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1. Geschichts-Cursus für die mittleren Klassen der Gymnasien und Realschulen - S. 137

1865 - Eisleben : Reichardt
137 1683 Belagerung Wiens durch die Türken. Tapfere Vertheidigung durch Starre mb erg, Rettung durch dm Polenköuig Johann Sobieskp und das Reichsheer unter Karl von Lothringen. Die 'Liege des Prinzen Engen von Savoyens) entrissen darauf den Türken alles, was sie seit 150 Jahren in Ungarn erobert hatten. Beginnender Verfall des osmanischen Reiches. (1688—1697) Dritter Raubkrieg Ludwigs Xiv. Die Veranlassung zu diesem mit unmenschlicher Grausam- keit geführten Kriege gaben die Ansprüche, welche Ludwig auf Pfalz -Snnmern erhob, obwohl Psalz-Muburg erbbe- rechtigt war. 1689 Verwüstung der Pfalz. Melac äschert 1200 Städte und Dörfer ein, darunter Heidel- berg, Worms tmd Speier. a) 1097 Friede zu Ryswick.d) Ludwig behielt den ganzen Elsaß nebst Straßburg, seine Eroberungen auf dem rechten Rheinufer gab er her- aus. Der Kurfürst von der Pfalz und der Herzog voit Lothringen erhielten ihre Länder wieder; doch sollte in der Pfalz die katholische Religion die herrschende bleiben. 1688—1713 Kurfürst Friedrich Ui. von Brandenbnrg nachmals König Friedrich I von Preußen Zwar prachtliebend und eitel, sorgt aber für das Mili- tär und die Wissenschaft. 1694 Universität Halle ge- gründet. 1700 Gründung der Akademie der Wissenschaften auf des berühmten Philosophen Leibnitz Veranlassung, c) 1701 Friedrich setzt sich,und seiner Gemahlin Sophie 18. Jan. Charlotte zu .Königsberg die Königskrone auf. Auch andere Fürsten hatten kurz zuvor die Königswürde erlangt: 1688 wurde Wilhelm 111. von Oranien durch Vertreibung der Stuarts (Jakobs 11.) König von Eng- z) Klein und mager. Bewirbt sich bei Ludwig Xiv. vergebens um Kriegsdienste, weil der Kriegsminister Louvois seine Familie haßte. Darauf tritt er in den Dienst Oestreichs und wirkt für dasselbe Großes mcht nur als Feldherr, sondern auch als Staatsmann. — Sein Hauptsteg über die Türken bei Zentha (1697wo 20000 Türken fielen. a) Daselbst übermüthige Schändung der Kaisergräber. b) Ein Dorf in der Nähe von Haag. o) Dessen Verkehr mit der geistvollen Königin Sophie Charlotte (in Charlottenburg).

