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1. Erdkunde - S. 237

1900 - Freiburg im Breisgau : Herder
— 237 — Unter den Produkten sind wichtig: Kaffee, Kakao, der beste der Erde, Chinarinde, Farbhölzer. Der Tabakbau (Varinas) ist mit der Zunahme der Kaffeekultur zurückgegangen. Das Mineral- reich liefert Gold und Kupfer. Die Industrie beschäftigt sich vor- zugsweise mit Baumwollweberei und Strohflechterei. Der Handel liegt zum großen Teile in den Händen deutscher Kanfleute. Die Hauptstadt Caracas (mit Umgebung 72000 E.) wurde 1812 durch ein furchtbares Erdbeben fast ganz zerstört. — La Guayra (14 000 E.) ist die Hafenstadt für Caracas. Guayana (440 000 qkm, über 1/3 Million E.), das Küstenland von der Mündung des Orinoco bis gegen den Amazonenstrom, ist das ein- zige südamerikanische Festlandsgebiet, das im Besitze europäischer Mächte ist. Die feuchtheiße Küstenebene ist zwar äußerst fruchtbar, aber höchst ungesund. Das Klima ist für Europäer bei längerem Aufenthalte meist geradezu tödlich. Unter den Produkten ist der Rohrzucker von Bedeutung. Der gebirgige Teil Guayanas ist mit Urwäldern bedeckt, welche eine üppig strotzende Vegetation zeigen (Guayana ist die Heimat der Riesenblume Victoria regia, welche tellerförmige Blätter von 2 m Durchmesser hat). Das Innere von Guayana ist noch wenig bekannt. Lange Zeit vermutete man dort das sprichwörtlich gewordene Goldland (el dorado). — An Guayana haben Großbritannien, die Niederlande und Frankreich Anteil. Britisch-Guayana nmsaßt etwa die Hälfte des ganzen Gebietes mit V4 Million E. — Hauptort ist Georgetown (dschordschtauu) oder Demerara (53 000 E.). Niederläudisch-Guayana (Surinam) mit 90 000 E. hat als Hauptort Paramaribo (29 000 E.). Französisch-Guayana (30 000 E.) wird vou Frankreich zur Deportation von Verbrechern benutzt. Hauptort ist C a y e n n e (10 000 E.).

2. Erdkunde - S. 214

1900 - Freiburg im Breisgau : Herder
— 214 — Entwicklung von Riesenströmen begünstigt, welche sich mit ihren mächtigen Nebenflüssen weithin verzweigen. — Nordamerika hat zudem an den fünf Kanadischen Seen das größte Süßwasserbecken der Erde. Übersicht der bedeutender» Ströme. A. In das Nördliche Eismeer mündet: der Mackenzie (mäckensi), nachdem er die Gewässer mehrerer Seen gesammelt hat. B. In den Atlantischen Ocean: 1. der St. Lorenzstrom, der Abfluß der fünf Kanadischen Seen: Oberer See, Michigan (mischigän)-, Huron (juron)-, Erie (iri)= utid Ontariosee — zwischen beiden letztern der weltberühmte Niagarafall (Bild 80) —, 2. der Hudson, 3. der Delaware (delleuähr), 4. der Mississippi-Missouri, der längste Strom der Erde (6754 km); er entsteht ans dem Mississippi und dem noch wasserreichern und längern Missouri, welche sich bei St. Louis vereinigen. In seinem Unterlaufe erhält der Strom von rechts noch den Arkansas und Red River (Roten Flnß), von links den Ohio (oheio) mit dem Tennessee.— 5. Der Rio grande del Norte, 6. der Magdalenenstrom, 7. der Ori- noco, 8. der Amazonenstrom (Amazonas, im obern Laufe Maraüon genannt), der mächtigste und wasserreichste Strom der Erde, dessen Gebiet ungefähr 7 Mill. qkm umfaßt (— 13mal die Fläche von Deutschland); unter seinen mehr als 200 Nebenflüssen sind die größten: rechts: der Ucayali, Madeira, Tapajoz und Xingu; links: der Rio Negro. Ein selbständiger Strom, der nur den Mündungsbusen mit dem Amazonas gemeinsam hat, ist 9. der Tocantins. 10. Der San Francisco. 11. Ter Rio de la Plata entsteht aus der Ver- einigung des Uruguay mit dem Parana und Paraguay. C. In den Großen Ocean: 1. der Columbia (Oregon), 2. der Colorado. Iv. Klima und Produkte. Amerika erstreckt sich durch alle Zoueu mit Ausnahme der südlichen kalten. Deshalb weist es größere klimatische Gegensätze auf als jeder andere Erdteil. Meeresströmungen,

