und die meisten übrigen protestantischen Stände treten diesem Frieden bei. 4. Schwedisch-französische Periode (1635—1648). Die schwedischen Angelegenheiten von Oxenstierna, die franzö- sischen erst von Tüchelieu (f 1g42), später von Mazarin geleitet. Frankreich führt den Krieg anfänglich nur durch Bernhard von Sachsen-Weimar, mit dem es einen Subsidienvertrag schliefst, und der sich im Eisass einen neuen Staat zu erobern sucht. Nach seinem Tode (1639) bemächtigt sich Frankreich seines Heeres. '•1636. Sieg der Schweden unter Baner bei Wittstock über das kais.-sächs. Heer. Kaiser Ferdinand Ii. f. Sein Sohn - 1037—1657. Ferdinand Iii., zum Frieden geneigt. Das pommerschc Herzogshaus erlischt (1637 ). Nach Bauers Tode (1641) erhält Torstenson den Ober- befehl über die Schweden. 1640. Georg Wilhelm f. Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Branden- burg (1640—1688). 1641. Friedenspräliminarien in Hamburg, ein Congress verabredet.

7. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 296

1877 - Berlin : Herbig
29g Neuere Geschichte, Erste Periode. Nach dom Nichtgelingen der Belagerung von Brünn, und weil die Pest in seinem Heere ausgebrochen ist, geht Torsteneon nach Böhmon zurück. Er legt wegen Krankheit den Oberbefehl nieder, den Ivranfjel erhält. 1g46. Wrangel verlässt Böhmen, zieht aus Westfalen die schwe- dischen Truppen unter Königsmark an sich und ver- einigt sich in Giefsen mit Turenne. Schweden und Franzosen brechen in Baiern ein und zwingen don Kurfürsten Maximilian, den 1647. Waffenstillstand zu Ulm abzuschliefsen und dem Bündnis mit dem Kaiser zu entsagen. Nachdem Turenne aus Eifersucht auf die schwedischen Erfolge zurückberufen, Wrangel nach Böhmen gezogen ist, bricht Maximilian den Waffenstillstand und vereinigt sich von neuem mit den Kaiserlichen. 1648. Zweiter Einfall in Baiern durch die Franzosen und Schwe- den; furchtbare Verheerung des Landes. Der ange- schwollene Inn hemmt den weiteren Vormarsch der Verbündeten, die nach der Oberpfalz zurückgehen. Der schwedische Goneral Königs- mark nimmt die Kleinseite von Prag ein. '11548. Westfälischer Friede. (24. Oct.) Unterhandlungen von 1g43—1g48. Kaiserliche Gesandte; Graf Trautmannsdorf und Dr. Volmar. Französische: Graf d'avaux und Graf Servien. Schwedische: Graf Oxenstierna, Sohn des Kanzlers, und Baron Salvius. Frankreich und Schweden setzen gegen den Willen des Kaisers durch, dass Gesandte der Beichsstände an den Friedensverhandlungen Theil nehmen. Friedensbedingungen.1 A. Entschädigungen (Genugthunngen). 1) Schweden erhält als Reichslehen: ganz Vorpommern u. Bügen mit einem Theil von Hinterpommern (Stettin, Garz, Damm, Gollnow, Wollin und Usedom), die bisher mecklenburgische Stadt Wismar und die Bisthümer Bremen (nicht die Stadt) und Verden (spr. Förden) als weltliche Herzogtümer, dazu 5 Millionen Thaler. 2) Frankreich: Ohne Vorbehalt der Lehnsherrlichkeit des Reiches, also mit souveräner Hoheit: die schon seit 1552 besetzten Bisthümer und Städte Metz, Toul und Verdun; dann Pignerol, die Stadt 1 K. F. Eichhorn, Deutsche Staats- u. Rechtsgesch. Iv, S. 236 sqq.

8. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 321

1877 - Berlin : Herbig
Der Norden und Osten. 321 Fürsten am Kampfe, Beitritt Venedigs. Nach dem Siege Karls von Lothringen über die Türken bei Mohacs (spr. Mohatsch) überträgt der Reichstag zu Presburg dem österreichischen Mannsstamm die erbliche Thronfolge in Ungarn (1687). Nachdem der Krieg Jahre lang mit abwechselndem Glücke geführt worden, bewirkt Prinz Eugen durch den Sieg bei Zenta (1697) den 1g99. Frieden zu Karlowitz. 1) Die Pforte behält das Banat von Ternesvcir, Oesterreich das übrige Ungarn und Siebenbürgen. 2) Venedig behält Morea (den Peloponnes), s. S. 364. Standeserhöhungen deutscher Fürsten am Ende des 17. und am Anfang des 18. Jahrhunderts: 1692. 1) Hannover erhält die (neunte) Kurwürde. 1697. 2) Der Kurfürst von Sachsen (August Ii.) wird nach dem Tode des Johann Sobieski König von Polen. 3) Kurfürst Friedrich Iii. von Brandenburg (1688—1713), Sohn des großen Kurfürsten, nimmt mit Zustimmung 1701. des Kaisers den Titel König in Preutsen (Friedrich I.) (18. Jan.) an und krönt sich in Königsberg. §. 3. Der Norden (Jnd Osten. Schweden, im Besitz der wichtigen Nobenländer fast rund um die Ostseo, ist soit dem dreifsigjährigen Kriege die erste Macht des Nordens. 1654—1718 (1751). Haus Pfalz-Zweibrücken (s. S. 314). Karl X. (Karl Gustav, 1654—1660) beginnt Krieg mit Polen, weil Johann Kasimir (aus dem Hause Wasa) ihn nicht an- erkennen will. Einfall Karl Gustavs in Livland und Polen, Ein- nahme von Warschau und Flucht Johann Kasimirs nach Schlesien. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, der mit einem Heere gekommen war, Ostpreufsen zu schützen, sieht sich genöthigt inx Vertrage zu Königsberg (1656) sein Herzogthum von Schweden, wie bisher von Polen, zu Leben zu nehmen. Dazu erhält er das Bis- thum Ermcland. In Polen Aufstand gegen die Schweden. Karl Gustav und der mit ihm durch den Vertrag von Marienburg enger verbundene Kurfürst Friedrich Wilhelm gewinnen die dreitägige C. Plcetz, Autmg. 6. Anfl. 21

9. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 288

1877 - Berlin : Herbig
288 Neuere Geschichte, Erste Periode. und Slavata und der Geheimschrcibor Fabricius werden zu den Fenstern der kaiserlichen Burg in Prag hinausgostürzt, kommen aber mit dem Leben davon. Die Aufständischen übertragen die Regierung an 30 Direktoren. Die protestantische Union sendet den Böhmen den Grafen Mansfeld, die Schlesier und Lausitzer schicken den Mark- grafen Johann Georg von Jägerndorf mit Kriegsvolk zu Hülfe. Die kaiserlichen Truppen werden von Mansfeld und dem Grafen Thurn geschlagen. Kaiser Matthias stirbt 1619. Graf Thurn vor Wien. Die österreichischen, meist protestan- tischen Stände vereinigen sich mit ihm gegen Ferdinand, der durch seinen Muth, Thurns Zaudern und die unerwartete Ankunft eines Reiterregiments gerettet wird. Ferdinand nach Frankfurt, wird dort von den andern 6 Kurfürsten zum Kaiser gewählt. 1619—1637. Ferdinand Ii. Unterdessen sprechen die Böhmen seine Absetzung als König von Böhmen aus und wählen den jungen Friedrich V., Kur- fürsten von der Pfalz, das Oberhaupt der Union und der deutschen Calvinisten, Schwiegersohn Jakobs 1., Königs von England. Graf Thurn zum zweiten Mal vor Wien, mit Bethlen Gabor, Fürsten von Siebenbürgen, vereinigt (Nov. 1619). Kälte und Mangel bewirken den Rückzug. Ferdinand verbindet sich mit seinem Jugendfreunde Maximilian, Herzog von Baiern, Haupt der katholischen Liga, welcher ihm die österreichischen Stände unterwerfen hilft, mit Spanien (Spinola bricht in die Kur-Pfalz ein) und mit dem lutherischen Kurfürsten von Sachsen, welcher Schlesien und die Lausitz wieder unterwirft. Maximilian von Baiern mit dem Heere der Liga (Tilly) nach Böhmen, vereinigt sich mit dem kaiserlichen Feldherrn Boucquoi. Beide siegen in der 1620. Schlacht auf dem weifsen Berge 8. Nov. über Friedrichs V., vom Fürsten Christian von Anhalt geführte Truppen. Friedrich in die'reichsacht, seiner Länder für verlustig erklärt, flüchtet durch Schlesien und Branden- burg nach Holland. Fürst von Anhalt und Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf werden ebenfalls in die Acht erklärt. Unter- werfung der Böhmen, Majestätsbrief vernichtet, grausame Hinrichtung der Häupter des Aufstandes, Ausrottung des Protestantismus in Böhmen.

10. Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte - S. 290

1877 - Berlin : Herbig
290 Neuere Geschichte, Erste Periode. N Restitutionsedikt (1629): 1) Zufolge des geistlichen Vorbehalts (s. S. 285) sollen die seit dem Passauer Vertrage ein gezogenen geist- lichen Güter zurückgegeben werden. Es waren dies 2 Erzbisthümer: Magdeburg und Bremen, 12 Bisthümer: Minden, Verden, Halber - Stadt, Lübeck, Batzeburg, Meifsen, Merseburg, Naumburg (diese drei letzteren werden dem Kurfürsten von Sachsen ausnahmsweise belassen), Brandenburg, Havelberg, Lebus und Camin, aufserdem sehr viele Klöster und Stifte. 2) Nur dio Bekenner der Augs- burgischen Confession sollen freie Religionsübung haben, alle andern „Sekten“ sollen aufhören. — Anfang rücksichtsloser Ausführung des Restitutionsedikts durch die liguistischen u. wallensteinschen Truppen, v 1630. Kurfürstentag zu Regensburg. Die bairisch-liguistische, Wallenstein feindliche Partei tritt entschieden gegen den übermächtig gewordenen Heerführer auf. Den Vorwand bieten die lauten, allerdings wohlbegründeten Klagen aller Reichsstände, namentlich der katholischen, über die fürchter- lichen Erpressungen und Grausamkeiten des Heeres Wallensteins. Der Kaiser lässt sich bestimmen, die Entsetzung des Feldherrn und die Entlassung eines großen Tlicils seines Heeres zu verfügen. [1627 bis 1631. Mantuanischcr Erbfolgekrieg zwischen den Häusern Nevers und Guastalla. Das erstere, von Frankreich unter- stützt (Richelieu rückt selbst ins Feld), trägt durch den Frieden von Chierasco das Herzogthum davon, trotzdem die Kaiserlichen siegreich gewesen waren und Mantua eingenommen hatten.] B. Schwedische Periode (1630—1635). \ 1630. Gustav Ii. Adolf, König von Schweden, landot in (Juli.) Deutschland. Zweck u. Gründe seiner Einmischung: Schutz der unterdrückten Protestanten; Wiedereinsetzung der Herzoge von Mecklenburg, seinor Verwandten; Zurückweisung seiner Vermittelung beim Frieden Lübeck; Besorgnis vor den maritimen Plänen -des Kaisers. Damalige Machtstellung Schwedens: Finnland, Esthland, Livland, Ingermannland gehörten zu Gustav Adolfs Reiche, Kurland stand unter schwedischem Einfluss. Es lag für einen ehrgeizigen Monarchen nahe, an die Erwerbung von Preußen und Pommern zu denkon, welche das baltische Meer fast zu einem schwedischen Seo gemacht hätte.
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