2. Kleine Lebensbilder berühmter Männer für den geschichtlichen Unterricht - S. 140

1886 - Düsseldorf : Schwann
arnl* t : , 8"i0,m Waven n Ansang an in demselben unglcklich und berforen Sbfatlanb. Als dem König Franz nachher die Wie- b-rerb-rung besselben zwar glckte, er sich aber mit der Belagerung . Je.,m *at" aulc(t, kam es hier zu einer entfcheibenben Schlacht, - e , f ," besiegt und gefangen mrbe. Rch elfmonatlicher Sj1*" Mabnb schlo Franz 1. mit Karl Frieden und entsagte wen Ansprchen auf Italien. Kaum hatte er jedoch seine Freiheit im fnllh in Friedensvertrag fr ungltig und begann ' r= s,t E r? ^ .on neuem- Franz gewann in demselben h -s"' fer n von Burgund sicherte. Auer diesen ffi ?9r )a! ; f,,tcr "ch zwei anbere Krieg- mit Franz I. zu W, ta fr .hn so glcklich erliefen, ba Franz I., der Urheber ber-selben, fernen: Vorteil durch sie errang. Die lange Entfernung des Kaisers von Deutschland, die zum nickt geringen Teile durch diese Kriege gegen den Franzosenknig veranlat ur e, verhinderte Karl, der mit ganzem Herzen an der katholischen R ligion hing, der durch Luther hervorgerufenen religisen Bewegung mit Kraft entgegenzutreten, und Luthers Lehre gewann mehr und mehr Anhang Der Bauernkrieg mit allen seinen Greueln konnte entstehen und weite strecken des schnsten deutschen Landes verwsten, ohne da das Reichsober-Haupt demselben Einhalt zu thun vermochte; die Schreckensherrschaft der Wiedertufer m Mnster konnte sich entwickeln, ohne da' der Kaiser sie zu unterdrucken imstande war. Jede dieser beiden Unruhen wurden erst gedmpft als mehrere deutsche Fürsten, deren Lnder von denselben zu leiden hatten.' mit vereinten Krften gegen sie einschritten. Ferdinand, dem Bruder Karls V.' der diesen während seiner Abwesenheit im Reiche vertreten sollte, war es nicht mglich, gegen diese Unruhen auszutreten, weil die Trken die Ostgrenzen des Reiches angriffen und sogar Wien belagerten. Trotz wiederholter Sturme muten sie aber nach dreiwchentlicher Belagerung abziehen. Bei chrer Wiederkehr im Jahre 1532 war Karl V. infolge des Nrnberger Religionsfriedens imstande ihnen ein starkes Heer entgegenzustellen. Dies und die heldenmtige Verteidigung der kleinen Festung Gnz bewogen den Sultan Solyman zu einem schleunigen Rckzge. Bald darauf machte Karl einen khnen Zug gegen die Seeruber, die unter ihrem Anfhrer Chaireddin Barbarossa von Tunis, ihrem Hauptsitze, aus die Ksten des sdlichen Italiens und Spaniens mit ihren Rubereien heimsuchten. Mit einer spanisch-italienischen Flotte von 420 Segeln zog Karl aus. erstrmte Chaireddins festes Schlo, schlug sein Landheer zurck und eroberte Tunis. Infolge dessen erhielten viele tausend Christensklaven chre Freiheit wieder. So glnzend der Erfolg dieses Unternehmens gegen Tunis war. so klglich war der einige Jahre spter gegen Algier unter-nommene Zug, da derselbe in zu spter Jahreszeit unternommen wurde.

3. Kleine Lebensbilder berühmter Männer für den geschichtlichen Unterricht - S. 141

1886 - Düsseldorf : Schwann
141 Regengsse hinderten jede Unternehmung nach der Landung in Algier, und zwei Strme vernichteten den grten Teil der Flotte. Der von den protestantischen Reichsstnden geschlossene schmalkaldische Bund hatte sich, während Karl mit auswrtigen Kriegen beschftigt war. vergrert und verstrkt. Verschiedene Religionsgesprche, die von beiden Seiten zum Zwecke der Verstndigung veranstaltet worden, waren ohne Erfolg geblieben. Ja. als endlich das allgemeine Concil, worauf die Protestanten sich immer berufen hatten, zu Trient zusammengetreten war. weigerten sie sich auf Luthers Anraten dasselbe zu beschicken und ver-langten jetzt ein deutsches Concil. Als Karl mit Trken und Franzosen Frieden gemacht hatte, war er fest entschlossen der Religionsneuerung auf irgend eine Weise ein Ende zu machen. Die Hupter des schmal-kaldischen Bundes. Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen und Landgraf Philipp von Hessen, hatten mehrfach den Reichsfrieden gebrochen und wollten auch auf dem Reichstage zu Regensburg nicht erscheinen. Deshalb erklrte der Kaiser sie in die Acht und zog in Verbindung mit dem Herzog Moritz von Sachsen gegen dieselben zu Felde. Bei Mhlberg wurde der Kurfürst gnzlich geschlagen und gefangen genommen. Er verlor die Kurwrde und den grten Teil der Kurlnder, und diese wurden dem Herzog Moritz, dem Bundesgenossen des Kaisers, verliehen. Auch der Landgras Philipp von Hessen mute sich dem Kaiser unterwerfen. Zu Halle that er fufllig Abbitte: er behielt zwar seine Lnder, mute sich aber in die Gefangen-schast des Kaisers begeben. So hatte der schmalkaldische Krieg, vor dessen Beginn Luther in seinem Geburtsort Eisleben gestorben war. mit der Niederlage der protestantischen Fürsten geendet. Moritz von Sachsen, der zu dieser Niederlage seiner Glaubensgenossen nicht wenig beigetragen hatte, war an das Ziel seiner Wnsche gelangt: er war im Besitze der Kurwrde, und sein Gebiet war nicht unbe-trchtlich vergrert worden. Nunmehr trat er ganz anders auf. Er ver-langte die Freilassung seines Schwiegervaters, Philipps von Hessen, und als er diese nicht erreichte, trat er zu der Partei seiner Glaubensgenossen der, schlo im Verein mit andern deutschen Fürsten mit dem Könige Heinrich Ii. von Frankreich ein Bndnis, in welchem demselben als Entgelt fr die gegen den Kaiser zu leistende Hlfe die deutschen Städte Metz. Toul und Verdun dem Franzosenknig zugesichert wurden. So waren Moritz von Sachsen und seine Verbndeten die ersten deutschen Fürsten, welche deutsches Land einem franzsischen Könige preisgaben, um eigene Vorteile zu ergangen. König Heinrich Ii. besetzte alsbald jene Städte nebst ihrem Landgebiet, und ein spter von Karl V. unternommener Versuch dieselben, insbesondere Metz, wiederzugewinnen miglckte. Moritz aber zog gegen den Kaiser, der krank in Jnsbruck lag, und htte ihn fast gefangen genommen. Nur mit Mhe entkam Karl, indem