3. Lehrstoff für Quinta und Quarta - S. 14

1895 - Hannover [u.a.] : Hahn
14 N. des Ohio liegt das Gebiet der fünf Canadischen Seen: Oberer See, Michigan- fmischigäns, Huron- fjüronf, Erie [iri], Ontario-See [ontério]. Zwischen Erie- und Ontariosee ist der Niagarafall; aus dem Ontario-See geht der St. Lorenz ström in den St. Lorenzbusen. §. 7. Mittel-Amerika hat viele kleine Hochebenen. Auf dem Festlande wie auf den Inseln (S. 12) werden die Produkte gezeitigt, die bei uns als Kolonialwaren in den Handel kommen, wie Zucker, Kaffee u. a. Auch Tabak, Baumwolle und Reis gedeihen'vorzüglich. §. 8. Süd-Amerika hat die hohen Gebirge ebenfalls im W.; sie werden Cordilleren [btíjé] oder Anden genannt. Im N. sind mehrere Ketten nebeneinander, zwischen denen Hochebenen liegen. Die wichtigsten sind folgende: 1) die Hochebene von Colombia. Auf ihr fließt der Mag- da len en ström in das Caribische Meer. 2) die Hochebene von Ecuador. Die Ketten sind mit hohen Vulkanen besetzt; am höchsten ist der Chimborazo ftschimboraßo). 3) die Hochebene von Bolivia mit dem Titicacasee. Im S., in den Anden von Chile ftschileß ist der Aconcagua fgu — gws. der höchste Berg Süd-Amerikas (7000 oa). Im O. hat S.-Amerika niedrigere, aber ausgedehnte Bergländer: das Brasilianische Bergland und das Bergland von Guayana sgwajanas. An der Nordküste ziehen die Ketten von Venezuela fweneßuolaf. Zwischen den Bergländern liegen weite Ebenen: 1) die Llanos fljlnosf um den Orinoco. 2) die Ebenen um den Amazonas, die wegen des dichten Urwaldes Salvas genannt werden (Vanille und Kakao). Der Amazonenstrom ist der wasserreichste Strom der Erde. 3) die Pampas mit reichen Rinder- und Pferdeherden um den Paraná, der in den La Plata bus en (Stadt Buenos Aires — gute Lüfte) geht. Aus den Küstenländern Südamerikas, soweit sie in Würmern Breiten liegen, kommt eine große Menge unserer Kolonialwaren, besonders Kaffee, Zucker und Kakao. — Von andern Erzeugnisfen sind besonders Baum- wolle, Tabak, Mais und Reis zu erwähnen. Das Küstengebiet von Peru bis Chile ist die Heimat der Kartoffel. In der Tierwelt sind Südamerika eigentümlich: der Puma, ein kleiner Löwe, den man auch zähmt und zur Jagd benutzt, der Jaguar, der Alligator und in den Anden der Kondor, ein gewaltiger Raub- vogel. Hier findet sich auch das Lama, ein kleinerer Vertreter des Kamels.