4. Geschichts-Kursus für die oberen und mittleren Klassen höherer Lehranstalten und zum Selbstunterricht - S. 116

1890 - Leipzig : Reichardt
Das 14. Jahrhundert war die glnzendste Zeit des Deutschen Ordens; aber die Niederlage bei Tannenbera gegen die Polen (1410) brach seine Macht auf immer. Im zweiten Frieden zu Thorn 1466 mute er West-Preuen an Polen abtreten und die polnische Lehnshoheit der Ostpreuen anerkennen. Der Gromeister Albrecht von Brandenburg, ein Hohenzoller, wurde lutherisch und machte sich aus Luthers Rat zum weltlichen Herzog von Preußen. Doch blieb er polnischer Vasall. 1527-2szweiterkrieg zwischen Karlv. undfranzl. Da auch der Papst auf Franz' Seite trat (heilige Ligue zu Cognac), so eioberte der kaiserliche Feldherr Karl von Bourbonrom, wobei er selbst fiel. Schreckliche Pln-derung der Stadt1). Der Erfolg dieses und eines dritten Krieges (153638) war fr Karl gnstig; denn Franz mute den Madrider Frieden besttigen. 1529 Reichstag zu Speier. Protestanten. Die Anhnger der Reformation protestierten (d. h. sie erhoben Widerspruch gegen den Reichstagsbeschlu, da alle weiteren Neuerungen zu verhten seien). Unter den protestantischen Fürsten waren die bedeutendsten der Kur-frst Johann der Bestndige v on Sachsen und Land-gras Philipp von Hessen. Ein Glcksumstand fr die Protestanten war es, da der Kaiser gerade jetzt in einen Trkenkrieg2) verwickelt war. 1530 Reichstag zu Augsburg. Die Augsburgische Kon-fefsion. Die Confessio Augustana" war von Melanchthon ver-fat und wurde am 25. Juni ffentlich vorgelesen. Luther war während des Reichstages in Koburg, wo er angeblich das Lied .Ein' feste Burg ist unser Gott" gedichtet haben soll. Der Reichstagsabschied fiel fr die Protestanten ungnstig aus. Daher 1531 Der Schmalkaldische Bund zwischen den pro-testantischen Fürsten geschlossen. Der schweizerische Reformator Ulrich Zwingli fllt bei Kappel gegen die Katholiken. Zwingli, Prediger in Zrich, suchte Kirche und Staat zu *) Ter Papst rettet sich in die Engelsburg. Verhhnung des Papst-tums durch lcherliche Prozessionen der deutschen Landsknechte. Frunds-berg vorher bei einer Meuterei vom Schlage getroffen. 2) Der Ungarnknig Ludwig Ii. hatte 1526 bei Mohacs gegen Soli-man Ii. Schlacht und Leben verloren. Sein Nachfolger Ferdinand, Ge-mahl von Ludwigs Schwester Anna. Vergebliche Belagerung von Wien.