4. Lehrstoff für Quinta und Quarta - S. 16

1895 - Hannover [u.a.] : Hahn
16 10) Brasilien. Hptst. Rio de Janeiro an der O.-Küste S.- Amerikas. Das Land liefert mehr Kaffee als alle andern Länder der Welt zusammen. Im s. Teile sind viele deutsche Kolonien. 11) Guayana sgwajünas, n. von Brasilien, gehört den Engländern, Niederländern und Franzosen (Cayenne): Kolonialland. An stralien. §. 11. Lage und Ausdehnung. Australien, wenig kleiner als Europa, liegt zum größten Teile auf der s. Halbkugel und zerfällt in den Kontinent, die Inseln des inneren Jnselkrauzes von Neu- Guinea [gu g] bis zu der stiefelförmigen Doppelinsel Neu- seeland und die Inselgruppen des äußeren Jnselkranzes. Der Wendekreis des Steinbocks geht mitten durch den Kontinent; die Insel- gruppen liegen fast alle in der heißen Zone. §. 12. Grenzen: Im O. der Große oder Stille Ocean. Im S. und W. der bis an die Insel Tasmanien reichende Indische Ocean, der die große Australische Bucht bildet. Im N. stoßen der Indische und der große Ocean zusammen; letzterer bildet den Carpentaria-Golf. §. 13. Bodenbeschaffenheit: Das Festland hat die hohen Gebirge an der O.-Küste. Im S.-O. sind es die Australischen Alpen, nördl. davon die Blauen Berge, deren Ausläufer bis zur N.-O.-Spitze gehen. In den großen Ocean gehen nur kurze Küstenflüsse; nach W. werden die Australischen Alpen durch den Murray smorrel entwässert. Hier ist auch reichlicher Regen; weiter im Innern herrscht oft Regenmangel, wo- durch unfruchtbare Wüsten gebildet werden. Die Inseln des inneren Jnselkranzes sind meist gebirgig, nament- lich Nen-Guinea und Neuseeland, die Inselgruppen des äußeren Jnsel- kranzes sind z. T. ganz niedrige Korallen-Jnseln, z. T. tragen sie hohe Vulkane. §. 14. Tier- und Pflanzenwelt: Unter den Tieren herrscht die Ordnung der Beuteltiere vor, deren größter Vertreter das Känguru ist. Der Dingo (Hund) ist das einzige Raubtier. Daneben das Schnabeltier, der schwarze Schwan, der Leierschwanz, der Casuar (eine Straußenart).

5. Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit - S. 996

1874 - Mainz : Kunze
996 Amerika — das Land. ins südatlantische Meer: Der San Francisco südlich des Cap Roque; er entspringt nördlich von Rio de Janeiro. — Dann der Rio de la Plata oder Silberstrom. So heißt aber nur das 500 Q.-M. große Aestuar, in welches der Parana mit einem Delta und der reißeude Uruguay münden. Jener kommt aus den brasilianischen Bergen unweit reicher Diamantgruben der Provinz Miuas Geraes, und vereint sich nach der Hälfte seines Laufs mit dem uoch längern Paraguay, der iumitteu Südamerikas (14° Br., brasilianische Provinz Matto Grosso) auf den Campos de Parecis aus mehreren kleinen Seen entsteht und bei Asnuciou den Pilcomayo, den Eröffner Bolivias, aus den Audes vou Potosi erhält. Weiterhin (unterhalb Paranü.) wird dann der Paranü noch durch den gleichfalls aus den Audes kommenden Salü-do verstärkt. Der Paranä ist 460 Mln. lang, etwas südlich des Wendekreises macht er, fast V2 M. breit, einen 16 m. hohen Fall (den Salto Grande); aber ein Nebenfluß, der Curi- tiba, macht, in grandioser Gegend, nicht weit von da einen Sturz von 25 m., doch nur 1300 m. breit. Ueberhaupt ist den südamerikanischen Flüssen eigentümlich, daß sie mit Wasserstürzeu und Stromschnellen aus ihrem Oberlaufe innerhalb der gebir- gigen Gegenden in die Ebene eintreten. 2) Nordamerika. An der Westseite: der Colorado (des Westens) aus dem Felsgebirge, nimmt den Gila auf und mündet in die californische Bucht. Der gold- haltige Sacramento aus der Nähe des Berges Shasta fließt in Calisornien neben der Sierra Nevada vou Nord nach Süd, bis er (33° Br.) sich seitwärts nach der schöueu Bai von Francisco wendet, wo ihm von Süden her der Joaquin entgegen- kommt. Der Oregon oder Columbia, der in 50° Br. im Felsgebirg entspringt; er besteht aus den drei Hauptflüssen Lewis oder Schlaugeu- (Snake-) Fluß, Clark es-River und Columbia und trennt die Länder Oregon und Washington. Der Fräserssluß, an dessen Ufern Goldlandschaften wie in Californien, mündet hinter der Vancouversiusel. Der Kuskokwim und der Kwichp ak oder Jukon münden in das Behriugsmeer. — Ins Eismeer: drr Mackenzie aus dem Chippeway- Gebirg, nimmt den Abfluß des großen Sklavensees und weiter nördlich den des Bärensees auf. In den Sklavensee kommt aber von Süden ein Fluß aus dem Athabascasee, in welchen sich der Athabascafluß nach einem laugen Laufe er- gießt. Per Athabasca entspringt im Felsgebirge, nahe den hohen Schneegipfeln Hooker und Brown, von wo der Lauf des Wassers durch die Seen bis zur Mackenziemüudung 450 Mln. lang ist. Ferner der Kupferminenfluß und der große Fischfluß, der auch nach seinem Untersucher Back genannt wird. — In die Hudsousbai: der Nelson und der Albany; beide stehen in Zusammenhang mit dem Winnipegsee, in welchen der vom Felsgebirg kommende Saskatschewan mündet. — Ins atlantische Meer: der Lorenzo, als der Ausfluß der Fünfseen: Ober-, Michigan-, Hnron-, Erie- und Ontariosee, welche 4600 Q.-M. überdecken. Der Obersee ist der größte (1600 Q.-M.) und an 225 m. tief. Der Erie liegt 172 ra. überm Meer, ist 446 Q.-M. groß und 60 ra. tief. Die Schiffahrt aus dem Erie in den Ontario wird theils durch die beträchtlich tiefere Lage des letzteren, theils durch den Niagara-Fall gehindert; der Niagara (so heißt der Ausstrom des Erie) wird uämlich durch Felsufer auf etwa 260 m. eingeengt, dann theilt er sich um einige Felsinseln hemm, so daß die Breite wohl 1300 m. ausmacht, und stürzt 48 m. tief herab. Aus dem Ontario, der nur

6. Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit - S. 1051

1874 - Mainz : Kunze
Nordamerika — Vereinigte Staaten. 1051 in Mississippi. Das Land ist flach und sehr warm, an der Küstengegend sumpfig und ungesund. Hier liegt 20 Meilen oberhalb der Strommündung und durch Dämme gegen Neberschwemmnng geschützt die Hafenstadt Netv-Orleans, deren Bevölkerung sich im Winter auf 191000 Köpfe beläuft. Wer kann, zieht im Sommer aufs Land. Großer See- und Binnenhandel, ein Haupthafen für die Ausfuhr von Baumwolle, Zucker, Tabak und anderen Stapelprodukten. Sitz der Regierung ist das Städtchen Baton Ronge weiter landeinwärts am Strome. — 23) Arkansas (2455 Q.-M., 484000 E.), nördlich vom vorigen zwischen dem Ozarkgebirge und dem Mississippi. Der noch schwach bevölkerte Staat hat den Namen vom Arkansas erhalten, der es durchströmt; er wurde 1836 als Staat in die Union aufgenommen und gehörte ur- sprünglich zu dem großen Gebiete, welches 1803 von Frankreich gekauft wurde. Er vermittelt den Uebergang vom Süden zum Norden, weshalb mit nur wenigen Aus- nahmen alle dem amerikanischen Ackerbauer bekannten Getreidearten, Pflanzen und Früchte innerhalb der Grenzen dieses Staates gezogen werden können. Das Klima ist gemäßigt, aber plötzlichem und häusigem Wechsel ausgesetzt. Hauptort: Little Rock. — 24) Texas (12900 Q.-M., 819000 Bew.), das sich 1835 von Mexico losriß und 1845 in die Union aufgenommen wurde, liegt zwischen den Flüssen Sabine und Rio grande del Norte; es wird viel bedenkender werden als Florida. Unter spanischer Herrschaft mit Absicht vernachlässigt, damit es ein ödes Grenzland bleibe, zieht es jetzt Ansiedler in ziemlicher Menge an. Zwar sind die Gestade fast hafenleer und das angeschwemmte Küstenland bis auf 12 Meilen landeinwärts feuchtwarm und nur für Neger erträglich; mit dem aufsteigenden Boden aber wird das Klima gesund und breiten sich wellenförmige Savannen aus, wie Blnmenmeere, mit Wäldchen be- streut, hinter denen in noch größerer Entfernung, wohl 50 Meilen vom Golf, Hoch- flächen und Berge sich erheben, wo die Komantfchen und andre Indianer Hansen. Wie der Aubau in Texas vorwärts schreitet, sieht man daraus, daß es im Jahr 1835, wo es unabhängig ward, nur 40000 Bewohner zählte, seine Bevölkerung, worunter 50000 Deutsche und 250000 Farbige, sich also unterdes verzwanzigfacht hat. Dem Gebirgs- lande enteilen mehrere Flüsse, meist zwischen hochbewachscnen Ufern, und werden in den mittleren Savannen schiffbar, doch ohue tiefe Mündungen. Der Colorado er- gießt sich in die Matagordabai, die nur für 3 m. tief gehende Schiffe zugänglich ist, und der Gnadalnpe in die noch seichtere Hcuiggeistbai. Nur die Bai von Gal- veston, die den aus 3 Forks gebildeten Trinidad (oder Trinity) aufnimmt, hat in der Einfahrt eine Wassertiefe von 4 m. Auf dem Trinity wie auf dem Brazos fahren Dampfer. Der große Greuzstrom Rio Bravo (oder Grande) del Norte kann bis Laredo aufwärts schiffbar gemacht werden. — Die deutschen Ansiedler, für die das Klima an der Küste tödtlich wäre, wenden sich gewöhnlich nördlich einer Linie, die sich vom Brazos unweu Sau Felipe de Austin gen Westen zieht bis zum linken Ufer des Nueces, oberhalb der Vereinigung dieses Flusses mit dem San Miguel und Rio Frio. Nördlich dieser Linie bis auf die Vorhöhen des Gebirgs ist der Boden fruchtbar, gut bewässert, hinreichend mit Baum-Inseln versehen, wenig von Moskitos und Stech- fliegen heimgesucht, vou mildem Klima im Winter, und im Sommer durch Seewinde gekühlt. Da findet man die deutschen Niederlassungen: Jndnstry, Nassau, Neu- Braunfels und Friedrichsbnrg. Mais und Baumwolle, Weizen, Gerste, Hafer 67*

7. Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit - S. 1060

1874 - Mainz : Kunze
1060 Nordamerika — Mexico. spanischen Amerikas betrug 1800 Meilen in die Länge, von der Vancouversinsel bis zur Magalheansstraße, und umfaßte wenigstens 300000 Q--M. Es enthielt die 4 Vice- königreiche: Neuspanien oder Mexico (mit Obercalisornien), Neu-Granada, Peru und La Plata; und die 5 G eneral-Capit an ate: Guatemala, Caracas, Chile, Havanna oder Euba, und Portorico. Aber ihr ganzes Kolonialgebiet, sorgsam vor jeder Berührung mit Fremden gehütet und nur insoweit geschätzt, als es edle Metalle lieferte, machte sich zur Zeit des spanischen Freiheitskrieges gegen Napoleon nach 10—12jährigem Kampfe unabhängig, da man ihm die Forderung, gleiche Rechte mit dem Mutterlande zu haben, abschlug, so daß die Spanier jetzt nur noch die beiden letzten der genannten Generalcapitanate besitzen. Alles übrige hat sich, abgesehen von den an die Union gekommenen Tausenden von Quadratmeilen, iu die unabhängigen Republiken Mexico, Mittel-Amerika, Venezuela, Neu-Granada, Ecua- dor, Peru, Bolivia, Chile, La Plata, Paraguay umgewandelt. Aber der Zustand dieser Staaten ist meist ein sehr elender; denn wie ein Fluch lastet auf diesen romanischen mittel- und südamerikanischen Republiken das Geschick, daß sie sich bald untereinander, bald in immer erneuten Bürgerkriegen zerfleischen. Dort, wo die Natur ihre reichsten Gaben in üppigster Fülle ausgestreut hat, an den Gestaden des mexicani- schen Golfes, haben die Kriege und Revnlotionen seit der Abschüttelung des spanischen Joches niemals ein Ende erreicht, und vulkanisch, wie der Boden dieser Gebiete, scheint die Volksnatur in denselben zu sein. Und nicht etwa politische oder sittliche Fragen waren es in der Regel, welche die Ströme Blutes fließen machten, sondern meist trägt der Ehrgeiz habgieriger Generale, die Herrschsucht der Geistlichkeit, der Rassenhaß zwischen Spaniern und Creolen, zwischen den Weißen und Indianern, die Schuld dieser unauf- hörlichen grausamen Kämpfe. Zwischen 16 und 32° vom Aequator entfernt, also zum Theil schon in der heißen Zone, nimmt Mexico das ganze über 24000 Q.-M. enthaltende Ans.hu ac ein, nebst dem östlichen und westlichen Saum am atlantischen und stillen Meer. An der Bai Tehuautepec am schmälsten, nur 26 Meilen breit, erweitert sichs gegen Norden bis zu einer Breite von 160 Meilen; die schräg ziehende Nordostgrenze ist 440 M. lang. Betrachten wir die Karte, so finden wir Gebirgszüge auf dem gewaltigen Hochlande angedeutet, deren genaue Erforschung indes meist noch fehlt. An der Senkung nahe der Bai Tehnantepec erheben sie sich in der Provinz Oaxaca bis zu 4200 m. Zwischen Grad 19 und 20 steigen die höchsten Knppen, zum Theil schneetragend, empor. Von da erstrecken sich die 3, weiter oben schon erwähnten Hanptzüge in divergirender Rich- tung: der eine nach Texas, wo ihn der Rio del Norte durchschneidet, der andre nach der calisornischen Küste, der mittlere als Hauptwasserscheide zwischen Ost und West, doch im Durchschnitt nur 1060 m. über der Hochebene aufragend, gen Norden, wo er den Namen Sierra Madre führt und über die jetzige Grenze des mexicanischen Staates hinauszieht. Die Gebirge dienen indes nur zur Einfassung der einzelnen 2000—2500 m. über dem Meeresspiegel liegenden Hochebenen und Thalnngen, indem sie durch Einschnitte die Flüsse entlassen. Im Innern des europäischen Spaniens breiten sich bekanntlich die castilischen Hochebenen ans; was sind sie aber an Ausdehnung und Höhe gegen das Hochland Mexicos! Und da schon die Flüsse Spaniens wegen ihres raschen Laufes wenig schiffbar sind, so kann man leicht erachten, daß in Mexico noch

8. Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit - S. 1071

1874 - Mainz : Kunze
Mittel-Amerika. 1071 Dezember und Januar vereinzelte Schneefälle auf ihren Gipfeln zeigen. An der Westküste ist nnr ein schmaler Küstensaum. — Nur an der flachen Ostküste, wo sich Sümpfe bilden, ist das Klima ungesund, doch schon auf einer Erhebung vou 700 m. dem Europäer zuträglich, wofern er sich vou Unmäßigkeit fern hält. Es lebt sich dort leicht, da an Pisang, Manioc, Bataten, und anf den Höhen an Mais und Bergreis kein Mangel ist, und das Vieh Jahr aus Jahr ein in den Wäldern keine Stallung und keine Fütterung bedarf. Der meist vulkanische und im Durchschnitt bis zu 2400 m. sich erhebende Boden begünstigt die mauchfaltigste Vegetation. In einer Höhe von mehr als 2000 m. europäisches Getreide, weiter abwärts Orangen, Limoneu, Guaven, Ananas, Indigo, Baumwolle, Kaffee, Kakao, Kokos, Nelkcnpfeffer :c. Die oft undnrch- dringlichen Wälder liefern Vanille, Gummi, Balsame und andere Arzneien und vor- zügliches Holz für Schreiner und Färber sowohl als für den Schiffsbau. Das Land ist also gesegnet; aber gerade der Umstand, daß die Natur soviel bietet, mag ein Haupt- grnnd des elenden Znstaudes sein, in welchem die Bevölkerung vegetirt. Denn die Kräfte des Menschen entwickeln sich nur dnrch Uebnng; diese aber setzt einen Wider- stand voraus, und wo dieser fehlt, fehlen gleichzeitig Thätigkeit und Energie. Schon die spanische Herrschaft hat das Land wenig benützt; jetzt zählt es auf 8200 Q--M. (also nahezu dem Flächeninhalt des Deutschen Reiches) nur 2*/2 Mill. Bew., wovon im allgemeinen höchstens der 4. Theil aus Weißen besteht, die übrigen sind allzumal indianische Rasse oder Mischlinge; Neger sieht man sehr wenige, auch ist hier wie in Mexico die Sklaverei abgeschafft. In der Mehrzahl dieser Staaten ist ungemessene Priesterherrschaft und Unwissenheit im Volke; doch lobt man die Sitten der sogenannten civilisirten Indianer, die man (gegenüber den Bravos oder Barbaros) hier nicht wie in Mexico Fideles, sondern Ladinos heißt. Ackerbau und Viehzucht befinden sich noch auf der Stufe der Kindheit; die Industrie ist in den Händen der nicht einmal durchweg Häuser, sondern zum großen Theil nur Strohhütten bauenden halbnackten Indianer und beschränkt sich auf das Verfertigen von groben Wollen- und Baumwollenstoffen, von ordinären Thongefäßen, von Strohdecken, Matten ?c. Der Handel mit Natur- Produkten (unter deueu man den Kaffee Costaricas, die Cochenille bei Alt-Gnatemala. den Kakao Nicaraguas und Costaricas und den Indigo von Salvador vorzieht) hat sich etwas gehoben. Was die Staatszustände betrifft, so wurde auch hier die (1821) errungene Frei- heit durch fortdauernde blutige Revolutionen und politische Mordthaten geschändet und finden staatliche Umwälzungen so häufig statt wie Erdbeben und vulkanische Ausbrüche. Zuerst hielt das ehemalige Geueralkapitauat Guatemala mit Mexico zu- sammeu, 1823 errichtete man nach dem Muster der nordamerikanischen Union einen Bund von Freistaaten, jeder mit eigner Regierung, und St. Salvador, keinem der Staaten augehörig, ward Congreßstadt. Allein auch hier, wie in Mexico, blieben Zerwürfnisse nicht aus, und von solcher Dauer, daß der Bund zuletzt (1833), unter offenem Bürgerkrieg, auseinanderfiel; seitdem bestehen, in fortwährenden Revolutionen ihre Kräfte erschöpfend, folgende 5 unabhängigen Republiken: 1) Guatemala (1s00 O.-M, 1,194000 Bew.) Orte: Nen-Guatemala mit 40000 E.; 4 Meilen von Nen-Guatemala nahe dem hohen Vulkan Agna in nnver- gleichlich herrlicher Landschaft liegt das im Jahr 1773 durch ein Erdbeben fast ganz