5. Geschichts-Kursus für die oberen und mittleren Klassen höherer Lehranstalten und zum Selbstunterricht - S. 131

1890 - Leipzig : Reichardt
untersuchen, welche Gebiete frher zu den ihm zugefallenen Lndern und Stdten gehrt hatten. Hierauf grndete er fein Raubsystem. Der von den Ungarn und den mit denselben verbndeten Trken bedrngte Kaiser konnte nichts dagegen thun. 1688 Belagerung Wiens durch die Trken. Tapfere Verteidigung durch Stahremberg, Rettung durch den Polenknig Johann Sobieski und das Reichsheer unter Karl von Lothringen. Die Siege des Prinzen Eugen von Savoyen') entrissen darauf den Trken alles, was sie seit 150 Jahren in Ungarn er-obert hatten. Beginnender Verfall des osmanischen (16881698) Dritter Raubkrieg Ludwigs Xiv. (Pflzischer Krieg.) Die Veranlassung zu diesem mit unmenschlicher Grausamkeit gefhrten Kriege gaben die Ansprche, welche Ludwig auf Pfalz-Simmern erhob, obwohl Pfalz-Neuburg erbberechtigt war. 1689 Verwstung der Pfalz. Melac fchert 1200 Städte und Drfer ein, darunter Heidelberg, Worms und Speier2). 1688 Vertreibung der Stuarts aus England. Jakob Ii., der letzte englische König aus dem Hause Stuart, eifriger Katholik, veranlat durch sein Bestreben, die brgerliche und religise Freiheit Englands zu untergraben, den Ausbruch einer unblutigen Revolution, infolge deren er vertrieben wird. Die Krone wird seinem Schwieger-shne, Wilhelm Iii. von Oranien, Erbstatthalter der Niederlande, bertragen. Feste Begrndung der parlamen-tarischen Regierungsform ^). Wilhelm Iii. Haupt einer Koalition gegen Ludwig Xiv., zu der England, Holland, Spanien, das Deutsche Reich und Osterreich gehren. (16901697) Feldzge in den Niederlanden; die Franzosen biet-ben gegen die Heere der Koalition meist siegreich. 1697 Friede zu Ryswick^). Ludwig behielt den ganzen Elsa nebst Straburg, 1) Klein und mager. Ursprnglich fr den geistlichen Stand bestimmt, bewarb er sich bei Ludwig Xiv. vergebens um Kriegsdienste, well der Kriegsminister Louvois seine Familie hate, und trat in den Dienst sterreichs, fr welches er nicht nur als Feldherr, sondern auch als Staatsmann Groes wirkte. Sein Haupt sieg der die Trken bei Zentha (1697). 2) Daselbst bermtige Schndung der Kaisergrber. 3) Nach dem Tode der Knigin Anna, der letzten Tochter Jakobs Il, wurde 1714 der Kurfürst von Hannover, ein Urenkel Jakobs I., als Georg I. König von England. Die Personalunion Grobritanniens mit Hannover dauerte bis zur Thronbesteigung der Knigin Viktoria 1837. 4) Spottweise der Friede von Reiweg" genannt. 9*

6. Erzählungen aus der Weltgeschichte - S. 126

1884 - Hannover : Helwing
126 Die Neuzeit. gelernt zu haben. Als er unterschrieben hatte, rief er die prophetischen Worte: Einst wird aus meiner Asche ein Rcher auferstehen," und auf dem Friedensfeste lie er der das Wort predigen: Es ist gut, auf den Herrn vertrauen und sich nicht verlassen auf Menschen." Der groe Kurfürst war gegen den Kaiser, der ihn im Kampse gegen Frankreich und Schweden im Stich gelassen hatte, aufs hchste erbittert. Diesen Zwiespalt zwischen dem Kaiser und dem mchtigsten Reichsfrsten benutzte Ludwig Xiv. schnell. Mitten im Frieden bersiel 1681 er die freie deutsche Reichsstadt Straburg. Gleichzeitig stachelte er die Trken aus, von Osten her einen Einfall in Deutschland zu machen. 1683 Ein ungeheures Trkenheer legte sich vor Wien, aber die Einwohner wehrten sich heldenmtig zwei Monate lang; da kam ihnen ein Heer zu Hlfe, das aus Deutschen und Polen bestand und von dem Polenknig Sobiesky gefhrt wurde. Die Trken wurden geschlagen und verjagt; Wien war gerettet, aber Straburg gaben die Franzosen nicht wieder heraus. d. Des groen Kurfrsten letzte Friedensjahre intb sein Tod. Es war stets der sehnliche Wunsch des Kurfrsten gewesen, sein Land zu einer Seemacht zu erheben; da gelang es ihm gegen Ende seines Lebens, festen Fu in Ostfriesland zu fassen. Emden ward der Sitz einer afrikanischen Handelsgesellschaft. Aber der Kurfürst war schon zu alt, dies groartige Unternehmen krftig-zu frdern; es scheiterte leider an der Eifersucht der Hollnder. Friedrich Wilhelm war wahrhaft fromm, das Gebet war ihm Bedrfnis; auch seine Truppen muten ihr Morgen- und Abendgebet verrichten. Gegen Ende seines Lebens fand er noch Gelegenheit, ein Beschtzer evangelischer Glaubensgenossen zu werden. Der König von Frankreich nmlich hob das Gesetz (Edikt von Nantes), welches den Evangelisten in Frankreich freie Religions-bung gewhrte, auf. Sogleich lud Friedrich Wilhelm die franzsi-schen Protestanten nach Brandenburg ein. schenkte ihnen Baupltze und Bauholz, gewhrte ihnen Abgabenfreiheit auf zehn Jahre, gab ihnen Geld zur Errichtung von Fabriken und nahm viele geschickte Franzosen in seinen Dienst.' So gewann Brandenburg 20 000 ntzliche Unterthanen. welche viel zur Hebung von Handel und Gewerbe beitrugen. Der Kurfürst litt schon lange an der Gicht; im Frhjahr 1688 ging diese in Wassersucht der. Er war in Potsdam. Als er sein Ende nahe fhlte, sprach er zu seinem Sohne: Ich bezweifle nicht. ihr werdet in denselben Grundstzen, wodurch ich den Staat beherrschte, mein Nach-solger sein, vor allen Dingen Gott vor Augen haben, eure Unterthanen herzlich lieben, treue Rte hren und die Waffen nicht aus den Hnden

7. Die Geschichte in tabellarischer Übersicht - S. 116

1917 - Hannover : Helwing
— 116 — 1440-1493 1453 und Schlesien, Ungarn. Wohlgesinnt, gerecht und tatfräftiq, stirbt leider zu früh. Friedrich Iii. von Steiermark und Kärnten, Albrechts Vetter, schlasf, wenig begabt, hält aber zähe und unerschütterlich an dem Gedanken der Größe Österreichs fest, unterläßt jeden Versuch, das durch Fehden zerrissene Reich zu regieren, das unter ihm eint tiefsten sinkt. Koustantinopel wird von den Türken erobert. Konstantin Ix., der letzte griechische Kaiser, fällt im Kriege gegen Sultan Mohammed. Seit 1350 hatten die osmanischen Türken Angriffe auf das byzantinische Reich unternommen. Sie erobern 1361 Adrianopel und beherrschen Griechenland, Thrazien, Bosnien und Serbien. Ganz Europa ist beunruhigt. König Sigismund von Ungarn zieht mit einem großen Heer (französische, deutsche und böhmische Edle unterstützen ihn) gegen die Türken, wird aber in der Schlacht bei Nikopolis (1396) geschlagen. Das Oströmische Reich war nach und nach auf Konstantinopel beschränkt. 1. Unruhen in der Schweiz, in Böhmen und Ungarn und Fehden im Reich. Der Kaiser Friedrich ruft im Kampf gegen die Schweizer französische Söldner (die Armagnacs) gegen sie ins Land. Heldentod von 1600 Eidgenossen bei St. Jakob an der Birs (Basel) 1444. Seitdem macht sich die schweizerische Eidgenossenschaft unabhängig von Deutschland. Auch Böhmen und Ungarn vermag der Kaiser seinem Hanse nicht zu erhalten. Die Böhmen wählen den Tschechen und Hnsiten Podißbrad.zu ihrem Könige. ^ ^ // Der König der Ungarn wird Matthias Corvinus, der Sohn des Johann Hunmdes, des tapferen Bekämpfers der Urten. >W»y /f Auflösung aller^Ordyun^g im Reiche: Der sächsische Bruderkrieg zw'tmnj den Söhnen Friedrichs I. des Streitbaren, Kurfürst Friedrich dem Sanftmütigen und Herzog Wilhelm (1446—1451). Der Ritter Kunz von Kaufungen raubt später aus Privatrache Friedrichs des Sanftmütigen Söhne Ernst und Albert, die Stammväter der noch jetzt bestehenden beiden Linien der Wettiner. Die süddeutschen Städte im Kampfe mit dem Hohen-zollern Albrecht Achilles, seine Niederlage durch die Nürnberger.