9. Theodor Schachts Lehrbuch der Geographie alter und neuer Zeit - S. 1090

1874 - Mainz : Kunze
1090 Süd amerika — Brasilien. Kaiserthum Brasilien. Größe: 155000 Q.-Mln. Bevölkerung: 10 Mill. Volksdichtigkeit: 65. So heißen nicht nur die paar tausend Quadratmeilen südlich des Aequa- tors an der Ostküste, welche man von Portugal aus kolouisirt hat, sondern noch im* begrenzte Räume tief ins Innere hinein, auf welche die Eroberer Anspruch machten. Das Ganze erstreckt sich nordwärts noch über den Aequator hinüber, südwärts bis zu 33° S. Br. und hat eine weit ins atlantische Meer vorgebogene Küste von mehr als 800 Meilen Länge, woran Cap Roqne und Cap Frio vortreten. Flüsse gibt es in nicht geringer Zahl, besonders: der 337 Meilen lange San Francisco, der 300 Meilen lange Tocantines, der an der Mündung Pars, genannt wird; der Para- nahyba auch 180 Malen lang, die großen Küstenflüsse Belmonte, Parah yba :c. Alle diese gehören in ihrem ganzen Laufe hieher. Der Amazoueuström (richtiger Amassonas) aus Peru kommend, durchströmt den Norden, verstärkt durch die oben schon genannten Nebenströme. Zwei andere bedeutende Flüsse Brasiliens wenden sich südwärts in die Nachbarländer, der Paranü. (Rio Grande), welcher nur 9 Meilen von der Quelle des Francisco entspringt, und der Paraguay. Die Küste, mit Ausnahme der Aeqnatorgegend, wo das Tiefland des Amassonas ans Meer tritt, ist nicht flach, wie etwa die von Mexico am Golf, vielmehr läuft eine Felsbrüstung unter dem Wasser an ihr hin, und das Meer wird sogleich gehörig tief, weshalb es in allen Buchten gute Ankerplätze gibt. — Eine reiche Vegetation findet sich in dem Küstenstriche, man sieht die herrlichsten Reis- und Zuckerfelder, Kakao-, Kaffee-, Baumwoll- und Tabakpflanzungen n. f. w., und daß es an Kokos-, Kohl» und andern Palmen nicht fehlt, fowie am Pisang, der sich den meisten Palmarten gesellt, läßt sich leicht denken. Kaffee namentlich ist zum Hauptprodukt Brasiliens geworden; es erzeugt davon 150mal mehr als Arabien, und mehr als irgendein anderes Land der Erde. Infolge der bedeutenden Preissteigerung des Kaffees ist namentlich in den letzten Jahren noch eine außerordentliche Vermehrung der Kaffeeplantagen eingetreten.*) Auch Vanille, Zimmt, Indigo, Cimhona :c. werden mit unter den Produkten Brasiliens aufgeführt; chinesischer Thee fängt an neben dem Mattee sich zu verbreiten, und Gewürznelken werden mit Erfolg angebaut. Unter den Bäumen finden sich die kostbarsten Arten für Kunstschreinerei, und viele Farbhölzer; hat doch das rothe Holz (eine Glutkohle heißt auf portugiesisch Braza) dem Lande gleich nach der Ent- decknng den Namen gegeben. Die 3 Hauptprodukte für den Export werden indes noch lange Kaffee, Zucker und Baumwolle bleiben. Steigt man an den Flußufern, die mit Urwald bedeckt sind, in mehr oder minder großer Entfernung von der See auswärts, so kommt man zu mäßig hohem Küsten- * Nach der Größe ihrer Produktion haben die Kaffeeländer folgende Rangord- nnng: Brasilien, Cnba. Hayti, Java, Brittisch Westindien, Holländisch Guayana, das übrige Südamerika, Französisch Westindien, Portorico, Sumatra, Ceylou, Bourbon, Mokka. Die größten Quantitäten Kaffee gehen nach den Vereinigten Staaten Nord- amerikas, nach Deutschland, den Niederlanden und Frankreich. — Daß mit der Ver- mehrung der Kaffeeproduktion auch große volkswirthschastliche Nachtheile verknüpft sind, hat fchou I. v. Tschudi nachgewiesen; so bezieht z. B. das reiche Kulturland Brasilien sein Mehl aus Oesterreich-Ungarn und den Vereinigten Staaten.