8. Bilder zum Gebrauche beim Geschichtsunterrichte zunächst in deutschen Taubstummen-Anstalten - S. 24

1882 - Düsseldorf : Schwann
— 24 — 4. Friedrichs Kreuzzug und Tod. Die letzten Regierungsjahre Friedrichs waren für unser Vaterland sehr glückliche; überall war Ruhe und Ordnung. Da auf einmal erscholl die Kunde, daß der Sultan Jerusalem wieder erobert habe. Friedrich unternahm deshalb mit mehreren andern Fürsten einen neuen Kreuzzug. Dieser hatte aber einen unglücklichen Ausgang. Als Friedrich in Kleinasien den Fluß Saleph durchschwimmen wollte, fand er in den Wellen den Tod im Jahre 1190. Nach Friedrichs Tode brachen in dem Heere Krankheiten aus; die Anführer wurden unter sich uneinig; deshalb zogen die meisten nach Europa zurück. Wied erholungsfragen. Weshalb mußte Friedrich Barbarossa viele Kriege führen? Wie oft zog er nach Italien? Was ist eine Fehde? Wie stellte Friedrich in Deutschland Ruhe und Ordnung her? Wie und wo starb er? f 12. Das Ritterwesen. Die deutschen Kriegsheere hatten Fußgänger und Reiter (Heinrich I.). Die Rüstung eines Reiters war schwer und sehr teuer. Deshalb konnten nur starke und reiche Männer Reitet werden. *) Aus solchen Reitern bildete sich nach und nach der Ritter-stand. Die Ritter mußten allezeit die Wahrheit reden, die Religion schützen und ehren und die Armen, Wittwen und Waisen unter ihren Schutz nehmen. Nur adelige hatten Zutritt zum Ritterstande. Derselbe genoß lange Zeit großes Ansehen. Wenn ein adeliger Knabe Ritter werden wollte, so mußte er sich wohl 14 Jahre lang vorbereiten. Sieben Jahre lang wohnte er bet einem Ritter als Page oder Edelknabe. Darnach bekam er das Schwert. Nun hieß er Knappe. Der Knappe zog mit in die Schlacht und trug seinem Herrn die Waffen. Kümpfen durfte er noch nicht allein. Wenn er 21 Jahre alt war und sich immer gut geführt hatte, wurde er zum Ritter geschlagen. Durch Gebet und Andachtsübungen mußte er sich zu diesem hohen Feste vorbereiten. Unter großen Feierlichkeiten erhielt er dann in -er Kirche von einem Ritter den Ritterschlag; der Ritter gab ') Beschreibe die Rüstung eines Reiters! Siehe Heinrich l.

9. Die Geschichte in tabellarischer Übersicht - S. 130

1887 - Hannover : Helwing
130 1539 Nach dem Tode Georgs wird von seinem Brnder Heinrich im Herzogtum Sachsen die Reformation eingeführt. 1539 Einführung der Reformation in Brandenburg durch Kurfürst Joachim Ii. 1534—1535 Die Wiedertäufer in Münster. Der Prediger Rottrnauu, der Reformator in Münster, wird Wiedertäufer. Johann Bockold, ein Schneider von Leyden, und Johann Matth iefen, ein Bäcker von Hartem, werden Herren der Stadt und vertreiben die Gegner. Religiöses Gemeinwesen mit Gütergemeinschaft, Vielweiberei. Bernt Knipperdollingk wird Bürgermeister, Krechting Kanzler, Jan von Leyden König des neuen Jerusalems. 1535 Eroberung und Züchtigung der Stadt durch den Bischof von Münster mit Hülfe von Köln, Trier, Kleve und Hessen. 1535 Karls glücklicher Zug nach Tunis gegen den Seeräuber Chaireddiu. Tunis erobert und alle Christensklaven befreit. 1536—1538 Iii. Krieg Karls gegen Franz I. von Frankreich, veranlaßt durch Karls Weigerung, nach dem Aussterben der Ssorzas Franz mit Mailand zu belehnen. Nutzloser Einfall Karls in Frankreich. Franz im Bunde mit Soliman. 1538 Zehnjähriger Waffenstillstand von Nizza. 1541 Karls unglücklicher Zug gegen Algier. 1542—1544 Iv. Krieg Karls gegen Franz; Karl hat die versprochene Belehnung des Königs mit Mailand unterlassen. Soliman und der Herzog von Kleve sind die Bundesgenossen von Franz. Karl besiegt den Herzog von Kleve und rückt mit einem Reichsheer bis Soissous vor. 1544 Friede zu Crespy: Karl behält Mailand und Neapel, Burgund bleibt bei Franz. V. Des Kaisers Ausgieilhuilgsverlulhe. 1537 Das Konzil zu Mantua wird von den Evangelischen nicht beschickt, weil es zur Ausrottung der lutherischen Ketzerei berufen ist. Luthers „schmalkaldische Artikel." Es bemüht sich nun der Kaiser um die Religionsvergleichung in Deutschland. 1541 Erstes erfolgloses Religionsgespräch auf dem Reichstag zu Regensburg zwischen Melanchthon und dem Legaten Kontarini und dem Dompropst Julius Pflug aus Naumburg.

10. Bilder aus der vaterländischen Geschichte für die Schule - S. 35

1905 - Düsseldorf : Schwann
reichsten Kleider anzuziehen und eine goldene Krone aufzu-setzen, um dem feierlichen Hochamte beizuwohnen. Aber in der Kirche nahm die hl. Elisabeth vor dem Kreuze ihre Krone ab, und als sie von der Landgrfin darber zur Rede gestellt wurde, ftfch sie: Sollte ich eine goldene Krone tragen, wo der Heiland mit einer Dornenkrone vor mir hngt?" Ihr Brutigam Ludwig wrdigte und teilte ihren hohen, edlen Sinn. Er verschlo sein Herz gegen die Einflsterungen und Anklagen, die ihn bestimmen sollten, seine Braut ent-weder zurck nach Ungarn oder in ein Kloster zu schicken. Ja, er streckte seine Hand gegen den im Thringerwalde gelegenen Jnselberg aus und sagte: Knnte ich diesen Berg in Gold verwandeln, wenn ich Elisabeth verliee, ich wrde es nicht tun." 2. Die mildttige 'Landgrfin. Im Jahre 1220 fand denn auch die feierliche Vermhlung statt. Die glckliche Ehe hat nur 6 Jahre gedauert. Die Liebe des jungen Ehepaares zu einander war eine so innige und christliche, da man sie Bruder und Schwester nannte. Whrend Ludwig auf ritterlichen Zgen seinen Mut und seine Tapferkeit, Treue und Ergebenheit gegen Kaiser und Reich bezeugte, bte die gottergebene Gemahlin daheim die schnen Tugenden Wohlttigkeit und Nchsten-liehe. Am Fe der Wartburg baute sie ein Armenhaus, zu Eisenach ein Hospital. Da ging sie selbst zu den Kranken, hrte ihre Klagen und Pflegte und trstete sie, sprach ihnen Mut ein und reichte selbst Betten, Kleider und Lebensmittel. Es wird erzhlt, einst sei sie mit Lebensmitteln in der Schrze zum Armenhause gegangen. Unterwegs sei ihr Ludwig begegnet und habe gefragt, was sie in der Schrze trage. Sie habe die Schrze aufgeschlagen und in dem Augenblicke feien durch ein Wunder die Lebensmittel in Blumen verwandelt worden. 3. Die hart geprfte Witwe. Eine fo schne Seele sollte durch Leiden geprft werden. Ihr geliebter Gemahl Ludwig folgte dem Kaiser Friedrich Ii. im Jahre 1227 in den Kreuzzug und bertrug seinem Bruder Heinrich die Regierung. Doch Ludwig starb schon in Italien bei Neapel an einem hitzigen Fieber. Jetzt hatte der Sohn Ludwigs und der hl. Elisabeth Landgraf werden mssen; aber Heinrich ri die Regierung an sich und lie nach wenigen Tagen Elisabeth von der Wartburg vertreiben, weil sie das Land durch Almofengeben ruiniert habe. Mitten
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