10. Erdkunde - S. 222

1888 - Freiburg im Breisgau : Herder
222 mächtigen Nebenflüssen weithin verzweigen. — Nordamerika hat zudem an den fünf Kanadischen Seen das größte Süßwasserbecken der Erde. Übersicht der bedeutenderen Ströme. A. In das Nördliche Eismeer münden: Der Mackenzie, welcher die Gewässer mehrerer Seen sammelt. B. In den Atlantischen Ocean: 1. Der St. Lorenzstrom, der Abfluß der fünf Kanadischen Seen: Oberer See, Michigan-, Huron-, Erie- und Ontario-See — zwischen beiden letzteren der weltberühmte Niagarafall (Fig. 37) —, 2. der Hudson, 3. der Delaware, 4. der Susquehannah, 5. der Potomac, 6. (in den mexikanischen Golf) der Mississippi (d. h. Vater der Ströme); er entsteht aus dem Mississippi und dem noch wasser- reichern Missouri, welche sich bei St. Louis vereinigen. In seinem Unterlaufe erhält der Strom rechts noch den Arkansas und Red River (Roten Fluß), links den Ohio mit dem Tennessee. — 7. Der Magdalenenstrom, 8. der Orinoko, 9. der Amazonenstrom (Ama- zonas, im obern Laufe Maraüon genannt), der mächtigste Strom der Erde, dessen Gebiet ungefähr 7 Millionen qkm umfaßt (— 13mal die Fläche von ganz Deutschland); unter den mehr als 200 Nebenflüssen sind die größten: rechts: der Ucayali, Pu- rns, Madeira, Tapajoz und Xingu; links: der Japura und Rio Negro. — 10. Der San Francisco, 11. der Rio de la Plata, welcher aus der Vereinigung der drei Ströme Uruguay, Parana und Paraguay entsteht. 0. In den Großen Ocean: 1. Der Rio Grande, 2. der Colorado, 3. der Sacramento, 4. der Columbia. Iv. Klima und Produkte. Amerika erstreckt sich durch alle Zonen mit Ausnahme der südlichen kalten. Deshalb weist es größere klimatische Gegensätze als jeder andere Erdteil auf. Durchwandern wir Amerika von Norden nach Süden, so kommen wir nicht bloß vom eisigen Klima der nördlichen kalten Zone zur sengenden Hitze des Äquators, sondern von diesem wieder bis in die Nähe der
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